2006

Langeweile I

Man kann zum Beispiel kraft seiner Erinnerung das Fahndungsbild eines guten Bekannten nachbauen. Nach einer Weile wünscht man sich, niemals Zeuge eines Mordes zu sein, der der Polizei eine Täterbeschreibung abgeben soll, selbst wenn der Bösewicht ein guter Bekannter ist und man ein Foto von ihm zur Hand hat. Zur Nachahmung empfohlen.

song tapper

Der Song Tapper will einen Musiktitel erraten, nachdem man dessen Rhythmus über die Leertaste reinhaut. Funktioniert sogar manchmal, jedenfalls hats er bei mir „White Christmas“ und „Another one bites the dust“ richtig identifiziert. Alles andere aber, was ich ausprobiert habe, nicht.

you’re not alone

Das wollten wir schon länger machen, eine Linkliste mit Seiten, die wir mögen oder die uns als Informationsquelle dienen. Bisher taten wir ja hier so, als wären wir allein auf der Welt, dabei fühlen wir uns verschiedenen Seiten durchaus verbunden: weil sie uns als Quelle und Anregung dienen oder aus schlichtem Respekt. Insgesamt ist so eine Liste aber natürlich auch ein Arbeitswerkzeug, das jeder andere auch nutzen kann.

Ich habe versucht, die Liste ein bisschen zu ordnen, aber wie immer bei so Einteilungen, sind einzelne Links jetzt vielleicht nicht immer sinnvoll untergebracht, weil die zugehörige Kategorie nur einen Aspekt beschreibt (ich hab mich dann für einen Schwerpunkt entschieden, den ich bei der jeweiligen Seite sehe).

Wenn Ihr noch Linktipps habt, nur her damit. (Heißt aber nicht zwingend, dass wir sie dann auch aufnehmen, is klar.)

Dringende Anmerkung, die man bei so Aufrufen leider auch machen muss, obwohl man ja eigentlich einladen und keinen abschrecken will: Sollte in den Kommentaren uns was als Spam erscheinen, dann wirds gelöscht. Treue und liebe Leser dürfen gern auch auf Eigenes hinweisen, aber so reiner Werbe-Selbstzweck für nix, das mögen wir nicht.

(Blöd, ich weiß) Also nochmal: Weitere Anregungen gerne!

Maxi Geil!

Kickt sofort. Der Name ist auch echt: Maxi Geil & PlayColt, dass ist Artrock aus Brooklyn. Birthday Party schwingt mit, ein bisschen Talking Heads, dazu coole Gesten und Humor. Die Band hat ihren Arsch bisher noch nicht vor die Tür gesetzt, ist hierzulande also eher unbekannt. Bitte beide Lieder hören (»Here comes Maxi« & »Strange Sensation«). Weitere Lieder gibt’s bei MySpace und in der Rubrik Videos, u.a. »Artist’s Lament«. Große Begeisterung, mal wieder.

HARD-FI in operation

HARD-FI sind jetzt eine Boygroup, eine U20-Band, die ihre Anziehungskraft durch überzogene Posen und unglaubwürdige Ansprachen mit einem Schlag verloren hat. Vorbei ist die Zeit ihrer Universalität. Verheiztes Talent. Zu dieser Feststellung bin ich gestern in der ausverkauften Batschkapp gekommen, meinem dritten HARD-FI-Konzert innerhalb eines halben Jahres. Nein, ich bin kein Fan, der der Band hinterher reist, ich bin auch schon Ü20, hat eher berufliche Gründe, die Entwicklung der Jungs zu verfolgen, zu beobachten, dass aus überzeugten und überzeugenden Vorstädtern aufgetakelte Popstars wurden. Von ihrem angenehmen Auftreten ist nicht mehr viel übrig geblieben: Ihre Natürlichkeit, die sie noch vor wenigen Wochen hatten, ist auf der Bühne komplett verloren gegangen. Echter Kindergarten. Ihr Sound ist überproduziert, die Lichtshow überflüssig, Effekte allenthalben. Techniker mit Ausbildung und Hang zum Brillantfeuerwerk, dazu ein funktionierendes Management mit Masterplan, selbst an einen Art Director hat man vermutlich gedacht (Horror: Gitarrist Ross Phillips war beim Friseur!). Mag sein, dass es Menschen gibt, die das mögen, nur finden die sich weit weg von mir. Danke, HARD-FI, für die beiden anderen Konzerte, und passt auf euch auf. Die Welt ist böse.