Das 10,3 x 14,8-cm-Format

Die große Zeit der Bildpostkarte begann cirka 1890. Der Gestaltung sind seither keine Grenzen gesetzt. Schmirgelpapiere der Körnung 40 – 120 fanden in diesen Collagen ihren Einsatz (neben Letraset-Buchstaben zum rubbeln).


Zeugen, Bj.’96


Würm, Bj.’96


Körnung 40, Bj.’96


Körnung 120, Bj.’96


Ihr fragt euch, was eine Körnung ist? Prof. Leopold Rössler hilft euch weiter:

Körnung – Bezeichnung für Schmirgelpapierkörnungen. Man bezeichnet damit den Feinheitsgrad, d.h. die Korngröße bei Schmirgelpapier. Die auf der Rückseite der Papiere aufgedruckten Ziffern 80, 100, 150 usw. bedeuten Maschen pro Zoll. 1 Zoll = 25,4 mm. 100 bedeutet daher, dass auf 25,4 mm 100 Maschen entfallen. 1 Masche hat daher die Breite von O,254 mm. Von dieser Masche entfallen 63% auf die lichte Weite der Sieböffnung, der Rest auf die Drahtstärke. Es ergibt sich also für die lichte Weite 0,254 x 0,63 = 0,16 mm. Der lichten Weite aber entsprechen die Ausmaße der Schmirgelkörner, die durch diese Maschen gehalten werden. Die entsprechende Rechnung ergibt für Schmirgelpapier 80 eine lichte Maschenweite von 0,20 mm, Das bedeutet also, daß die Korngröße bei Schmirgelpapier 100 zwischen 0,20 und 0,16 mm liegen muss. Die feineren Körnungen ab 320 werden in der Praxis durch Schlämmen voneinander getrennt.

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Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

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