Die besten Alben und besten Tracks 2011


Gregors No. 1:

The Field – Looping State Of Mind
(Kompakt / Rough Trade, VÖ: 07.10.2011)

Erstaunlich: Der Blick auf Rolands Beschreibung aus 2007 (»Nimm den Loop, walke ihn in alle Richtungen zu dünnem Teig, grad so, dass er nicht reißt. Und lecker is’«) und meiner aus 2009 (»Um halb Fünf geht die Sonne auf. Selbstgemachte Marmelade auf frisch gebackenem Brot. The Field dazu. Auf der Veranda und leicht verdrogt.«), lässt ahnen: die Machtdose ist ein Familienbetrieb (oder mein Unterbewusstsein war aktiv). Warum ich zitiere? Prinzipiell wird die Musik von The Field immer noch aus Teig gemacht und das wird wohl auch so bleiben. Das, was man früher mal »repetitiv« nannte, heißt bei Axel Willner plötzlich Loop (als quasi-Genre und Alleinstellungsmerkmal durchaus okay), eine Tonsequenz, die man ohne Brüche mehrfach hintereinander abspielen kann. Das klingt eigentlich nach Langeweile, was da aber über acht, neun, zehn Minuten auf den restlichen Spuren so alles passiert ist wie immer: unschlagbar!


Sebastians No. 1:

01. Nicolas Jaar – Space is only noise
(Circus Company / Rough Trade, VÖ: 04.02.2011)

Auch das angenehmste und zeitüberdauernste Album ist für mich in diesem Jahr (wie das von Mogwai) ein vornehmlich instrumentales. Nahezu alle geschätzten Spielarten elektronischer Musik, Eric Satie und ein ganz kleines bisschen Jazz verbindend, bot es den idealen Soundtrack für meine diesjährigen Vergewisserungen, dass das Sein an sich – also ohne dass man etwas machen muss – doch etwas Schönes ist.


Rolands No. 1:

01. Colin Stetson – New History Warfare Vol.2: Judges
(Constellation / Cargo, VÖ: 25.02.2011)

Colin Stetson ist der Saxophonbegleiter von so ziemlich jedem derzeit. Hier widmet er sich seinem Instrument in einer Weise, dass man erstmal von Fetischismus sprechen kann. Jeder Track wurde in einem durchgängigen Take aufgenommen, mit nur einem Spielgerät, von dem der komplette (!) Sound stammt. Mag man kaum glauben und fassen. Dutzende Mikrofone standen bei der Aufnahme bereit, man sitzt praktisch im Bauch des Saxophons, hört jedes Ächzen und Seufzen, fast schon, wie die Spucke von den Innenwänden tropft. Ein Klangirrsinn, komplett außerirdisch. Trotzdem – und das ist wichtig – nie hat man dabei das Gefühl, irgendeinem masturbatorischen Gegniedel beizuwohnen, sondern alles ist durch ziemlich strikten Minimalismus in der Komposition bzw Struktur gebändigt. Extremst aufregend und meditativ zugleich. Kurzum: ein Monolith, ein Gigant von Platte.


Gregors Top 10: Tracks

  1. John Maus – Hey Moon (Upset! The Rhythm)
  2. Washed Out – Amor Fati (Sub Pop)
  3. Frank Ocean – Novacane (Frank Ocean Self-Released)
  4. Holy Ghost! – Do It Again (DFA, Cooperative Music)
  5. Black Lips – Modern Art (Vice Records)
  6. Iron & Wine – Glad Man Singing (4AD)
  7. Destroyer – Chinatown (Merge Records)
  8. FM Belfast – Stripes (Morr Music)
  9. Lamb – Rounds (Strata)
  10. PJ Harvey – The Glorious Land (Island Records)
  11. tUnE-yArDs – My Country
  12. Peaking Lights – All The Sun That Shines (Domino)

Sebastians Top 10: Tracks

  1. Ja, Panik – Nevermind
  2. Peter Licht – Begrabt mein I-Phone an der Biegung des Flusses
  3. James Blake – Lindesfarne I
  4. Death Cab for Cutie – Doors unlocked and open
  5. Peter Licht – Neue Idee
  6. Ada – The Jazz Singer
  7. Digitalism – Circles
  8. Ghost Of Tom Joad – Just like a dog
  9. Barbara Panther – Dizzy
  10. Michaela Meise – Preis dem Todesüberwinder

Rolands Top 10: Tracks

  1. Metronomy – The Bay
  2. The Crossfaders – Deep Drop
  3. Bombay Bicycle Club – Shuffle
  4. Elbow – With Love
  5. Dominik Eulberg – Das Neunauge
  6. tUnE-yArDs – My Country
  7. Yuck – The Wall
  8. Digitalism – 2 Hearts
  9. Battles feat. Matias Aguayo – Ice Cream
  10. PeterLicht – Sag mir, wo ich beginnen soll

NICHT VERGESSEN! Wir sind wirklich wahnsinnig neugierig auf Eure Nennungen – keine Scheu, wenn Euch nur 3 Alben einfallen, her damit. Wenn Ihr aus 30 Alben nicht auswählen könnte, her damit! Gleiches für Singles, Videos oder was Euch sonst einfallen mag. Danke. Also: Danke!

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44 Antworten auf Die besten Alben und besten Tracks 2011

  1. Jan sagt:

    Meine Nummer 1 ist:
    1. Nicolas Jarr – Space is only noise (Circus Company / Rough Trade, VÖ: 04.02.2011)

    Und bei den Songs sieht es wie folgt aus:
    1. Ghost of Tom Joad – Wild Things
    2. PeterLicht – Das Ende der Beschwerde
    3. James Blake – Fall Creek Boys Choir
    4. Ja, Panik – Nervermind
    5. Kuedo – Seeing the Edges
    6. Bon Iver – Perth
    7. Apparat – Escape
    8. M83 – Midnight City
    9. Neon Indian – Era Extrana
    10. La Dispute – I See Everything
    11. Digitalism – Circles
    12. Ada – The Jazz Singer (Reimagined by Ada)
    13. Burial – NYC
    14. Girls – Vomit
    15. Battles – Futura
    16. Jamie Woon – Night Air
    17. James Blake – Unluck
    18. Son Lux – Flickers
    19. Skrillex – Scary Monsters and Nice Spirtes
    20. The Antlers – No widows

  2. Roland sagt:

    Ich bin ja großer Field-Fan bisher immer gewesen. Und die diesjährige Platte kriegt so fette Props ab wie noch nie meiner Wahrnehmung nach. Aber ich fand die nicht so die Offenbarung, war mir doch zu sehr same same. (Ausnahme: Like für „Arpeggiated Love“).

