Every picture tells a lie!

Banksy hat ja nicht gerade selten den Hang, Schlagzeilen zu machen – gewollt oder ungewollt. Seine Anleitung zum gewaltfreien Kampf gegen Unrechtssysteme jedweder Art ist der Dauerbrenner im Internet. Heute auch mal wieder hier. Vor acht Jahren hat Banksy im Künstlerhaus Bethanien ein Bild an die Wand gesprüht, das ([UPDATE] angeblich) anlässlich der aktuellen Ausstellung unter 20 Lagen Farbe herausgeschält wurde: Banksy-Bild in Berlin freigelegt.

Das Bild befand sich unter mehreren Schichten Farbe, um es freizulegen, kamen zwei Restauratoren aus Prag angereist. Zehn Tage trugen sie mit Skalpellen und speziellen Hämmern die zwanzig Farblagen ab. Zum Vorschein kamen fünf lebensgroße Soldaten mit Maschinengewehren und Flügeln auf dem Rücken; unter den offenen Visieren ihrer Helme leuchten gelbe Smiley-Gesichter. Dazu ein roter Schriftzug: Every picture tells a lie!, jedes Bild erzählt eine Lüge. Das Werk stammt von Banksy, dem berühmtesten Street-Art-Künstler der Welt. Im Rahmen eines Sprayer-Festivals im Berliner Künstlerhaus Bethanien hatte er es vor acht Jahren an die Wand gesprüht, später wurde das Bild einfach übermalt – kurz bevor Banksy internationalen Ruhm erlangte.

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Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

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