Podcast February 2015

Weiterlesen

Schlagwörter: , , ,

  • email this
  • share this on facebook
  • tweet this

Kommentieren

Podcast January 2015

Weiterlesen

Schlagwörter: , , ,

  • email this
  • share this on facebook
  • tweet this

1 Kommentar

humanæ

Neither black nor white – there are many more nuances and subtleties to the human body. humanæ by Brazilian photographer Angélica Dass.

humanae

humanae

humanae

humanae

humanae

humanae

humanae

All Images © Angélica Dass.

Schlagwörter: , ,

  • email this
  • share this on facebook
  • tweet this

Kommentieren

Die besten Alben 2014 – Plätze 1


sb0114

Sebastians No. 1:

Antlers – Familiars
(Transgressive / [PIAS] Cooperative / Rough Trade, VÖ: 13.06.2014)

Antlers sind die uneingeschränkten Könige der lasziven Melancholie, des divenhaften Schmerzes und umschmeichelnder Trompeten, die die Seele in himmlische Spähren ziehen. Dabei erweisen sie sich stimmlich als so ausdruckstark, dass einem die Spucke wegbleibt. „Familiars“ ist ein Nachruf auf ein Heldenleben, das die Abgründe der menschlichen Existenz exemplarisch durchlitten hat. Und das beste dabei: Trotzdem zeugt die Platte von einem differenzierten Songwriting, das jedes Lied unverwechselbar macht. Und der Live-Act in Zürich erst einmal: Nur And Also the Trees in den 80ern konnten hinsichtlich Expressivität ähnliches leisten! Klare Platte des Jahres, noch klareres Konzert des Jahres!


sb0914

Gregors No. 1:

SOHN – Tremors
(4AD)

Nichts ruft Erinnerungen an die Vergangenheit so lebhaft wach wie Musik (Ebbot Lundberg und Björn Olsson dachten wohl ganz ähnlich, als sie ihre Band Soundtrack of Our Lives nannten). SOHN hat es sich wie kein anderer Sänger in diesem Jahr in meinem Gedächtnis gemütlich gemacht: Kaum war der Anker im Frühjahr ausgeworfen, hat sich »Tremors« auch schon in verschiedene Hirnregionen verteilt*. Tatort: Paris. Disquaire Day an einem Freitag im April. Rough Trade on Tour im hippen Point Ephemere. Unter anderem mit SOHN Unplugged. Am gleichen Tag dann das zweite Konzert des Londoner Electro-Soul-Künstlers im restlos ausverkauften Petit Casino. Wieder war der Kapuzenpullover tief ins Gesicht gezogen und von Christopher Taylor nichts zu sehen. Das nennt man wohl Zurückhaltung im Beruf. Trotzdem war das Konzert eine hochemotionale Angelegenheit und die Grundlage auf dem Weg zur Nummer Eins. Tremors ist mein Erinnerungsalbum des Jahres und ein sehr gutes dazu.

Epilog: Musik ist wie Essen, Sex oder Drogenkonsum. Wollen wir mal hoffen, dass das so bleibt!

*Was ich nicht wusste: Das Hörzentrum in der linken Hirnhälfte verarbeitet tendenziell eher Rhythmen, das in der rechten Hälfte vor allem Klänge und Töne. Was auch immer diese Teilung zu bedeuten hat!

Schlagwörter: , , ,

  • email this
  • share this on facebook
  • tweet this

Kommentieren

Die besten Alben 2014 – Plätze 2


Real Estate: Atlas

Sebastians No. 2:

Real Estate: Atlas
(Domino / GoodToGo, VÖ: 28.02.2014)

Diese Platte ist mein Lohn dafür, dass ich alle paar Tage mal bei Pitchfork reinschaue, denn ohne deren hohe Bewertung wäre ich nie auf sie aufmerksam geworden. So darf ich auf meine alten Tage noch einmal Musik in meinem Poll präsentieren, die wir früher (80er-Jahre) als Guitar-Pop bezeichnet hätten. Entsprechend habe ich bei „Atlas“ größte Felt-Gefühle (die Mehrheit wird wohl andere Referenzen nennen), nämlich solche der Gelassenheit und Klarheit. Und auch bei Silber wird deutlich: Es kommt nicht auf das Was (Guitar-Pop ist ja tot), sondern auf das Wie an. Diesbezüglich haben es Real Estate jedenfalls in ihrer Fähigkeit, strukturierte, leicht melancholische Songs zu schreiben, die sich in die Gehörgänge einfressen, ohne zu nerven, mit „Atlas“ zur Perfektion gebracht!


