14 Seiten Radio Gaga

Werbung gab’s hier noch nie. Dass die neue Spex ein mehrseitiges Radio-Special parat hält, ist Anlass genug, den Kauf der September-Ausgabe unbedingt zu empfehlen. In diesem Umfang ist es das Erste, das mir in meinem nicht mehr ganz jungen Leben untergekommen ist. Nur leider geht es zu sehr um’s Falsche. Anstatt den vielen umtriebigen Idealisten, die ihr Scherflein zum Thema Vielfalt in der deutschen Radiolandschaft beitragen, entsprechend Rückenwind zu verschaffen, geht es mal wieder zu sehr um’s leidige Format. Komischerweise müssen TV und Print diesen Teil der Diskussion nur selten über sich ergehen lassen. Wie man dieser Seite entnehmen kann, war ich schon immer Verfechter bildentbehrlicher Radiokultur. Musikfernsehen, das seit Anfang der 90er in seiner Pop-Popularität alles bisher da gewesene in den Schatten gestellt hat, ging mir komplett am Arsch vorbei. Warum auch sollte man fernsehen? Das Radioangebot ist gut wie selten zuvor – es ist nun an der Zeit, dass die Leute es kapieren.

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3 Antworten auf 14 Seiten Radio Gaga

  1. easty sagt:

    nur ist das spex-special dermassen oberflächlich und öde, dass es einen wirklich ärgert, warum so doofe autoren ausgewählt wurden. will man eine wissenschaftliche abhandlung über formatradio lesen, die eigentlich aufgrund ihrer sauschlechten schreibe unlesbar ist? will man zum 100. mal die vorzüge des „optimod“ erklärt bekommen (war glaube ich schon im früheren spex-radio-special mit drin)?

  2. easty sagt:

    weiterhin: warum fehlt die aktuelle radioquoten-diskussion (siehe fr-text), hätte man dazu nicht auch Lehnert von radio eins fragen können? warum kein text zum bevorstehenden paradigmenwechsel beim radio insgesamt? ganz lustig nur: sascha benedetti von „twen fm“ berlin, der in ffm als radiopirat begann – with a little help from the eastenders-mediabase. kann mich noch dran erinnern, wie sascha zum ersten mal bei radio x war und gar nix ins mikro sagen wollte. das hat sich ja jetzt wohl geändert….! long live the pirates

  3. Benedetti sagt:

    naja. das ist ja nun auch schon ne weile her, aber trotzdem danke für deine antenne

    wer rult denn derzeit bei radio x, jedesmal wenn man da ne mail hinschreibt kriegt man nie eine antwort..??

Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

Machtdose entdeckt, kultiviert, archiviert, und teilt Glanzlichter der Popkultur und persönliche Vorlieben mit allen anderen Träumern, Liebhabern und Neugierigen.

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