Zum Inhalt springen

End of COOL

Am Samstag kracht’s! Künstler aller Couleur kolportieren den Aufstand der Zukunft. Oder auch nicht. Zumindest aber hätten sie die Chance dazu gehabt. »Schluss mit lustig« steht auf der Packung, sie mit Inhalt zu füllen die Aufgabe der teilnehmenden Künstler. Man darf gespannt sein.


End of Cool
schluss mit lustig
+++++++++++++++++++++++++++++++
ausstellung show 10 07 04 17:00
hohenstaufenstr. 13-27 frankfurt
atelier dirk+jeannette
bis samstag++++

Blank – Duden

Na, das ist ja ganz was Feines. Blank machen den Loop zum Prinzip. Statt einer spiralförmigen Rille gibt’s auf ihren Platten 240 geschlossene Kreise. Das Terzett hat dazu eine ausgetüftelte Spielanleitung entwickelt. »Duden« ist nicht nur Platte, nein, mit ihr wird der heimische Schallplattenspieler zum Instrument (aber erst mit Dreien macht’s richtig Spaß). »Duden« is a genuine mixture between post-turntablism and improvised music.« Hans-Jürgen Linke erklärt das Prinzip in seinem Artikel »Standleitung ins Unendliche – Schallplattenkonzert mit Blank« etwas genauer…
Weiterlesen »Blank – Duden

Ein Ort der Extreme

Meine Bude grenzt an das Frankfurter Bahnhofsviertel. An der Haustür rechts, 300 Meter geradeaus, die Arkaden entlang direkt hinein in die Münchner Straße. Interessierte Eindringlinge erwartet dort ein Potpourri aus flüssigem Heroin, Bratenfett und Garten Eden. Deshalb zieht es mich nach sechs Jahren immer noch nicht weg. Die Spannung dort wirft Funken. Das ZDF hat ein Reporterteam mehrere Monate im Milieu ausgesetzt. Nun wird das Ergebnis gesendet. Den Anfang macht heute die Folge »Rotes Licht und grüne Soße«. Weitere Teile folgen.

Dienstag – 06.07.2004 »Rotes Licht und grüne Soße«
Mittwoch – 07.07.2004 »Hähnchen im Puff«
Dienstag – 13.07.2004 »Leben in der Wundertüte«
Mittwoch – 14.07.2004 »Die Königin vom Kaisersack«

jeweils von 21.00 – 21.45 Uhr mit Wiederholung in der selben Nacht

Sonic – Visuals for Music

What does your favorite music look like? Gute Frage, wenn sie eigentlich zum Hören gemacht wurde. Robert Klanten, Hendrik Hellige und Tom Hulan haben die gegenwärtig 1000 schönsten Cover und Poster zusammengetragen und vor kurzem über den Gestalten Verlag veröffentlicht: »Sonic« focuses on contemporary work done for underground and indie music, pop, alternative rock and electronica. Der zur Unform/Zweckform missratenen MP3-Kultur stellen die Autoren ausdrücklich guten Geschmack gegenüber und protegieren, farbenfroh illustriert, Kunst und Gestaltung. Nach wenigen Seiten schon verliert sich der Leser in nackter Schwärmerei und gegen Ende schließlich lockt die Frage, warum ein Großteil der eigenen Plattensammlung keine Erwähnung fand. Konzessionsentscheidungen sind Mangelware, was zählt, ist der eigene Gulasch. Und der schmeckt. Die Kollision des Dargebotenen mit dem Eigenen ist ähnlich kontrovers wie die Erstellung eines Jahrespolls, darin die Qualität dieser Veröffentlichung zu suchen ein Fehler nicht. Sonic zeigt Mal wieder, dass Cover- und Postergestaltung ein irre Niveau haben. Ob die musikzierende Zunft auch schon davon gehört hat?

Sonic – Visuals for Music – Die Gestalten Verlag – 336 Seiten – 24 x 28 cm

Vinyl Killers

»Stencil art on old record«, ja, das gibt’s. Ein Typ aus Portland hatte die Idee.

»Vinyl is a great medium to work on for numerous reasons. Records are readily available for free or very cheap, the paint looks great on the smooth surface, they are easy to store and ship, and they just look really cool hanging on your wall (da muss ich widersprechen!). The Vinyl Killers are in fact vinyl saviors who are rescuing records that in many cases are viewed as junk that is destined for the landfill.«


Bomb Squad – APESEVEN – Sydney
(via bollis weblog)

Neuer Minusrekord

Mein alter Zuschauer-Minusrekord wurde gestern Abend im Cookys eingestellt. Gehalten wurde die Rekordmarke bisher von der Hamburger All-Star-Truppe Motion feat. Schorsch Kamerun, Ale Sexfeind und Rocko Schamoni, die es in den jungen Neunzigern auf gerade Mal sechs Zuschauer brachten. Sinnlos war’s schon, besonders die Musik, trotzdem gab’s Grund zu bleiben, und der fand sich in der mitgebrachten Friteuse der Bajazzos, die am Bühnenrand erhitzt vom eigentlichen Geschehen ablenkte. Eine Tourköchin, so sieht es zumindest meine Erinnerung, gab dem Raum den richtigen Duft und den Kostgängern Pommes Deluxe. Dadurch wurde die Band samt ihrer Fans prima unterhalten/versorgt und allen war geholfen. Gestern Abend bei Grand Buffet gewesen. HipHop aus Pittsburgh. Fünf Gäste, die beiden MCs Lord Grunge und Nate Kukla, zwei Wirtsfrauen und Felix am Tonpult nicht inbegriffen. Ach ja, und ich. Gestört hat’s weder die Rapper noch mich, gestört hat auch nicht, dass ich gerade Mal zehn Minuten von ihren berühmten Verrenkungen mitbekommen habe (der Rap ist ebenfalls große Klasse), danach war’s Aus (ich kam zu spät). Dass ausgerechnet Grand Buffet das Vorprogramm auf der Nord-Amerika-Tour der Goldenen Zitronen bestritten, bleibt amüsantes Beiwerk und schließt den Kreis der Erinnerung.