    Die Nr. 1 von Seb mit Jaar nehme ich jetzte (endlich) als Anlass kurz was zum sog. Post-Dubstep zu sagen. Wie sicher bemerkt, bei mir keine Jaars, Blakes und Woons, finde ich nämlich alles okay bis langweilig. Meistens geht es mir so: mir fehlen da so drei bis vier Spuren, das klingt für mich alles nach Rohbau. Theoretisch kann ich nachvollziehen, dass man das nun auch gerade gut finden kann, werde aber den Verdacht nicht los, das sei doch eher der Mode grad geschuldet als dass es tatsächlich zündete. (Ganz abgeneigt bin ich dem Genre übrigens nicht: erst dieses Jahr die Mount Kimbie entdeckt, die nun wieder überragend gut ist und ich nachträglich sehr hoch einpollen würde fürs letzte Jahr bzw. in meine diesjährige Top10 gehörte, wenn halt nicht im letzten Jahr erschienen usw.)

    Colin Stetson: fast sollte man sich übrigens nicht das Video ansehen (denn das ist vom Visuellen ja dann wieder nah dran am „mastubatorischen Gegniedel“, einfach wegen der Anstrengung) -> Tip also: in Ruhe anhörn und zwar die ganze Platte.

  3. Roland sagt:

    Bei den Tracks, die ich noch nicht kannte, sind mir positiv aufgefallen:
    – Iron and Wine
    – FM Belfast (hatte ich auch mal im Podcast übrigens)
    …da hör ich auch mal in die Alben rein.

  4. [jo.han.nes] sagt:

    James Blake – James Blake
    The Roots – Undun
    Ghost Of Tom Joad – Black Musik
    Feist – Metals
    Casper – XOXO
    Adolar – Zu den Takten des Programms
    Smith & Burrows – Funny Looking Angels
    Death Cab For Cutie – Codes And Keys
    Bon Iver – Bon Iver
    William Fitzsimmons – A Gold In The Shadow

  5. Gregor sagt:

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich Willner dieses Jahr zu seinem Lebenswerk gratulieren wollte. Drei tolle Alben in fünf Jahren sind ein guter Grund dafür. Was ich mit deiner 1 anstellen soll, Roland, bleibt noch ein Rätsel. Ich versuch’s aber noch mal.

  6. Roland sagt:

    Johannes: du bist ja die ideale Schnittmenge von uns Dreien (allerdings: Adolar / Smiths & Burrows, noch nie gehört, toll, werd ich bald nachholen).

  7. Roland sagt:

    Gregor: Ja, ich bin schon auf Sebs Reaktion auf meine NO1 gespannt :)

  8. Daniel Zero sagt:

    MY TOP 10 ALBUMS 2011

    1 M83 – Hurry Up, We’re Dreaming
    2 Zola Jesus – Conatus
    3 The Fall – Ersatz G.B.
    4 James Blake – same
    5 Noel Gallagher’s High Flying Birds – same
    6 Lady Gaga – Born This Way
    7 The Vaccines – What Did You Expect from the Vaccines?
    8 Superstolk Weihnachtsgala EP
    9 Trackscheisser – Serviervorschlag EP
    10 Daniel Zero – Life Of A Cavenan EP

    *Cheers

  9. Roland sagt:

    @Daniel Zero. Thanks (gleich mal mir deine EP zum Runterladen geschnappt). Zola Jesus muss mir auch noch mal jemand erklären (und ich komme ja traditionell aus der Goth-Ecke, jedenfalls irgendwie), allerdings beim Intro deiner Nr. 1 macht sie ja auch mit, das fand ich ganz ok. [M83 kann ich immer höchsten zwei Lieder hintereinander aushalten – zu süß – damit wirds schwer fürs Album].

  10. Gregor sagt:

    Um mal eine Merkwürdigkeit zu erwähnen: Apparat, der Mann, der hier über Jahre hochgschrieben wurde, mit keinem Ton im Poll, trotz Apparat-Band, Mute und die großen Indie-Gesten. Merkwürdig. Weitere folgen…

  11. Jan sagt:

    @Gregor: Apparat wurde im diesjährigen Poll sowohl genannt (Jan) als auch kommentiert (von mir).

  12. seb sagt:

    Habe schon befürchtet, dass bei Gregor „The Field“ auf Platz 1 ist. Ich find das sooooo etwas von langweilig, aber vielleicht fehlt mir auch irgendein Chromosom dafür. – Rolands Nummer 1 wiederum habe ich in der Vergangenheit mehrmals angehört, allerdings nicht mehr als wohlwollendes Interesse empfunden. Ist mir halt zu sperrig! – Rolands Songnennungen von 10-8 kann ich sehr gut nachvollziehen. Im Übrigen wurde Battles dieses Jahr etwas unterschätzt. – Nun zum s.g. Post-Dubstep: Was jetzt NJ mit JB und JW so gemeinsam haben soll, dass man es in eine Musikrichtung einordnet, ist mir absolut unverständlich. NJ – der (fast) ohne Gesang auskommt, was m.E. nicht unwesentlich ist – hat für mich damit wenig zu tun und erinnert mich in etwa so an JB wie Eric Satie allgemein an Ambientmusik, also ein bisschen. Ganz zu schweigen von Mount Kimbie! Ich wäre nie auf die Idee gekommen, die mit Jamie Woon zu vergleichen. Ich mein, letzter macht doch ganz normale Songs mit Refrain und so … Kann mir das mal jemand erklären, was daran so gleich sein soll, dass man es alles zusammen abhandelt? Überhaupt: Ich habe die James Blake ohne jegliche Vorahnung Anfang Januar gehört und sofort die ersten Lieder als umwerfend empfunden. Kann sein, dass das jetzt modisch ist, aber ich hab nix gegen Mode, wenn sie gut ist. Abgeshen davon fand ich Burial 2007 gut und jetzt noch immer (Das ist doch, glaube ich, auch Dubstep, oder? Und Skrillex auch, od)er?

