Kissogram – »The secret life of Captain Ferber«

Songs wie »Tune man« sind eigentlich Grund genug, über eine komplette Albumveröffentlichung nachzudenken. Dabei dreht es sich lediglich um die B-Seite der ersten Kissogram-Single »Forsaken people come to me«. In dem Song wackeln hüpfende Beats um orientalisch-europäischen Singsang, der seine Hörer ganz unbeschwert mit der Fremde vertraut macht. Ein Wunder, dass man auf dem Album »The secret life of Captain Ferber« vergeblich danach sucht. Dafür findet man dort 12 andere Songs, die alle möglichen Genres in Schieflage bringen – oder sie einfach nur sauber durchdeklinieren. Oft sind das dann Hits (zwei, drei Mal wird’s auch albern), die Jonas Poppe und Sebastian Dassæ aus ihrem Rechner und ihren Instrumenten kitzeln. Das nennt man dann wohl Rock’n’Roll-Disko. Oder besser: Disko-Rock’n’Roll!

Kissogram – »The secret life of Captain Ferber« (Louisville Records)

Sendung vom 25.11.2004 – Radio X
01. Le Tigre – After dark [Morel’s Pink Noise Vocal Mix] (Universal)
02. The Rapture – Alabama Sunshine (DFA Records)
03. LCD Soundsystem – Yeah [Crass Version] (DFA Records)
04. Rhythm King and her Friends – Fifteen (V.A. Team Kitty-Yo)
05. Raz Ohara – Hymn [Hardman Rmx] (V.A. Team Kitty-Yo)
06. Kissogram – Falling Star (Louisville Records)
07. Mysterymen – Waiting (DiskoB)
08. Wuzi Khan – Lost in whatever (Meteosound)
09. D Meteo & Tom Thiel – Miami (Meteosound)
10. Restiform Bodies – Sippy cup (Anticon)
11. Andrew Pekler – Arches (~scape)

Related posts

Schlagwörter:

  • email this
  • share this on facebook
  • tweet this

Eine Antwort auf Kissogram – »The secret life of Captain Ferber«

  1. Meta sagt:

    Das war wirklich eine gute Sendung bzw. ein schönes Weihnachtspräsent. Hat mir sehr gut gefallen, Danke! Die Playlist ist für alle Liebhaber der Elekronischen Musik nur zu empfehlen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Plattenteller

  • Rokia Traoré - Né So

    Rokia Traoré - Né So Rokia Traoré stammt aus Mali. Ihre Musik ist eine Verbeugung vor den Griots – malische Sänger, die die Tradition der Geschichtenerzähler pflegen und seit Jahrhunderten mündlich weitertragen.

  • Julia Kent - Asperities

    Julia Kent - Asperities Cello-Monotonie und -Melancholie mit viel Drama. Tracktitel wie »Flag of No Country« und »Empty States« sprechen Bände. Antony and the Johnsons und Swans durften bereits von ihrem Können profitieren.

  • Lea Porcelain - Lea Porcelain

    Lea Porcelain EP Das Debüt von Lea Porcelain hat einen ordentlichen Bums. Mehr noch einen Punch. Inspiriert von dunklen Mächten aus den großen Regenstädten dieser Welt.

  • Bersarin Quartett - III

    Bersarin Quartett - III Ambient-Electronica, wie für unsere Zeit gemacht. Als stünde da jemand mit weißer Flagge und schrie: runterkommmen!

  • Sea Moya - Twins

    Sea Moya - Twins Twins ist eine kleine Schatzkiste, zum Mögen, mit Soundteilchen aus aller Herren Länder. Der Computer als Vermittlungsstelle zwischen Psychedelic, Krautrock, Afrobeat und Electronic Funk.

Veranstaltungstipps Rhein-Main