Unser aller Reichtum

70.000 Unterschriften und ein bisschen Redezeit vor dem Bundestag – die Petition 43188 hat ihren Zweck erfüllt. In der Anhörung, die vermutlich erst nach der Wahl am 22. September stattfinden wird, werden sich die schwächsten Glieder in der Verwertungskette – die Künstler selbst – darum kümmern müssen, dass ein Bundesgesetz eingehalten wird, wie Katja Kullmann im Freitag ganz richtig feststellt. Dabei sind die Balzgesänge in Deutschland seit Jahren kaum zu überhören: »[…] Kaum eine andere Berufsgruppe wird […] so umworben, man möchte fast sagen: umschleimt, wie die Künstler. Ob Politiker, PR-Abteilungen oder das Stadtmarketing – alle Welt schmückt sich mit kreativen Leistungen, bewirbt mit ihnen das eigene Produkt oder die eigene Partei, sponsert Festivals oder versucht attraktive Aufwertungs-Statisten in ihre vom Strukturwandel gebeutelten Kommunen zu locken.« Unser aller Reichtum – Die KSK ist nicht nur für Künstler existenziell wichtig. Ist sie gefährdet, steht eine ganze Zukunftsbranche auf dem Spiel (der Freitag, 09.08.2013).

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Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

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