Novum Records

Sollte hier gut reinpassen: »Novum Records – von der Kunst, sein eigenes Label zu gründen« (Academic Transfer). Der Titel deutet an, um was es geht. Es geht aber um viel mehr, ja, eigentlich um alles. In diesem 320 Seiten fassenden Nachschlagewerk bekommt man nur beiläufig etwas über die Ideologie der Independent-Labels erzählt. Hier geht’s vor allem um die Umsetzung in die Praxis. Von der Geschäftsgründung bis zu den Vertriebsstrukturen wird so ziemlich alles angerissen, was zum erfolgreichen Betreiben eines unabhängigen Labels dazu gehört.


Die Synopsis:

Wie gründe ich ein eigenes Musiklabel? Viele Musiker und Musikbegeisterte stellen sich diese Frage. Doch auf dem Weg zum Independentlabel ist eine Menge an Fachwissen, Durchsetzungsstärke und Ausdauer nötig. Nicht nur, dass der deutsche Musikmarkt zu 75 Prozent von fünf internationalen Majorkonzernen dominiert wird, sondern auch die Musikpiraterie im Internet macht die Vermarktung von Musik nicht leichter.

Diese Arbeit zeigt praxisorientiert, wie man unter den heutigen Bedingungen ein Musiklabel etabliert. Die beiden Autoren analysieren dazu die Spielregeln der Musikwirtschaft und beschreiben die derzeitige Marktsituation. Dabei haben natürlich die sogenannten Majors oft erhebliche Vorteile. Da sie den Markt dominieren, bieten sie jedoch auch bei der Musikpiraterie die gröte Angriffsfläche. Allein in 2002 verlor die deutsche Musikindustrie 11,3 Prozent an Umsatz. Das ist aber auch eine der Chancen für die Independents. Was bei der Verbreitung von Musik im Internet bedacht werden muss, und wer Rechte woran hat und diese verwerten darf, zeigt diese Arbeit daher ebenso.

Ganz praktisch liefern die Autoren auch das formale und betriebswirtschaftliche Rüstzeug für die Labelgründung. Neben einem Finanzplan, der einen Überblick über die Kosten gibt, beinhaltet die Arbeit auch die nötigen Formulare, zum Beispiel zur Anmeldung bei den Verwertungsgesellschaften.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

Machtdose entdeckt, kultiviert, archiviert, und teilt Glanzlichter der Popkultur und persönliche Vorlieben mit allen anderen Träumern, Liebhabern und Neugierigen.