  13. Roland sagt:

    Gemeinsamkeiten (wie oben erwähnt) Sparsamkeit/Reduktion und sicher auch Art des Beats bzw. Rhythmik. „Post“-Dubstep soll daran sein, dass vom klassischeren Clubgenre mehr Autorschaft hereingerät (auch darin könnte man die drei in eins packen). Aber natürlich sind so Zusammenpackungen auch immer künstlich.

  14. im selbstversuch alles durchgehört. dann also hier meine verbohrten, aus einer ganz anderen epoche stammenden kommentare zur machtdose-liste. dass mir das insgesamt alles zu bildungsbügerlich, zu schön, zu verträumt, zu geschmackvoll, zu sehr ernste musik usw. ist, habe ich schon mal angemerkt. mich irritiert das. aber die leute, die das zusammenstellen, sind ja auch nicht mehr im pop-alter.

    (pop-alter: dbei mir war das beginnend mit 11, als ich zum ersten mal hitparaden hörte und slade (auch t.rex und sweet) mochte, dann mit 16, als ich fanatischer Dylan-anhänger wurde (was ich bis heute bin), das „rocklexikon“ auswendig lernte und mir seltsame platten bestellte, die durchaus eher erwachsen & gekonnt waren. vor allem aber dann erst mit 19, als ich den schwenk von Sounds zur New Wave mitvollzog und für 3 glückliche jahre (+ 3 jahre nachhall) quasi synchron war mit dem tiefgründigeren pop-zeigeist. das ende kam mit 25: ich interessierte mich dann auch noch für neue sachen, aber es berührte mich nicht mehr. für musik-enthusiasten über 30 beginnt dann der jazz, neue musik, klassik, zeitloses zeugs. das kann gut sein, aber aufregend ist es in den allerseltensten fällen, und ich habe weitgehend das ausgelassen. nebenbei habe ich eigentlich alles verpasst, was die musikalische sozialisation dieses blogs ausmacht, was dieses selbst-experiment für mich interessant machte.)

    generell: über elektronische musik kann ich nicht viel sagen. ansonsten: insgesamt scheine ich ein problem mit den gesangsstimmen heutzutage zu haben. ich höre seit jeher das meiste über die stimme, und diese arten zu singen sagen mir nichts. da ist keine stimme dabei, die ich mir gemerkt hätte.

    was mir also gefällt aus der liste:

    Ja, Panik: Nevermind. Ja gut, das finde ich auch großartig. überhaupt die band. viel besser als der andere deutsche indie-pop.
    seltsames dylan-revival übrigens von österreichern, jemand schickte mir das auch sehr gute stück „urwerk“ vom „Nino aus Wien“: http://www.youtube.com/watch?v=tLaX3IOw13A

    Peter Licht: da komme ich nicht mit. vor kurzem im autoradio gehört, ohne es zu kennen, und den text furchtbar gefunden. bedeutungshubernder ich-schlager.

    James Blake: das ist richtig gut, wie ich eher widerwillig zugeben muss, weil mir sowas eigentlich zu prätentiös ist. (wenn mir das jemand beschreiben würde, wäre ich misstrauisch.)

    Metronomy: je länger ich das höre, desto besser gefällt es mir.

    Feist: ich verstehe, warum man das gut findet. ich mag die meisten frauen/mädchenstimmen nur nicht (das ist idiosynkrasie). überraschender weise finde ich aber …

    … Laura Marling: ausgesprochen gut. definitiv mädchen-songwriter-genre, was ich eigentlich verabscheue, aber da ist ein extra in der stimme dabei, das mich überrascht.

    von den einzeltracks habe ich nur auf wenige positiv reagiert:
    Battles: Ice Cream. gefällt mir sehr gut.
    PJ Harvey, Glorious Land: gefällt mir gut.
    Digitalism: das hat schon was. das ist jedenfalls pop im guten sinn.
    Elbow: guter sänger. zeitlos, irgendwie.

    restliche notizen:

    Nicolas Jaar – gefällt mir schon, aber es ist halt Kunst: sehr gekonnt, sehr geschmackvoll, sehr subtil … also nicht Pop. wie auch Hauschka. und Pop ist ja die königsdisziplin, nicht geschmackvolle erwachsenenmusik. das gilt ganz anders auch für Colin Stetson (ich verstehe da schon, was roland meint, und es ist schmutziger.)

    Wild Beasts und Jonas David: ich mag ein zwei oder drei fleet foxes-stücke, zu meiner eigenen überraschung, aber hier spricht micht nichts unmittelbar an. ist aber auch nicht mein genre.

    Moon Duo: höre ich gern, weil diesen jahrzehnte alten sound und das genre mag, aber wieso unter den top ten eines jahres? ich konnte nicht erkennen, dass sie dem viel eigenes hinzufügen. gut gemacht, das schon.

    Cut Copy: sympathisch. wie anders auch Ghost of Tom Joad. aber nichts besonderes. Yuck: ganz guter genre-sound, aber warum genau wird das hier jetzt dem großen berg vergleichbarer musik hinzugefügt? es müsste ja etwas eigenes dazukommen.

    Mogwai: das ist schon irgendwie gut, aber nicht meine tasse tee. ich mochte schon in den 70ern keine prätentiösen rockbands, die das zu kunst steigern wollten.

