September 2007

Robot Bastard

The President’s Daughter has been kidnapped by the brilliant super-criminal Blood Mamba. All rescue attempts have been thwarted by the evil genius. There’s only one thing left to do: send in the Robot. The Robot must fight zombie-monsters and insecurity in order to complete his suicidal mission.

Robot Bastard
A film by Rob Schrab

»Somebody get in contact with the genius behind ROBOT BASTARD and get us a low budget cult flick of the gods made! ROBOT BASTARD is waaaaay cool.«

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Western Dryer

Der Western Dryer, ihr wisst ja. Vorsorge ist besser als Krieg. In vier Farben zu haben, in rosa, in lila, in grün und in blau. Kann dieser Tage nämlich nass werden. Oder noch besser: einfach nicht das Haus verlassen.

Creative Industries

Während die einen trauern und bedauern, arbeiten sich die anderen an der Gegenwart ab, um für die Zukunft die Weichen zu stellen. Indie ist tot, es lebe die Kreativindustrie, rein virtuell, versteht sich. Die Zeit mal wieder, diesmal mit einem Artikel über die Lage der Nation und das, was aus Pop/Kunst/Kultur geworden ist: »Der entzauberte Pop« von Thomas Gross.

In Zeiten, in denen die alten Schlüsselindustrien dahinschwinden und die Musikkonzerne Jahr für Jahr neue Schreckensbilanzen verkünden müssen, inmitten einer Umbruchsituation ungeahnten Ausmaßes also, die nicht nur die Unterhaltungsbranche vor die größte Herausforderung ihrer Geschichte stellt, gilt das Interesse der Erschließung neuer Ressourcen.

und weiter heißt es

Erfolgreiche Gesellschaften, so die Idee dahinter, hängen in immer stärkerem Maß von immateriellen Faktoren wie Lifestyle und Wissen ab. Das wiederum hat zur Folge, dass sich die Hoffnungen auf ein bislang im Schatten traditioneller Geschäftsmodelle agierendes Milieu konzentrieren. Niemand kennt sich im Internet, bekanntlich dem Zukunftsmedium schlechthin, besser aus als die scheinbar selbstvergessen in Ladenwohnungen oder Schlafzimmerstudios vor sich hin werkelnde Schicht, die auch als »digitale Boheme« oder »kreative Klasse« bezeichnet wird. Zu ihr rechnen neben Musikern und Musikproduzenten auch Labelbetreiber, Webdesigner, Journalisten, Filmschaffende, Modemacher und alle Arten elektronischer Dienstleister. Sie sind es, die der postindustriellen Ökonomie auf die Sprünge helfen sollen.

Ups, damit bin ja ich gemeint! Lesenswerter Artikel, für das hart arbeitende Kulturproletariat Pflicht.

Indie ist tot

Einer der wichtigsten deutschen Indiebetriebe steht vor dem aus. Hausmusik hat vor knapp zwei Wochen bekanntgegeben, dass ihr Tonträgermarkt für Indieproduktionen kurz vor dem Zusammenbruch steht, daher zieht man die Notbremse, um der ganz großen Pleite zu entgehen. Damit platzt ein Traum, den ich bis zuletzt aufrecht erhalten habe, der Traum vom Hirtenjungen, der die Riesen besiegt. Für die Musik gilt zukünftig, und dieses Fazit ziehe ich jetzt ganz einfach mal: Der Traum ist ausgeträumt, Indie ist tot. Schuld sind das Internet, MP3s und die Jugend, die mit physischen Tonträgern nichts mehr am Hut haben möchte. Der alte Deal »tausche Ware gegen Geld« greift nicht mehr. Dieses Geschäftsmodell zieht im digitalen Leben einfach nicht, und der Versuch, Fans und Kundschaft zu kriminalisieren, um das Original zu schützen, ist sowieso zum Scheitern verurteilt. Welche Konsequenzen die Pleite für die Musikschaffenden hat und für alle, die damit zu tun haben, bleibt abzuwarten, von alleine wird man sich allerdings nur schwer erholen können. Alles wird Hobby. In Wirklichkeit. An welcher Ideologie wird man sich zukünftig aufrichten können, an diesen besonders schlimmen Tagen? Eine von vielen Fragen, die diese Firmenpleite aufwirft. Die Zeit hat einen Artikel dazu veröffentlicht: »Hausmusik« am Ende von Ulrich Stock.

»Wir schließen«, sagt der Gründer und Eigentümer Wolfgang Petters. »Wir sind nicht pleite und nicht konkurs, aber wir wären das in ein paar Monaten.« Deswegen versuche er jetzt den geordneten Rückzug bis zum Ende des Jahres. Seine Geschäftspartner und Freunde informierte er vor einigen Tagen mit einer E-Mail. Die Nachricht kam für viele vollkommen unerwartet — und löste einen Schock aus.

Ich bin geschockt.