Mai 2012

El Orden es Intangible

Typographic installation by Boa Mistura. Inspired by the poem »Order is« by Louis I. Khan, the piece involves an abstract furniture composition that only makes sense when is observed from one particular point, from where you can read the quote »order is intangible«. Before that Boa Mistura worked on a vibrant community project in Vila Brâsilandia, one of the favelas in São Paulo, Brazil.

Boa Mistura .


Boa Mistura – El Orden es Intangible


Boa Mistura – El Orden es Intangible


Boa Mistura – Orgulho


Boa Mistura – Firmeza

Wang2mu

Wang2mu from Guangzhou, China, favors red and blue ballpoint pens to create his illustrations.Pretty nice combined, even if i don’t understand a word.


小时候其实我想做只 老师


如何做一只正宗设计佬(偏方)


小时候其实我想做只 警察

Die Qual der Zahl

Eine Unbekannte, die jeder kennt: die Quote. Aber wie wird die Quote ermittelt? Welche Aussage trifft sie wirklich? Spielt das Fernsehen mit gezinkten Karten? »Die Qual der Zahl – Warum das Fernsehen ist, was es ist. Von Fernsehprofis, Quotenknechten und Kundenprofilen.« Ein Beitrag von Simon Feldmer und Max Fellmann für das SZ-Magazin (Heft 20/2012).

»Das Einzige, was zählt: so viele Zuschauer wie möglich.«

Friede, Freude, Pflastersteine

Der Historiker Ralf Hoffrogge beschäftigt sich anlässlich der verbotenen Blockupy-Proteste in Frankfurt im Dossier mit dem Mythos des linken Gewalttäters, dem Versagen der deutschen Presse- und Medienlandschaft sowie der Sensationsgier vieler Medienmacher: »Mit wenigen löblichen Ausnahmen wurde das absurde und hilflose Schauspiel einer Gewaltdebatte ohne Gewalttäter geführt, es dominiert die Sensationsgier und nicht die Analyse«. Und weiter: »Welche Lehren sollen die Protestierenden daraus ziehen? Offensichtlich kann es in Deutschland nur zwei Sorten von Protest geben: die eine ist gewalttätig, chaotisch und gehört daher verboten, die andere ist friedlich und bunt, erlaubt und gelobt – aber gleichzeitig auch uninteressant«. Über das Versagen der bürgerlichen Medien nach den Blockupy-Protesten (Beitrag vom 24. Mai 2012).

Top Music Videos – Spring 2012 pt. ONE

The best hits and clips of the last weeks. A selection of my personal highlights.

1. Liars – »No.1 Against The Rush« directed by Todd Cole. The series of creepy short stories still continues. »No.1 Against The Rush« is about a serial killer while performing his work. Very impressive and loaded with gorgeous suspense.

Liars – No.1 Against The Rush

2. Hot Chip – »Night & Day« directed by Peter Serafinowicz. Hot Chip produce significantly better clips than making music. This one could become one of the best dance clips these days. British comedian Peter Serafinowicz directed and choreographed that masterpiece and guest star Reggie Watts plays the leading role in this awesome and very alien-esque scenario.

Hot Chip – Night & Day

3. Modeselektor & Thom Yorke – »This« directed by Andrew Jones. Once again Modeselektor in a collaboration with Thom Yorke, on a song from their latest album »Monkeytown«. The clip shows a black-clad puppeteer performing a twisted marionette dance as various toys seem to amp up the angst in the background. Very atmospheric.

Modeselektor & Thom Yorke – This

4. Benga – »I Will Never Change« directed by Us. Great concept for a video for »I Will Never Change« by Dubstep producer Benga. 960 independent pieces of vinyl have been measured, cut and animated with utmost care to create a real-life model of a waveform. The experiment is fascinating and reminds me more of a scientific research.

Benga – I Will Never Change

5. F.S.K. – »Lady Chatterley« directed by Juno Meinecke und Jonas Spriestersbach.

F.S.K. – Lady Chatterley

Lifeless but ON, trolling is the only emotion that is suggesting moderate activity. The clip is a quiet observation of how your body is functioning in front of a computer. Song is taken from the new F.S.K. album »Akt, eine Treppe hinabsteigend«.

Der Streit ums Urheberrecht

Die Menschheit kopiert mit etwa dem gleichen Bewusstsein Audios, QuickTimes und dergleichen mehr wie sie das vor 20 Jahren mit Tonträgern wie der Schallplatte gemacht hat. Da der Aufwand in jener Zeit ungleich größer war, beließ man es bei Kampagnen wie »Home Taping Is Killing Music«, die nachdenklich stimmen sollten und daran erinnerten, dass hinter jedem Werk ein Urheber steht. Von einer Kriminalisierung der Musikfans war damals wenig zu spüren. Nun haben sich die Methoden geändert, nicht aber das Bewusstsein, eine neue Generation ist herangewachsen, die Kassetten etc. nicht mehr kennt, und es kann wohl niemand annehmen und unterstellen, beim Kopieren habe man die massenafte Verbreitung im Sinne. Warum sollten sie das wollen? Die Debatte darüber wird hart geführt, wie Frank Schirrmacher im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen ganz richtig konstatiert, allerdings nicht in Regierungskreisen, sondern in Tweets und Foren. Der Grund ist laut Schirrmacher einfach zu benennen, und seines Erachtens »der Kern der ‚Urheberrechtsdebatte‘: Ein Funktionssystem, das Freiheit und Autonomie produzieren soll, verwandelt sich in einem wirklich faszinierenden Regimewechsel bei manchen, vor allem der jüngeren Generation, zu einem Subsystem von ‚Überwachen und Strafen‘.« Die »Verwandlung vom Staatsbürger zum Kriminellen« beleuchtet Schirrmacher in seinem Artikel »Schluss mit dem Hass – Wie kommt es, dass die Produzenten und so viele Rezipienten von Werken der Kunst so aufeinander losgehen?« [Link entfernt wg. LSR – Edit roland] vom 13.05.2012.