  15. seb sagt:

    @martin lindner: Danke für die Mühe, die du dir gemacht hast! Manche Kommentare könnten treffender nicht sein (wie z.B. zu Moon Duo oder Yuck :-))) – Obwohl hier Konzertrankings nicht so angesagt sind, hier meine acht Live-Acts, die mich am meisten überzeugt haben
    • I Like Trains
    • Murder
    • Tu Fawning
    • Battles
    • Mutter
    • Errors
    • Envy
    • Mogwai
    Und meine beiden Filme des Jahres:
    • Tree of Life (Terrence Malnick)
    • Die Mühle und das Kreuz (Lech Majewski)

  16. roland sagt:

    @Martin. Ich find die Kommentare auch sehr passend, selbst bei meinen Favoriten. Lustig übrigens, dass zB Battles gerade sone Band sind, die nun unbedingt „Kunst“ sein wollen (so in meiner Wahrnehmung), siehe Video. Siehe aber vor allem Erstlingsplatte, die war jetzt gerade für mich ein Paradebeispiel von artsy-fartsy (mit der neuen zum Glück etwas abgelegt).

  17. roland sagt:

    What Dubstep is for… check this mix, großartig: http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=32267

  18. Matthias sagt:

    Puh, normalerweise kann ich mich nicht dazu durchringen, solche Listen zu machen. Last.fm macht es einem etwas leichter, daher immerhin meine Top 5 von dort:

    * James Blake – fast alles ;)
    * Teebs – Ardour (ok, das ist eigtl. von 2010)
    * Robot Koch – The Other Side
    * SBTRKT – SBTRKT
    * Ghostpoet – Peanut Butter Blues and Melancholy Jam

    Aber es gab wirklich viel gute Musik 2011, so kann es im nächsten Jahr gern weitergehen.

  19. Gregor sagt:

    Habe mir heute im fnac eine Gang Of Four Gold Compilation besorgt! Bei Sebastian freue ich mich riesig, dass die große Langeweile, um hier mal beim meistgenannten Wort zu bleiben, dieses Jahr erstmals abgelegt werden konnte. Wenn ich nicht irre, führt hier lediglich deine 10 ins Leere. Weiter so. Recht hast du prinzipiell schon, Martin, ich würde nur behaupten, dass man mit 30 alle Spielarten der Musik hinter sich hat (und mit etwas Glück begegnet man auf seinem Weg etwas ähnlichem wie Dubstep). Meine Mitstreiter und ich hatten nur das große Pech, dass wir nach 30 immer noch gefallen an Musik hatten, ich glaube eher instinktiv und auf der reinen Gefühlsebene (vielleicht haben wir uns auch ein wenig angestachelt). Die, die mit 25 ihr Ende setzen, hören dann entweder gar keine Musik mehr oder mit 50 immer noch den alten Kram (bestes Beispiel ist hier wohl die Metal-Szene), manche vielleicht Jazz oder Klassik, da sehe ich aber eher Ausnahmen. Die lauten Revival, wie sie Gang Of Four oder Devo gerade letztes Jahr verkündet haben, laufen bei mir übrigens ebenfalls ins Leere. Das bringt selten was. Unter’m Strich könnte man sich nach all den Kommentaren auch der gängigen These anschließen: Die Popkultur ist Tod! Unabhängig vom eigenen Alter ist sie doch wenigstens in die Jahre gekommen.

    An alle: Dem Poll seine Leser sind übrigens auch in die Jahre gekommen. Wisst ihr noch, was hier früher los war?

    Und Grüße an alle! Ich hänge hier in der Bretagne rum. Eben erst einen Spaziergang an der Küste gemacht. Superbe. Frohes Fest!

  20. Gregor sagt:

    Ach, und bevor ich es vergesse: »Retromania« (Simon Reynolds) lesen, das meistdiskutierte Buch der postpopkulturellen Gegenwart. Darin geht es um nichts anderes…

  21. Alex sagt:

    soooooo….. nun wird es hier mal langsam Zeit für ein bisschen weiblichen Einfluss ;) …keine Ahnung ob ich das jetz richtig mache, denn ich sehe hier kein X Seb, aber ich poste einfach mal meine zusammengestellten Listen drauf los. Ich passe nicht so 100% in euren Geschmacksbereich, aber daran soll es ja nicht scheitern… denn über Geschmack lässt sich ja bekanntlich – und auch zum Glück – streiten, denn sonst hätten wir ja hier nix zu diskutieren!

    Also los gehts:

    Beste Alben 2011:

    1. Bodi Bill – What?
    2. Mogwai – Hardcore will never die, but you will
    3. Kasabian – Velociraptor
    4. The Rapture – In the Grace of your Love
    5. TV on the Radio – Nine Types of Light
    6. Lykke Li – Wounded Rhymes
    7. James Blake – James Blake
    8. PJ Harvey – Let England Shake
    9. And you will know us by the Trail of Dead – Tao of the Dead
    10. Patrick Wolf – Lupercalia

    Weitere Schönheiten:

    I heart Sharks – Summer
    White Lies – Ritual
    Iron & Wine – Kiss each other clean
    Paper Cuts – Fading Parade
    Dum Dum Girls – He gets me high
    Elbow – Build a Rocket Boys!
    Art Brut – Brillant! Magic!
    Digitalism – I love you, Dude
    The Antlers – Burst apart
    Incubus – If not now, when?
    Casper – XOXO
    Cant – Dreams come true
    Boots Electric – Honkey Kong
    Peaking Lights – 936
    Bon Iver – Bon Iver
    Manchester Orchestra – Simple Math
    The Canvas Divine – Color the Sun

    Best Tracks (ungeordnet und wohl auch noch erweiterbar):

