Zwischen Programm und Offenheit

Zustimmung: »Keine Stadt wird gut, wenn die Aufgabe, die sie zu erfüllen hat, nicht klar und klug formuliert ist, mit anderen Worten: wenn ihr Programm nicht stimmt. Ein Programm, das nur oder überwiegend Wohnungen vorsieht, erzeugt Schlafghettos, die tagsüber fast immer trostlos daliegen. Ein Programm, das nur oder überwiegend Büros vorschreibt, erzeugt Arbeitsstädte, die nach Feierabend aussterben.«

In den vergangenen Jahren ist viel in Frankfurt gebaut worden, schön und auf anständigem Niveau, mit HQ aus der Baustoffsammlung, kreativer Architektur, teuer natürlich und für Wohlhabende gemacht, und immer habe ich mich gefragt: Wo bleibt hier eigentlich das Leben, die Gemeinschaft, die Gemütlichkeit? In diesen beeindruckend trostlosen Schluchten, wie sie exemplarisch auf der Sonnemannstraße oder im Europaviertel entstanden sind.

Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani hat in seinem Artikel »Kritische Gedanken zur Stadtplanung – Zwischen Programm und Offenheit« für die Neue Zürcher Zeitung ein paar sehr wichtige Gedanken zusammengetragen. Für den Städtebau im Allgemeinen. Auf Frankfurt übertragen heißt das: Das Programm stimmt nicht.

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