Jungle – Jungle

Gregors No. 2:

Jungle – Jungle
(XL/Beggars Group)

Der Name ist kein Zufall: Beim UK-Duo Jungle sieht wohl manch einer vor lauter Wald die Bäume nicht. Jungle klingen irgendwie indifferent unangestrengt. Das mag als Beschreibung verstören, je weiter man allerdings in die Tiefe ihres Bewusstseins eindringt, erklingt ihr Geist wie eine lebendige, glatte und seidig schimmernde Struktur. Die Platte läuft einfach so durch. Soulige Vocals auf Electro-Pop, am Stück durchproduziert, will man meinen, und komplett übertrieben. Alleine »Busy Earnin’« lief laut lastfm-Statistik 31 Mal (Quelle: Machtdose Musikprofil). Rekord. Ein gewaltiger Track mit symphonisch tragenden Bögen und nicht der letzte Hit, der sich auf dem Album finden lässt. Jungle sind, wie die einfache Empirie lehrt, ganz oben in den Charts!

Schlagwörter: , , ,

  • email this
  • share this on facebook
  • tweet this

Kommentieren

Die besten Alben 2014 – Plätze 4 – 3


Ja, Panik: Libertatia

Sebastians No. 4:

Ja, Panik: Libertatia
(Staatsakt / Rough Trade, VÖ: 31.01.2014)

Ja, Paniks letztes Album erwies sich als »Pornography« der sogenannten Diskurs-Musik (ob Pop oder Rock weiß ich nicht) und wurde von mir mit entsprechender Inbrunst rezipiert. Folgerichtig zog sich mein Gesicht nach den ersten Durchgängen von »Libertatia« ganz, ganz lang! Klar, denn belangloser kann ja wohl aufs erste Gehör nichts daherplätschern. Nach und nach verstand ich aber: Ja, Panik haben den Schlager salonfähig gemacht und wenn Österreich beim ESC nicht den Titel verteidigen müsste, könnte der nächste Beitrag aus diesem Album erklingen. Die typische J-P-Bittersweetness ist nämlich nun süßer als bitter, während das Beziehungsgeflecht in unserer Gesellschaft nicht mehr als von einer derartig existenziellen Tragik durchdrungen erscheint: Du hast eine Schlacht erfahren, trägst noch ihr Stürmen, ihr Fliehn, indessen die Schwärme, die Scharen, die Heere weiterziehn. One world, one love. Libertatia. Oder so ähnlich!


Von Spar – Streetlife

Gregors No. 4:

Von Spar – Streetlife
(Italic Recordings)

Mondwinde, Sternenstaub und ein bisschen Milchstraße – die Space Pop Ranger aus der Protogalaxie klingen auf ihrem vierten Album mal wieder unglaublich slick und durchproduziert. Das hier ist Sounddesign, meine Damen und Herren, prächtigste Hochglanzästhetik in Dur. Kraftwerk, Air, Neu!, Primal Scream, Raumschiff Orion und neuerdings einige Anteile Disco und Daft Punk mit 220 Gramm Polyesterflocken in das Stopfkissen gepackt und mit Nähnadel und weißem Baumwollfaden »Von Spar« appliziert. Von Spar sind weder gestern noch morgen. Von Spar sind das Beste aus allen Jahrzehnten und trotz ihrer Vielseitigkeit enorm homogen. Die Band hält ihren Proberaum einfach in Schuss! Wie, bleibt wahrscheinlich ihr großes Geheimnis. Bitte weitermachen!


The War on drugs: Lost in dreams

Sebastians No. 3:

The War on Drugs: Lost in dreams
(Secretly Canadian / Cargo, VÖ: 14.03.2014)

Dass das Wie wichtiger als das Was ist, beweisen The War ond Drugs eindrucksvoll mit ihrem jüngsten Husarenstreich, was bedeutet, dass Bronze an eine Band geht, die sich konservativ hauptsächlich auf Gitarren und Gefühl verlässt (wobei das Keybboard, wenn man genau drauf achtet, fast das Salz in der Suppe ausmacht). Jedenfalls schnappt sich hier – und diesen vielbemühten Vergleich muss auch ich bringen – Bob Dylan endlich mal ein unermüdbares Pferd, reitet damit tagelang durch die Prärie und wir dürfen ihm dabei in einer Staubwolke folgen, die sich in meinem Song des Jahres „In Reverse“ auflöst! Keinen habe ich so oft gehört, insbesondere bei Fahrten in den (häufigen Lehrer-)Urlaub. Danke, War on Drugs, dass ihr zeigt, dass es noch Konstanten auf dieser Welt gibt!