    James Blake – Limit to your Love

    http://www.tape.tv/vid/107731

    James Blake – The Wilhelm Scream

    http://www.tape.tv/vid/115651

    I heart Sharks – Wolves

    http://www.tape.tv/vid/112571

    The Rapture – In The Grace of your Love
    The Rapture – Miss you

    http://youtu.be/lgZ7Jo1cE_w

    Patrick Wolf – Time of my Life

    http://www.tape.tv/vid/140611

    Digitalism – Blitz

    http://youtu.be/xymjDyGIvQ4

    Casper – Michael X

    http://www.tape.tv/vid/136961

    TV on the Radio – No Future Shock

    Kasabian – Acid Turkish Bath (Shelter From The Storm)
    Kasabian – Switchblade Smiles

    http://www.tape.tv/vid/158111

    Lykke Li – I follow Rivers

    http://www.tape.tv/vid/115671

    Mogwai – White Noise
    Mogwai – Rano Pano

    White Lies – Bigger than us

    http://www.tape.tv/vid/109081

    PJ Harvey – In the Dark Places

    http://www.tape.tv/vid/121921

    Bodi Bill – Hotel

    http://youtu.be/9y0UNwjmPyE

    Incubus – Promises, Promises

    http://www.tape.tv/vid/128211

    Enttäuschungen des Jahres:

    Metronomy – The English Riviera
    Dredg – Chuckles and Mr. Squeezy
    The Strokes – Angles
    Bright Eyes – The Peoples Key
    The Decemberists – The King is Dead
    Cold war Kids – Mine is yours
    Okkervil River – I am very far
    Arctic Monkeys – Suck it and See
    Portugal. The Man – In the Mountain in the cloud

    Best Live DVDs:

    Archive – Live in Athens

    Biffy Clyro – Revolutions Live at Wembley

    http://www.tape.tv/vid/132731

    Best Concerts 2011 (ungeordnet):

    Incubus – Southside Festival 2011
    Lykke Li – Southside Festival 2011
    The Klaxons – Southside Festival 2011
    I heart Sharks – Kassablanca Jena
    Interpol – Zenith München
    Mogwai – LKA Stuttgart
    Archive – Karlsruhe Substage
    Queens of the Stone Age – München Tonhalle
    Alin Coen – Ulmer Zelt
    Editors – Melt Festival 2011
    These new Puritans – Melt Festival 2011
    Patrick Wolf – Karlstorbahnhof Heidelberg
    Skunk Anansie – Das Fest Karlsruhe 2011
    The Canvas Divine (Ulmer Band!) – Club Schilli

  22. roland sagt:

    @Alex ach, das bewegt sich doch noch in derselben Geschmackswolke. I heart Sharks (jetzt erstmal der genannte Hit), nice, kannte ich noch nicht…

    Von Metronomy ist meiner Erfahrung enttäuscht, der die vorigen beiden Alben sehr mochte (ich kannte da nur einzelne Tracks zuvor), das jetzt nicht mehr ganz so offensichtliche Elektrowackel hat jetzt also einem eher „gedämpften“ Sound Platz gemacht, der wahrscheinlich dann zu distinguiert oder snobistisch daherkommt.

  23. roland sagt:

    @matthias danke! teebs… lässt sich auch gut an…

  24. seb sagt:

    @Alex: Das Einizge, was mir in deiner Liste richtig fies erscheint, ist Incubus, ansonsten gibt es ja tasächlich ne Menge Überschneidungen.
    Noch eine kleine Erweiterung meines Polls: Beste Nachzüglerplatten aus dem Jahre 2010:
    – Tokyo Police Club – Champ (mit dem Überhit zum Quadrat „Wait up“, der wahrscheinlich Nr. 1 bei meinen Lieder letztes Jahr geworden wäre)
    – Junip – Fields (wäre wohl in meine Langen-Top-6 gekommen)

  25. Alex sagt:

    @Roland: Exakt! …genauso geht es mir bei Metronomy. Ich bin ein Fan der ersten Stunde und bin früher auf Konzerten dermaßen abgegangen und muss mich nun mit dem „neuen Sound“ und der „Radiotauglichkeit“ anfreunden, was mir nicht gerade leicht fällt…

    @Seb: Incubus sind immer noch eine Ausnahmeband, die sich einfach immer weiter entwickelt! :) …das Album habe ich zugegebenermaßen nach der ersten Euphoriephase kaum noch im Player, aber „Promises, Promises“ is immer noch ein Ohrwurm. Außerdem finde ich es gut dass sie in allen Interviews offen zu ihrer „neuen Seite“ (Der Titel „If not now, when?“ soll dies auch ein wenig symbolisieren) stehen und ihnen auch offenkundig bewusst ist wieviele Fans sie damit verlieren könnten… was uns direkt wieder zu Metronomy führt…oder auch MGMT (ähm ja, sorry)… haha. aber bei letzteren finde ich ist dieser Respekt eben einfach noch nich da …und nach den Hitwundern kam nun eben einfach der Absturz. Obwohl Metronomy ja offensichtlich viele Fans mit ihrem neuen Album gewonnen haben (siehe Intro-Jahres-Alben-poll Platz 3 und „The Look“ – Platz 2)

  26. Nesluap sagt:

    So, nu die komplette Liste, kam an Weihnachten einfach nicht dazu:

    Alben:

    10. Nicolas Jaar – Space is only Noise
    Zu Beginn hat mich diese Platte wirklich umgehauen! So viel verschiedene Stilmittel vermischt auf einer ernstzunehmenden Platte sieht man selten. Zwischen Jazz, sanft blubbernder Elektronik, HipHop und dem schon im Plattentitel vorhandenen Space (Ja ich zähle das als Genre!) bewegt sich Jaar in Richtung Körper und Geist und schafft es dabei noch beides zu begeistern.

    9. Modeselektor – Monkeytown
    Auch diese Platte bietet eine vielzahl an verschiedenen Einflüssen. Dubstep hier, Radiohead-Remix-artiges gewabbel dort. Meine erste Reaktion war: „Oh, da rapt jemand. Oh, wo kommt dieser poppige Sound her? Geil!“ Auch die Scooter Referenzen aufweisende Single „Evil Twin“ weiß mit seinen verzerrten Synthies und der wummernden Bassdrum zu überzeugen. Evil evil Twin, is the Master! Evil evil twin, is the base! Tanzen tanzen!

