No Angels

Als Jesus von den Toten auferstand, ging’s Richtung Himmel. Dort traf er neben seinem Vater auch einige Kumpels, die wir Engel nennen. Seither sieht unsere beschränkte Vorstellungskraft darin ein himmlisches Wesen in menschlicher Gestalt, gekleidet in weiß, mit Flügeln aus Federn und Haaren aus Gold. Sein Antlitz ist von unaussprechlicher Schönheit durchdrungen und Liebe leuchtet aus seinem Leib. Engel stehen für die Erleuchtung des Menschen. Engelsstimmen gaben dem Phänomen schließlich eine musikalische Form, die in den letzten fünf Dekaden der Popmusik vielfältig interpretiert wurde. Aber nur eine handvoll Sängerinnen zählt für mich zu den Auserwählten, die den Himmel wirklich hörbar machen. Sanctus, sanctus, sanctus! Oh Engelstimmen, oh Gesang der Harfen, erklingt in Unschuld und Feinheit!

Sendung vom 08.04.2004
01. Cocteau Twins – Blue bell knoll (4AD)
02. Massive Attack – Teardrop (Virgin)
03. Mercury Rev – Endlessly (V2)
04. Robert Wyatt – Sea Song (Cuneiform)
05. Long Fin Killie – How I blew it with Houdini (Too Pure)
06. Isoleæ – raum eins (Playhouse)
07. Björk – Unison (One Little Indian)
08. Sigur Rós – 1 (FatCat)

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Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

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