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Im Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Geert Lovink

Die Besessenheit von Zahlen und Listen – die besten Platten, die besten Filme – ist auch jenseits des Internets seit Langem schon ein fester Bestandteil unserer Kultur. Jetzt schauen die Menschen eben in einen neuen technischen Spiegel, der ihnen Auskunft darüber gibt, in welchem Maß sie lebendig sind. Der Existenzbeweis ist damit zu einem gewissen Grad an Google übergegangen, und das hat zweifellos eine deprimierende Seite: Alles im Internet ist so kalt, so vermessbar geworden. Was wir lesen, sind keine Mutmaßungen über uns selbst mehr, es sind die Statistiken selbst: Von da kamen wir, dorthin gingen wir, was wir hinterlassen haben, ist nichts weiter als eine elektronische Spur.

Diese und andere Antworten zu unserem Tun und Handeln finden sich in dem lesenswerten Zeit-Interview »Ich blogge, also bin ich« von Thomas Groß.

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Plattenteller

  • Kate Bush - 50 Words for Snow

    Ohne den angekündigten Dauerfrost wäre dieses Album wohl an mir vorbeigezogen wie der Winter an meinem Herzen. »50 Words for Snow« widmet sich dem - Schnee! Beneidenswert.

  • Gonjasufi - MU.ZZ.LE

    Selten liegen Beklemmung und Heiterkeit so dicht beisammen wie bei Gonjasufi. Zwei Jahre nach »A Sufi & a Killer« nun endlich das nächste Lebenszeichen des Ausnahmemusikers.

  • Peaking Lights - 936

    Matt produziert, trippig und im Gemüt Laid Back. Besonders schön: die sonnenheiße Wah-Wah-Stimmung.

  • The Miserable Rich - Miss You In The Days

    Die sträflich Unterschätzten aber sicherlich nie Gescheiterten. Nach zwei großartigen Alben nun Album Nummer 3: Miss You In The Days.

  • David Lynch - Crazy Clown Time

    Lynch-Musik funktioniert erstaunlicherweise über die Stimme: »David Lynch flüstert, singt, spricht, verzerrt seine Stimme elektronisch, nutzt Hall und Verfremdungseffekte« (ByteFM).

Veranstaltungstipps Rhein-Main

  • Battant - Sa, 11.2.12 - 21:00 Uhr
    Hafen 2 - Ich behaupte mal ganz frech: Battant sind nach wie vor ein Geheimtipp. Chloe Raunet, der weibliche Part der Gruppe, singt, während sich die männlichen Bandmitglieder an Gitarre und Synthesizern austoben. Der Sound changiert zwischen Lo-Fi-Rock und elektronischer Musik - und das mit einer Leichtigkeit, die Eindruck macht. I Love it.