    8. Bon Iver – Bon Iver
    Was hat Justin Vernon da nur für ein zeitloses Meisterwerk auf die Beine gestellt! Zwischen den inoffiziellen Top-Hits „Perth“ und „Beth/Rest“ stecken mindestens noch zwei dutzend weitere Momente die nur so zum träumen einladen. Mit dieser Platte schafft man, sofern man sich drauf einlässt, im Sommer tief winterliche Gefühle und kann gleichzeitig im Winter die Sonne aufgehen lassen.

    7. Jamie Woon – Mirrorwriting
    Während meiner Zeit in Kiev kam die Single „Lady Luck“ raus. Fand ich geil, hörte ich auf Dauerschleife, immer und immer wieder. Dann kam das Album und als ich feststellte, dass „Lady Luck“ der meines Erachtens schwächste Song des Albums ist war ich schon bisschen baff. Woons sanfte Soulstimme über der teils atmosphärischen, teils fesselnd eingängigen Elektronik, dazu die vorallem in der zweiten Hälfte des Albums genutzte Akustikgitarre erzeugen einen bittersüßen Traum.

    6. Girls – Father, Son, Holy Ghost
    Die Indie-Recken des Jahres! Hier gilt das Motto: Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht. Dennoch schreiben Girls mit jedem ihrer Songs eine neue Hymne des Indie-Rock. Meine Musik um dieses Jahr, bei spätsommerlichem Sonnenschein, auf dem Balkon mit dem besten Freund abzuhängen und das Leben einfach mal genießen. Durchweg entspannend!

    5. Digitalism – I love you, Dude
    Ja ich weiß, in diesem Fall bin ich mal nicht trendy. Ist ohne Frage out. Sowas von 2007 mehr gehts gar nicht, aber trotzdem, was ist das denn bitte für eine geile Scheibe? Digitalism sagten in einem Interview, dass alles was auf der alten Platte schnell gewesen war, auf der neuen schneller sein wird. Alles was damals groovete, grooved jetzt mindestens doppelt so viel und das was damals als catchy bezeichnet wurde greift einen eben noch mehr. Sie fahren gut mit dieser Extremität. Ja, sehr gut sogar!

    4. James Blake – James Blake
    Mr. Hype höchst persönlich. Kritiker machten weltweit Freudensprünge und stimmten Lobeshymnen an. Aber Hype hin oder her, was Blake hier Anfang des Jahres ablieferte war, ist und bleibt einfach sensationell! Alles ist so verdammt stimmig auf dieser Platte, jeder noch so kleine Klimperer auf dem Piano, jeder der spärlich programmierten Hits auf der Snaredrum und jeder angestimmte Ton von Blakes engelsgleicher Stimme muss so sein, find ich geil, kann ich nicht mehr ohne Leben.
    3. Casper – XoXo
    Hierzu will, darf und kann ich gar nicht viel sagen, ausser das ich selten (und damit meine ich eigentlich nie) Musik zu hören bekam die mich derartig berührt. Fast schon peinlich.. Eine Platte, strotzend von Emotionen! Mit 16 darf ich das auch geil finden!
    2. La Dispute – Wildlife
    Eigentlich hör ich ja kein Hardcore, aber was die Visions hier publizierte hat mich doch glatt von den Socken gehauen! So viel Gefühl, so viel Melodie und die Stimme des Jahres! Grandiose Texte unglaubliche Rhythmen und… Von dieser Platte hab ich mich in die „Wave“ ziehen lassen. Und die Wave schwappt weiter über das Land, nächstes Jahr bin ich dann in München!
    1. PJ Harvey – Let England Shake
    Was soll man hierzu sagen? PJ singt, tanzt und träumt zu ihren eigenen sanften Melodien. Für mich das beste Songwriting des Jahres, nichts wirkt im geringsten übertrieben alles ist schön und doch so traurig. Hiervon krieg ich nicht genug. Ihr Lebenswerk und für mich eine Platte für die Ewigkeit

    Songs:

    1. Ghost of Tom Joad – snow in the summertime
    2. Magnetic man – I need Air
    3. Lamb – Another Language
    4. Andreas Dorau – Inkosequenz
    5. Rockwell – 4U
    6. Nero – Crush on you
    7. Nero – Welcome Reality VIP
    8. DELS – Shapeshift
    9. Katy Perry – E.T. (Skrillex Remix)
    10. Modeselektor – Shipwreck
    11. Active Child – Playing House
    12. Anna Ternheim – The longer the waiting
    13. British Sea Power – Observe the Skies
    14. James Blake – Fall Creek Boys Choir
    15. Ada – The Jazz Singer
    16. Bloodgroup – This Heart
    17. Coldplay – Paradise (LOL²²²²²)
    18. Fleet Foxes – Montezuma
    19. Noah and the Whale – LIFEGOESON
    20. The Vaccines – Noergaard

    Bestes Konzert:

    Digitalism (Southside/Melt!)

    Beste Konzerte (ungereit):

    Two Door Cinema Club (Southside)
    A-Trak (Southside)
    Elbow (Southside)
    Urlaub in Polen (Eden)
    Einstürzende Neubauten (Muffathalle)
    Murder (Rätschenmühle)
    Crystal Castles (Melt!)
    Robyn (!!!) (Melt!)
    Mogwai (Lka)
    iLiKETRAiNS (Feierwerk)

    und so vieles anderes…

    Gutes Jahr!

  27. Alex sagt:

    @Paul…. jupp so ging es mir mit dem guten Casper auch … wir sind noch jung und „dagegen“ :D ..sehr berührende Platte und mal so gar nich Hip Hop wie man es hätte erwarten können.

