Für mich war er einer der Größten. Christoph Schlingensief verstarb am vergangen Samstag im Alter von 49 Jahren. Ein Nachruf in der Süddeutschen.
Zum Tod von Christoph Schlingensief: Mit Mut und Menschlichkeit (von Till Briegleb)
Wie kaum ein anderer Künstler hat sich Christoph Schlingensief alles zugetraut, und damit am Ende Recht behalten. Vom wirren Experimentalfilm seiner Jugendzeit zur Großen Oper in Bayreuth ist Schlingensiefs Arbeit weniger ein kontinuierliches Reifen, als ein gereiftes Ausgreifen gewesen. Schlingensief-Kunst funktionierte im Theater so gut wie im Hörspiel, in Ausstellungshallen wie in performativen Installationen im öffentlichen Raum, selbst in Fernsehformaten ließ sich nicht verbiegen, was die Moral dieses freundlichen Missionars blieb: Ein kreatives Ringen um Wahrhaftigkeit mit der Methode der mutigen Infragestellung. Die Skepsis hat nie einen glücklicheren Parzifal gehabt.
Legendär wie so vieles: »Atari Teenage Riot, Alec Empire live at German MTV “Schlingensiefs U3000″«
RSS-Feed
@ Twitter
@ Facebook
@ Soundcloud
@ last.fm



