2005

Was war, was wird

iDJ-Mixer Streng genommen hat sich’s ja mit dem Vinyl. Ein für allemal. Zu schwer, zu unhandlich. 2005 ging bei mir nicht mehr viel. Letztens die Sieg Howdy für 10,90 gekauft, eine von vielleicht 30 Platten in diesem Jahr. Die Zukunft heißt Platte — Festplatte. Ich will ein iDJ. Das Ding hat’s mir echt angetan. Und hätte ich in meinem Umfeld jemanden, der mir Wünsche erfüllt, die Geld kosten, ich wüsste, was zu tun ist. Hinter dem iDJ versteckt sich, der Name lässt schon vermuten, ein DJ-Pult für iPods. Schnickschnack. Aber irgendwie süß…

Dafür statt dagegen

Mercedes Bunz über Poppolitisches in der NZZ, für meinen Geschmack bisschen schematisch vereinfachend, aber insgesamt nicht so weit weg von dem, worauf wir im Popvisionen-Aufsatz bereits hinwiesen, wenn ich mal so ganz unbescheiden sein darf, ihr Fazit:

Pop und Politik gehen heute eine neue Beziehung ein. Die laute Rebellion ist von einer leiseren Form des Aufbegehrens abgelöst worden. An die Stelle der Gegenkultur tritt die Gegen-Ökonomie der eigenen Nische.

(Vereinfachend, weil: Dass muss trotzdem nicht „dafür, nicht dagegen“ heißen, wie die Überschrift des Artikels lautet)

Rocksens vs. g.Rock

Das Rocksens Rockding versucht der hier mit »g.Rock« zu übertreffen. Auch hier parolt einer »Hits Hits Hits«, Partyrock, etwas garagiger, auch melodiöser meint er, dafür weniger Gefühlsmusik als beim Nachbarn. Das Ding ist Arschtritt, bei richtiger Anwendung ein Schritt Richtung Idealgewicht. Nachbauen! Jetzt!

Table of contents:

01. Electronicat — Non
02. Raveonettes — Love In A Trashcan
03. The Subways — Rock & Roll Queen
04. The Dead 60s — Riot Radio
05. Koufax — Look Sharp
06. Hard-Fi — Hard To Beat
07. The Rakes — Work, Work, Work [Pub, Club, Sleep]
08. Louis XIV — Louis XIV
09. Arctic Monkeys — Choo Choo
10. LCD Soundsystem — Movement
11. Moving Units — Submission
12. The Fall — Clasp Hands
13. Maximo Park — Apply Some Pressure
14. Art Brut — Good Weekend
15. Kaiser Chiefs — Oh My God
16. The Go Betweens — Here Comes A City
17. Supersystem — Miracle
18. dEUS — Stop-Start Nature

Aldi und die Arctic Monkeys

Manchmal fehlt mir einfach eine gesunde Einschätzung der Situation. Bin ich wirklich der Erste, der vom letzten großen Ding dieses Supermusikjahres erfährt oder weiß jeder um mich herum schon klar und sagt nur nix? Die Arctic Monkeys sind besser als Franz Ferdinand, Maximo Park und die Kaiser Chiefs zusammen, ehrlich. Und Domino Records spielt nun wahrscheinlich endgültig in der gleichen Liga wie Aldi und Gates. Yaouh, die Guten werden siegen.