    …und zur PJ-Platte kann ich auch noch hinzufügen, dass sie so scheinbar einfach daherkommt, aber doch so viel Gefühl und Wahrheit (grandioses Songwriting) darin steckt… sehr bezaubernd. Aber ich war ja schon immer eine heiße Verehrerin von Polly Jean :)

    Das Crystal Castles-Konzert war das meist herbeigesehnte beim diesjährigen Melt! ….ich hätte es liebend gern mit aufgenommen, aber das lange Durchhalten hat sich eigentlich nur für „Baptism“ gelohnt (ansonsten war das Konzert viiiiiiiieeeeeel zu kurz und vieeeeeeeeeeeeeeeeeel zu laut)

    http://youtu.be/vStjmYxetY0

    ..grandios geiler Song, gut dass ihr die nun dank mir kennt ;)

  28. roland sagt:

    Crystal Castles haben bei mir leider jede Kredibilität verloren (moi: großer Chiptune-Fan und die bedienen sich da sehr dreist von Vorarbeitern aus der NY-Scene, z. B. rund ums Blipfestival und dem Label 8bitcollective, ohne entsprechenden Kredit zu zollen, gibts mehrere eindeutig belegte Beispiele.)

  29. Gregor sagt:

    Hey Paul,
    so plausibel erklärt, dass mich selbst die Platten, die ich nie anrühren würde, plötzlich noch mal hören will. Super. Bei Casper habe ich mich bemüht zu folgen, da ich den Hype verstehen wollte (die Stimme ist indiskutabel), aber dafür bin ich wohl zu alt (sage das, ohne mir der Bedeutung meiner Worte bewusst zu sein). Und eine Band kommt mir nicht in die Tüte: Incubus. Nein, nein.

  30. seb sagt:

    Selten konnte ich Gregor so sehr zustimmen, wie zuletzt!
    zu Paul: La Dispute gefällt mir auch, in etwas so, wie damals Fugazi. Ist zwar anstrengend, sich die gesamte Platte am Stück anzuhören, dennoch steht am 19.01. mein erstes Hardcorekonzert seit Langem an. Bei PJ Harvey ergeht es mir wie folgt: Alles, was sie auf ihrer neuen Platte macht, erscheint bis ins Jota richtig und schön, dennoch packt´s mich nur so 7,5/10ig d.h. selten konnte ich ne Nummer 1 so gut verstehen, ohne dass sie in meinem Poll zu finden ist. Zu Pauls Konzerten: größte Übberraschung: Neubauten drin (Längenbonus?), Matthew Dear nicht?

  31. Alex sagt:

    YEAHHHH FUGAZI <3 ! …dann sollt ich in La Dispute mal reinhören :)

    …wenn es mich vollends gepackt hätte, dann hätte es PJ auch höher als auf Nr. 8 bei mir geschafft.

  32. Nesluap sagt:

    Oh, Matthew Dear klar vergessen! War das geil!

  33. Tom sagt:

    Wie jedes Jahr bin ich kein Freund von Listen, oder gar Reihungen, aber wenn Sebastian mich schon fragt (hab ich mir jetzt nicht groß überlegt, also fehlen sicherlich 352 Sachen):

    Alben:
    Bright Eyes – The People’s Key
    Dawes – Nothing Is Wrong
    Bon Iver – Bon Iver
    Thees Uhlmann – Thees Uhlmann
    Casper – Xoxo
    Moritz Krämer – Wir können nix dafür
    Girls – Father, Son, Holy Ghost
    Anna Calvi – Anna Calvi
    PeterLicht – Das Ende der Beschwerde
    Beirut – The Rip Tide

    Songs:
    Bright Eyes – Jejune Stars
    Casper – Michael X
    Thees Uhlmann – und Jay-Z singt uns ein Lied
    Bon Iver – Calgary
    Boy – Little Numbers
    Washed Out – Eyes Be Closed
    Dawes – A Little Bit Of Everything
    Mikroboy – Es hat sich einiges getan
    Real Estate – It’s Real
    PeterLicht – Neue Idee
    Cults – Abducted

    Konzerte:
    war ein tolles Konzertjahr. Das schönste Bright Eyes Konzert meines Lebens (Berlin Lido) (und das waren einige), Janelle Monae rockt die verdammte Bude weg (Freiburg ZMF), Dan Mangan verzaubert das Spiegelzelt (Haldern) und Bon Iver lässt einen komplett sprachlos zurück (Paris, Pitchfork Music Festival). Beatsteaks, Bonaparte & Frittenbude waren keine musikalischen Meisterleistungen aber rumgesprungen bin ich als ob ich noch 16 wär.
    Und das ich bei Thees Uhlmann & Clickclickdecker glücklich war ist wenig überraschend.
    Konzerte haben mich auch Künstler neu entdecken lassen, vor allem Anna Calvi (Haldern) und Wild Beasts (Pitchfork), die ich vor den Konzerten kaum kannte und nachher verehrte. Die Wild Beast Platte hätte ich oben auch noch erwähnen können. Aber so ist das mit den Listen – fängt man sie einmal an sind sie immer unvollständig.

  34. seb sagt:

    @Tom: Danke für deinen wider deine Neigung erstellten Poll, bei dem mich vornehmlich Casper überrascht, wobei du ja Emoigen nie ganz abgeneigt warst! Mo Krämer und Dawes sacht mir nix. Pitchfork-Festival in Paris kannte ich nicht. Hab jetzt aber Mal nachgeschaut: Ein kleines, feines Line-Up. Sollte man im Auge behalten, wenn´s das jedes Jahr gibt.

  35. Tom sagt:

    Dawes – todaltmodischer amerikanischer Folkrock, Mo Krämer – Songwriterkram. Auch nicht hip. Und über diese Weihnachtswochen höre ich die neue Ryan Adams ohne Pause. Vielleicht werd ich alt. Sollte Rolling Stone lesen.

    Das Pitchfork Festival gabs dieses Jahr zum ersten Mal, war schnell ausverkauft. Hoffe das wird was jährliches. War wunderbar.

  36. Roderik sagt:

    20 LPs:

    Other Lives – Tamer Animals
    Bon Iver – Bon Iver
    Boat – Dress Like Your Idols
    The Mountain Goats – All Eternals Deck
    The Low Anthem – Smart Flesh
    Destroyer – Kaputt
    James Blake – James Blake
    V.A. – Johnny Boy Would Love This – A Tribute To John Martyn
    Real Estate – Days
    Veronica Falls – Veronica Falls
    Alexi Murdoch – Towards The Sun
    Ada – Meine Zarten Pfoten
    The War On Drugs – Slave Ambient
    Tycho – Dive
    Eleanor Friedberger – Last Summer
    Tom Waits – Bad As Me
    The Roots – Undun
    James Vincent McMorrow – Early in The Morning
    Peaking Lights – 936
    The Decemberists – The King Is Dead

    Beste Konzerte:

    The Low Anthem / Frankfurt
    Bon Iver / Köln
    Haldern

    Bester Film:

    This Must Be The Place

    Bester Roman:

    Jeffrey Eugenides – The Marriage Plot

    Listen to Machtdose on Radio X !!!