gm0314

Gregors No. 3:

Christian Löffler – Young Alaska
(Ki Records)

Ein Gewebe aus fabelhaften Umschreibungen, die sich hier im Laufe der Jahre über hunderte von Albumbesprechungen turmhoch gestapelt haben, wird bei »Young Alaska« zur großen Leinwand. Für Alben dieser Art gibt es momentan nicht ausreichend Anlegeplätze, zumindest höre ich kaum einen Hafenmeister nach dem Hafenschlepper rufen. Young Alaska paart angewandte Spitzfindigkeit mit Know-how jenseits der Binnengewässer. Zum Glück ist Löffler mittlerweile Weltumsegler, was ihm am Ende deutlich mehr Beachtung schenken wird als auf seinem letzten Album. Und was sagt die Spektroskopie? In seine Einzelteile zerlegt, findet man sich schlagartig mitten im Spiel aus Oberwasser, Nebelbank und deutscher Romantik. Immer dieser exzessive Gebrauch der Metapher, ich weiß.

Schlagwörter: , , ,

  • email this
  • share this on facebook
  • tweet this

Kommentieren

Die besten Alben 2014 – Plätze 7 – 5


Jungle: Jungle

Sebastians No. 7:

Jungle – Jungle
(XL / Beggars / Indigo, VÖ: 11.07.2014)

Perfekte Clubbing-Dance-Music im neuen Gay-Style, die unzählige Assoziationen an mindestens zehn Formen synthetischer Musik und mindestens vier Jahrzehnte zulässt und dabei trotzdem klinisch rein erscheint! Jeder Song ein Hit und live erstaunlicherweise grandioser, als man vermuten würde!


Goat – Commune

Gregors No. 7:

Goat – Commune
(Rocket Recordings)

Es bleibt wie es ist: na, na, naaa’s und oooooooohhhhs im Duell mit Wah-Wah und Verzerrer. An anderer Stelle gelesen: Hypnotic Hippie Hoodoo! Warum die Musik der Goats auch auf dem zweiten Album funktioniert? Weil wieder aus dem Bauch heraus komponiert wurde (was dem einen sein Kopf, ist dem anderen sein Bauch). Ihre Motivfragmente werden wieder vielfachen Wiederholungen unterworfen, ihr Sound hat Heilkraft, ihre Betörung Methode. Das Erfahrungsfeld der Sinne – alles wird eins. Wie eine gute Meditation. Bei den Goats denkt man sofort an ferne Völker und exotische Rituale. Es heißt, ihr Heimatdorf Korpilombolo in nächster Nähe zum Polarlicht wurde einst in Brand gesteckt. Die überlebenden Bewohner kehrten zurück, bauten die Häuser wieder auf und beschworen die Geister, die bis heute auch die Goats antreiben.


Planningtorock: All love´s legal

Sebastians No. 6:

Planningtorock – All love´s legal
(Human Level / Rough Trade, VÖ: 14.02.2014)

Selbst für die Anthroposophen ist das Zwittertum die Zukunft der Menschheit! Da verwundert es nicht, dass auch ich mit Regenbogenfahne auf Planningtorocks Liebesparade in die Zukunft mitmarschieren möchte! Ja, ich bekenne offen: Ich möchte Teil diese Bewegung sein! Abgesehen davon besticht das Album nicht nur mit seinen mantraartigen hochkorrekten Botschaften wie »All love’s legal«, »Gender’s just a lie« oder »Patriarchy over & out«, sondern vor allem durch seine eindringlichen Songideen, die mal wie ein aufs Wesentliche reduziertes »Get Lucky«, mal animalisch, immer aber melancholisch traumverzehrt (sehr wohl) zum Mitschunkeln animieren. Eine perfekte Mischung aus Individualität, wozu im Übrigen auch der geschlechtslose, schwer zuzuordnende, teils absurd verfremdetet Gesang beiträgt, und Rezipienten/-innenfreundlichkeit!


