Für alle, die auf der alltogethernow sind: ich werde mitdiskutieren auf folgender Session (06. September ab 11:30 @ Kulturbrauerei – CLUB 23 (Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Germany)).
Netlabels reloaded
Labels und Netlabels in Deutschland… wo sind die Interessen, haben sich Rollen gefestigt? Bewegen sich Netlabels aus der Nicht-Kommerzialität des Untergrunds in die freie Luft des harten Markts?
Wie ernsthaft im Sinne einer Marktorientierung sind Netlabels oder ihre Betreiber? Und wo liegen für Labels sowie für Netlabels Ziele und Motivation? Werden gänzlich andere Zielgruppen angesprochen – auch hinsichtlich der Künstler als Content-Produzenten?
Interessant ist insbesondere, warum sich mit den Netlabels (abgesehen von technischen Voraussetzungen) eine vollkommen neue Sphäre etabliert hat.
Sind deutsche (Independent-)Labels fruchtbarer Boden oder doch eher Service-Wüste für Künstler? Wie gehe ich mit meinem Künstler um? Welchen Service muss ein Label bieten?
Und letztendlich – wie finde ich als Künstler mein Label?
Musikvideos auf Youtube in Weblogs posten geht ja eigentlich gar nicht mehr, weil es eh schon alle über die schnelleren Kanäle gesehen haben, denkt man. Manchmal, aber manchmal da muss man einfach. Sei es weil eh grad die Welt untergeht (Facebook ist down) oder sei es ob der schieren Qualität des Dings. Also: hier der beste Song vom letzten Books-Album mit dem denkbar besten Video, auch von denen selbst gemacht. Wird schwer zu schlagen sein als bestes Musikvideo 2010.
Musiker sind arme Schweine, mit die ärmsten, die ich kenne. Dicht dran an Labelmachern und dem ganzen Rest, der vom Pop lebt. Das war im Prinzip immer so, wird aber in Zeiten wie diesen nicht gerade besser. Laut Bundesverband Musikindustrie hat der Umsatz der deutschen Musikindustrie in den letzten zehn Jahren von rund 2,64 Mrd. auf 1,53 Mrd. Euro abgenommen. SPON hat die Kleinen und Mittelgroßen der Branche gefragt, was sie aus der Krise machen und protokolliert, wie man heute von Musik lebt. Eine Momentaufnahme von Konrad Lischka starring Olli Schulz, Audiolith, Tapete, Finetunes und den Booker Artur Schock. Sehr aufschlussreich.
Wie kaum ein anderer Künstler hat sich Christoph Schlingensief alles zugetraut, und damit am Ende Recht behalten. Vom wirren Experimentalfilm seiner Jugendzeit zur Großen Oper in Bayreuth ist Schlingensiefs Arbeit weniger ein kontinuierliches Reifen, als ein gereiftes Ausgreifen gewesen. Schlingensief-Kunst funktionierte im Theater so gut wie im Hörspiel, in Ausstellungshallen wie in performativen Installationen im öffentlichen Raum, selbst in Fernsehformaten ließ sich nicht verbiegen, was die Moral dieses freundlichen Missionars blieb: Ein kreatives Ringen um Wahrhaftigkeit mit der Methode der mutigen Infragestellung. Die Skepsis hat nie einen glücklicheren Parzifal gehabt.
Hallo! Für diejenigen Machtdose-Leser, die es vielleicht noch nicht mitbekommen haben: bei phlow habe ich einen Gastbeitrag geschrieben, in dem ich nach den möglichen Rechtskollisionen frage, die zwischen GEMA und Creative Commons bestehen.
Dass Pomparkour (Pomparkour = Parkour + Leiter) seinen Weg über den Werbespot eines Energiedrink-Herstellers in die Öffentlichkeit macht, ist verdächtig, lässt sich aber nicht ändern (da war die Werbung halt mal schneller). Womöglich gäbe es diese mondäne Form urbaner Leibesübungen so auch gar nicht, wenn da nicht jemand am langen Tisch eine gute Idee eingebracht hätte. Außerdem haben ein paar kniffige Kameraeinstellungen und ein guter Schnitt den Eindruck des Genialen verstärkt. Ist das noch Hoax oder schon Realität? Who knows? Trotzdem bleibt zu hoffen, dass sich da gerade eine neue Spielart sportiven Unsinns auftut. Hier geht’s zum Clip.
Was sind schon eine Titelstory im Rolling Stone, ausverkaufte Hallen oder die Vorzüge einer Superboyband gegen den Ritterschlag, der soeben Tocotronic zuteil wurde? In Entenhausen gibt es seit kurzem eine Musikgruppe Namens Monotronic, die der Band in mancherlei Hinsicht ähnelt. Nachzulesen unter: Donald Duck – Die neue Monotronic. Erschienen in Heft 26/2010. (mehr Infos auf spex.de)
Eigentlich ist über PS22 (Wiki) alles gesagt. Der Indiepopchor aus Graniteville, Staten Island, hat sich nun aber an einem Titel vergriffen, der in Machtdose-Kreisen zum Besten zählt, was im letzten Jahrzehnt veröffentlicht wurde. Die PS22-Fassung von Lisztomania verursacht einmal mehr Gänsehaut.
Laut PS22 gab es übrigens bis Juli 2010 für ihre Coversongfilmchen über 19.000.000 viewings bei YouTube.
Die Machtdose äußert sich auf vielen Kanälen mit einem Programm - der Liebe zum Underground, zum Nicht-Konformen und dessen Begegnung mit der Alltagswelt. Im Dreieck zwischen Musik, Kunst und Medien. Alles, was für uns Bedeutung hat.
Wir stochern nicht, wir stöbern. Im Strandgut zwischen New York, Frankfurt und Tokyo. Mal frisch, mal abgehangen, aber nie durchgekaut. Immer subjektiv und damit auf der sicheren Seite.
Und neben dem Blog? Jeden zweiten, dritten, vierten und fünften Donnerstag senden wir von 19-20 Uhr auf Radio X (UKW-Frequenz 91,8 und Livestream) in Frankfurt/Main. Einmal im Monat gibt es unseren Podcast, in dem Netaudio-Tracks vorgestellt werden. Mehr über unseren Musikgeschmack erfahrt ihr natürlich auf last.fm und MySpace.
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