  37. Polis Kiriazidis sagt:

    Es war endlich mal ein tolles Musikjahr! Jede Menge Musik, die mich kaum loslies, vor allem festgebrannt haben sich folgende Alben:

    1. Fink „Perfect Darkness“-Album
    Größer als das wird es für mich lange nichts mehr geben. Ich werde noch im greisen Alter Gänsehaut kriegen, jeder Song ein tiefer Schluck Muttermilch, pur, sexy, unglaublich…rettend. Fink ist meine Entdeckung der 2000er.

    2. Thomas Dvorak „Machinarium“-Soundtrack
    Unterschätztes Thema hier: Video/PC-Spiele-Musik. Wer Machinarium jemals gespielt hat, erahnt wovon ich spreche, die Musikwelt, die Dvorak für Machinarium 2009 bereits entworfen ist fantastisch. Meist gespielt-meist gehört 2011.

    3. Bon Iver „Dito“ Das hätte ich nie gedacht, dass mich solch triefige Musik jemals so packen könnte. Vielleicht weil sie einfach dazu stehen. Danke Bon Iver. Jedenfalls könnte ich dieses Album jeden Sonntag morgen hören.

    4. Billy Callahan „Apokalypse“ Tarrantino wird sich bestimmt hier mal bedienen…

    5. The War on Drugs „Slave Ambient“
    6. David Lynch „Crazy Clown Time“
    7. SBTRKT „dito“
    8. Tune-Yards „Whokill“
    9. Niclas Jaar „Space ist only Noise“
    10. Adele „21“ Ach ja, wer „Lovesong“ so singen kann, kann auf keiner meiner Listen fehlen…

    Tracks Top-Ten:

    1. Fink „Warm Shadow“
    2. Tune-Yards „Gangsta“
    2. Bon Iver „Holocene“
    2. SBTRKT „Pharaohs“
    3. Thomas Dvorak „Mr. Handagote“
    3. Adele „Lovesong“
    4. James Blake“The Wilhelm Scream“
    5. Yuck „Cousin Corona“
    6. Bon Iver „Towers“
    7. Radiohead „Lotus Flower“
    8. The War on Drugs „Baby Missiles“
    9. Jamie Woon „Street“
    10. The Field „Arpreggiated Love“
    10. Clueso „Herz“
    10. Fink „Berlin Sunrise“

    Die Liste könnte sehr lang sein diesma, geile Musik…

  38. Polis Kiriazidis sagt:

    Hey Roderik,
    this must be the place war ein super tip von dir…
    ich schliesse mich an: chayenne war der tollste Film 2011 auch für mich….

  39. Roderik sagt:

    Comments 36 & 37 –
    Rüsselsheim Doppelschlag!

  40. Roderik sagt:

    Polis hat recht: das Fink Album ist toll. Für mich vielleicht schon ein wenig zu perfekt / glatt, so dass der klassische Popper-Surfer drauf steht. Das heisst aber nicht, dass es schlechte Musik ist. Ausgewogen trifft es vielleicht am besten. Mir fehlen ein wenig die Brüche auf der Platte. Warum finden eigentlich nur Polis und ich The War on Drugs gut???

  41. seb sagt:

    – zu „This must be the place“: Ich fand den Film ästhetisch sehr gut (schön), inhaltlich aber etwas albern. Außerdem ging mir die Synchronisationsstinmme des Protagonisten gehörig auf den Wecker, vielleicht weil ich selbst so klinge :-)))))))))))))))))))).
    – „War on drugs“ kann ich nicht gut finden, weil ich´s nicht kenne. Hör jetzt aber mal rein.
    – Welche Platte mir im Ürbigen noch sehr gut gefällt, fast so gut wie der Vorgänger: „In the pit of the stomach“ von „We were promised jetpacks“. Auf den ersten Hörer könnte sie Uneingeweihten wie üblichste Indie-Hau-relativ-Drauf-Mucke erscheinen, ist allerdings nicht so :-)))

  42. Polis sagt:

    @Roderik: Hab ´s gerade eben geschnallt! Tom Waits ist ja in deiner Liste. Das macht neugierig…höre mal bald rein.
    Hast du eigentlich deine legendäre Weihnachts-CD wieder „veröffentlicht“? Die Tracklist wäre auch sowas von interessant…

  43. seb sagt:

    Habe mir jetzt in den letzten Tagen „Let england shake“ noch einmal öfter angehört und auch auf die Texte geachtet und so und darf behaupten: Jetzt packt´s mich auch, weshalb ich Paul zustimmen muss (gutes Songwriting, schön, traurig, abwechslungsreich, zeitlos) – und Gregor auch (sein ausgewählter Track ist von vielen sehr guten der beste). Bin halt nie so – im Gegensatz zu einigen Bekannten – der PJ-Harveyaner gewesen, wahrscheinlich, weil sie ihre Hochphase zu einem Zeitpunkt hatte, als mich andere Musik interessiert hat. Also: Meine Platte des Jahres für den Zeitpunkt zwischen Pollveröffentlichung und jetzt kommt von PJ Harvey und hat den Titel „Let england (und Germany auch a bissl) shake“. In diesem Sinne verabschiede ich mich von diesem Musikjahr, danke Machdose und allen Poster/-innen für diesen Poll und wünsche uns allen ein gutes neues Musikjahr, was m.E. eine Tautologie ist, da Musikjahre immer gut sind!

  44. Gregor sagt:

    WOD – »Slave Ambient« ist schon Hammer, krass euphorisch und lebensbejahend.

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