Art Of Noise #5
Air France, die uns letztes Jahr mit ihrem citrusgrünen Dreampop-Album »No Way Down« reichlich in Verzückung versetzten, haben im Juli für The Line Of Best Fit ein Mixtape erstellt, das sich mehr und mehr gut durchhören lässt. Passt im Sommer wie im Herbst. Listen to Art Of Noise #5 :: Air France.
Was kommt nach dem Copyright?
Wem hier lesen zu anstrengend ist, der kann sich auch die Doku »Was kommt nach dem Copyright?« anschauen, um weiter über die Zukunft geistigen Eigentums nachzudenken. Seinerzeit von 3sat anlässlich der Ars Electronica 2008 produziert.
Keiner gibt es zu, aber viele tun es: Fotos, Filme und Musik aus dem Internet herunterladen, ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Die in der Regel jugendlichen “Netz-Piraten” werden von Legionen von Anwälten international gejagt. Andererseits entscheiden sich immer mehr renommierte Künstler, ihre kreativen Produkte kostenlos übers Internet anzubieten und Platten- oder Filmfirmen gezielt zu übergehen.
Das Ende der Krise der Musikwirtschaft
Logisch aufgebaut mit ausgereifter Schlussfolgerung: »Akzeptiert man das jetzige, mehrheitliche Nutzerverhalten im Netz als Realität und versucht ein Angebot zu machen, dann führt kein Weg an einer Form der Flatrate vorbei«. Das Ende der Krise der Musikwirtschaft von Tim Renner. Sehr guter Artikel.
Laut einer von der Industrie in Auftrag gegebener GfK Studie gibt es in Deutschland 14.3 Millionen Musikkäufer. Das sind 17.4 % der Bevölkerung und diese geben im Schnitt mehr als 9 Euro pro Monat für CDs und Downloads aus. Würde man den 31.8 Millionen Kunden der ISPs eine Musikflatrate anbieten, die in bester Datenqualität für 9.99 Euro im Monat legal alle verfügbare Musik zum Download vorhält, sobald sie ans Radio und zu Journalisten gelangt und prozentual der gleiche Anteil an Musiknutzern diese annehmen, entstünde ein Umsatz der jährlich über 663 Millionen beträgt.
Ob das eine Milchmädchenrechnung ist, wird sich mit Sicherheit noch zeigen.
The Year High Fidelity Broke
[...] It took me longer than it should have done to work out that the internet is one giant independent record shop – thousands and thousands of cute little independent record shops, anyway – and they don’t actually charge you for the music they stock. The MP3 blogs that stretch for miles and miles, as far as the eye can see, down that stretch of the net that isn’t reserved for pornography, are staffed by enthusiastic and likable young men and women who absolutely don’t want to rip the artists off: they are always careful to post links to iTunes and Amazon, and the songs they put on their sites are for sampling purposes only.
Meint zumindest Nick Hornby, Schriftsteller (u.a. High Fidelity) und Gelegenheitsautor der Sonntagszeitung »The Observer«, um mit dem Satz zu enden: »All I know is that if you love music, and you have a curious mind, there has never been a better time to be alive«. Harte Ansage. Hier noch unsere Linkliste für weiterführende Studien.






