Archiv der Kategorie: Politik

Digitale Lebenschronik

Wir kommen da nicht mehr raus. Die Timeline wird in den nächsten Tagen bei jedem Facebook-Nutzer installiert – ob er will oder nicht. Und ein Leben ohne FB ist nicht mehr denkbar. Das Internet ist einfach zu groß. Fuck!

Digitale Lebenschronik: Timeline-Zwang für Facebook-Nutzer (sueddeutsche.de)

Und der Nachbar Google? Google weiß alles – und will noch mehr. Der US-Konzern Google will künftig alle Daten, die Nutzer bei seinen Diensten hinterlassen, miteinander verknüpfen. So kommt der Internetriese seinem Traum vom gläsernen Google-Nutzer wieder ein Stück näher. (fr-online.de)

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Die Macht der Straße

hr2 Der Tag: »Die Macht der Straße – Demonstration zwischen Revolution und Routine« anlässlich der Frankfurter Ausstellung »Demonstrationen« im Frankfurter Kunstverein.

Beschreibung: Es ist mal wieder so weit. Die Menschheit steht vor einem neuen und globalen 68. Das zumindest behaupten die Macher der Frankfurter Ausstellung -Demonstrationen-. Vom Werden normativer Ordnungen. Vielleicht haben sie recht. Die Show zeigt nachdrücklich, wie die Menschheit ihre jeweiligen Wendezeiten erzwungen hat, auf der Straße nämlich, und wie ihre Geschichte immer begleitet wurde von einer speziellen Demonstrations-Ästhetik – vom Plakat bis hin zur Performance. Die Aufstände in Arabien und Russland, Occupy und andere Bewegungen könnten die These von der neuen Wendezeit bestätigen. Twittern und Facebook ? das sind nur Vorspiele beim Kampf um die Macht. Ernst wird es, wenn die Menschen auf die Straße gehen und kämpfen, der kollektive Körper zur Waffe wird. Dumm nur, wenn manchmal auch die anderen gewinnen.

Podcast vom 19.01.2012

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Kapitalismus braucht keine Demokratie

»Die Intellektuellen schweigen. Aus den Universitäten hört man nichts, von den sogenannten Vordenkern nichts, hier und da gibt es einzelnes kurzes Aufflackern, dann wieder Dunkel.« Kapitalismus braucht keine Demokratie – Thesen gegen die Ausplünderung der Gesellschaft von Ingo Schulze, Schriftsteller (Quelle: Süddeutsche).

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Das digitale Urheberrecht steht am Abgrund

Der Rechtswissenschaftler Karl-Nikolaus Peifer über die Überforderung des Rechts, das Unwesen von Abmahnungen und die kleine Münze.

Die Menschen sehen prinzipiell ein, dass der Künstler, dessen Werke sie herunterladen, von irgendetwas leben muss. Die Menschen sehen aber andererseits nicht, dass das Geld tatsächlich den Künstlern zugute kommt. Ich verstehe die Rechteinhaber, aber sie pokern zu hoch. Sie hoffen, dass die Abschreckungswirkung so stark ist, dass die Nutzer Angst bekommen und deswegen wieder in die Legalität kommen. Aber auch ängstliche Nutzer, die nur deswegen legal handeln, weil sie Angst vor Strafe haben, sind eigentlich nicht das, was wir mit einem verträglichen Rechtssystem erzeugen wollen.

Und weiter…

Für wie wahrscheinlich halten Sie alternative Vergütungsmodelle?

Sie sind noch nicht durchsetzbar. Obwohl sie politisch sicher erwünscht sind, weil sie den Druck, der momentan im Kessel ist, mit einem Male entweichen ließen. Aus rechtswissenschaftlicher Sicht sind sie noch dringender erforderlich. Die Juristen sehen, dass die Verfolgung der Nutzer digitaler Inhalte nichts bringt, und sie sehen, dass sich alternative Vergütungsmodelle nicht durchsetzen lassen. Damit steht das digitale Urheberrecht zum ersten Mal ernsthaft am Abgrund.

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RoboKopter

Video surveillance remains one of the most expanding fields in public space. Especially at demonstrations everyone monitors each and every step. Newly also from the bird’s-eye view: Videodrohnen für Demonstranten. In spite of that, the question remains open: who is filming whom? The RoboKopter footage probably defines the future of protest documentation. Soon in HD.

(via De:Bug)

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Der Krieg der Banken

Der Ton wird härter: »Der Krieg der Banken gegen das Volk« von Michael Hudson (FAZ vom 03.12.11). Hudson, Jahrgang 1939, ist Professor der Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Missouri in Kansas City und gehört zu dem Teil der Occupy-Bewegung, die sich aus Finanzexperten und Ökonomie-Professoren zusammensetzt.

Die Lösung eines jeden größeren sozialen Problems schafft – nicht immer unbeabsichtigt – oft noch größere Probleme. Aus Sicht des Finanzsektors besteht die „Lösung“ der Eurokrise darin, die Errungenschaften der Reformer im letzten Jahrhundert (John Maynard Keynes sprach 1936 freundlich von der „Euthanasie des Rentiers“) rückgängig zu machen. Das Bankensystem sollte der Wirtschaft dienen und nicht umgekehrt. Doch nun ist der Finanzsektor zu einer neuen Form der Kriegsführung angetreten – scheinbar weniger blutig, aber mit den gleichen Zielen wie bei den Wikingereinfällen vor mehr als tausend Jahren und beim Vorgehen der europäischen Kolonialmächte, die sich Land und Bodenschätze, Infrastruktur und andere profitable Einnahmequellen aneigneten. Genau darum ging es, als Wilhelm der Eroberer nach 1066 das Domesday Book erstellen ließ – ein Modell für die heutige Politik von EZB und IWF.

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1 Kommentar

Die Finanzmärkte treten uns ins Gesicht

Einmal die Woche wird in der Süddeutschen über Geld geredet. Vor zwei Wochen war der englische Buchautor Robert Harris an der Reihe, der sich für die Recherche zu seinem neuen Buch im Hedgefonds-Millieu herumgetrieben hat.

Tolle Reihe, Reden wir über Geld – Das menschliche Verhältnis zu Geld.

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Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

Machtdose entdeckt, kultiviert, archiviert, und teilt Glanzlichter der Popkultur und persönliche Vorlieben mit allen anderen Träumern, Liebhabern und Neugierigen.

Plattenteller

  • Kate Bush - 50 Words for Snow

    Ohne den angekündigten Dauerfrost wäre dieses Album wohl an mir vorbeigezogen wie der Winter an meinem Herzen. »50 Words for Snow« widmet sich dem - Schnee! Beneidenswert.

  • Gonjasufi - MU.ZZ.LE

    Selten liegen Beklemmung und Heiterkeit so dicht beisammen wie bei Gonjasufi. Zwei Jahre nach »A Sufi & a Killer« nun endlich das nächste Lebenszeichen des Ausnahmemusikers.

  • Peaking Lights - 936

    Matt produziert, trippig und im Gemüt Laid Back. Besonders schön: die sonnenheiße Wah-Wah-Stimmung.

  • The Miserable Rich - Miss You In The Days

    Die sträflich Unterschätzten aber sicherlich nie Gescheiterten. Nach zwei großartigen Alben nun Album Nummer 3: Miss You In The Days.

  • David Lynch - Crazy Clown Time

    Lynch-Musik funktioniert erstaunlicherweise über die Stimme: »David Lynch flüstert, singt, spricht, verzerrt seine Stimme elektronisch, nutzt Hall und Verfremdungseffekte« (ByteFM).

Veranstaltungstipps Rhein-Main