Einar Stray Orchestra – Politricks

Gregors No. 6:

Einar Stray Orchestra – Politricks
(Sinnbus)

Das Wunderkind-Phänomen – auch auf Einar Stray übertragbar? Das will uns zumindest die Presse weismachen. Unter dem erweiterten Namen Einar Stray Orchestra ist in diesem Jahr das zweite Album des Norwegers erschienen. Orchestra deshalb, weil die Biotechnologie noch an der menschlichen Kopie arbeitet und Einar Stray bis dahin auf Kollegen zurückgreifen muss, die das Instrumente spielen beherrschen. Und in der Tat: Das Einar Stray Orchestra steht in bester Wunderkindtradition zu Sufjan Stevens, Patrick Wolf oder auch Owen Pallett. Ein Juwelen- und Perlenbad ist Politricks geworden, das von Mal zu Mal besser wird. Und gerecht bleiben sollten wir auch: Es sind die Streicher, das Orchestrale und das Gemeinschaftliche, das die Erhabenheit des Albums erzeugt. Das Wunder tritt erst dann zu Tage, wenn man es in seine Einzelteile zerlegt.


Wild Beasts: Present Tense

Sebastians No. 5:

Wild Beasts – Present Tense
(Domino / GoodToGo, VÖ: 21.02.2014)

2014 stand für mich im Zeichen der Wild Beasts. Da ich die „Smoother“ im Gegensatz zu Gregor damals nicht verstanden und die Veröffentlichungen davor nicht gekannt habe, konnte ich mir also mit allen vier Platten der Wild Beasts dieses Jahr versüßen. Flamingos, Pfauen und Tatoos auf muskulösen Männeroberarmen, die sich sanft ausstrecken, geben den Hintergrund für eine paradiesische Harmonie, die gleichzeitig als Ausdruck einer ästhetisch-sozialen Utopie erscheint. Das Timbre, welches an Gefühlfülle kaum zu überbieten ist, entwickelt sich auch mittels des Wechsel der Männerstimmen, wobei zweitere immer haarscharf am Schwulst vorbeisingt, wohlbemerkt: vorbei. – »Wanderlust // With us, the world feels voluptuous // I just feel more, with us // It’s a feeling that I’ve come to trust«. Einer meiner Lieblingssongs in diesem Jahr!


The War on Drugs – Lost in the Dream

style=”padding-left:10px;padding-top:10px”

Gregors No. 5:

The War on Drugs – Lost in the Dream
(Secretly Canadian)

Die Besonderheit der War on Drugs erkennt man schon am Gesichtshaar ihres Sängers. Entgegen dem herrschenden Zeitgeist trägt er keinen 6-Zoll-Rauschebart. Noch viel verdächtiger: sein schulterlanges Haar und die blaue Jeansjacke. In diesem Rahmen, oder richtiger, im Hinblick auf diese Beobachtung steht die übelste aller Nachreden im Raum: The War on Drugs machen Classic Rock! Autor verschreckt Leser? Nun gut, bei ernsthafter Betrachtung bleiben die entscheidenden Fragen andere: Was macht die Band aus Philadelphia so groß? Was macht dieser unfassbar gute Einstieg ins Album (»Under the preassure«) mit dir und deinem Leben? Und vor allem für die Band von Interesse: Wann gelingt der Sprung auf das Cover des Rolling Stone? Der Sound ist da, jetzt fehlt nur noch das Stadion, in dem er erklingen kann…

Schlagwörter: , , ,

  • email this
  • share this on facebook
  • tweet this

1 Kommentar

Plattenteller

  • Roman Flügel - Happiness Is Happening

    Roman Flügel - Happiness Is Happening Ein Singer-Songwriter-Album ohne Stimme, ein Konzeptalbum ohne Konzept – so beschreibt das Hamburger Label Dial das Album von Roman Flügel. "Ein kleiner Trip" schreibt die Machtdose.

  • Silk Rhodes - Silk Rhodes

    Silk Rhodes Glatt, glitschig und genial. In meinem Herzen entfalten sich feinwürzige Noten des Lavendels. Wer hat »Ohhhh-uuh-uuh« zuletzt so gut über die Lippen gebracht?

  • Andy Stott - Faith in Strangers

    Andy Stott - Faith in Strangers Auf das Wetter ist verlass: Grauer-Himmel-Zeit = Düsterpop-Zeit. "Tradition through darkness and light".

  • Loscil - Sea Island

    Loscil - Sea Island »I found the language of thermodynamics to be quite evocative, particularly in relation to music.« Musikalische Darstellung von Energieumwandlung? Loscil's Musik fließt in Bögen und Schleifen.

  • Jon Hopkins - Asleep Versions

    Jon Hopkins - Asleep Versions Schönheit im Schlaf. Aufgenommen wurden die vier Stücke in den Sundlaugin Studios in der Nähe von Reykjavik. Man spürt die heißen Quellen.

Veranstaltungstipps Rhein-Main