Bayreuther Festpiele

Ich nenn‘ das mal Kunst, was mir da letztes Wochenende zu Ohren gekommen ist, nämlich die Geschichte des Bayreuther Hundehaufen-Beflaggers, der, dem Anschein nach nicht ganz unumstritten, amerikanische Flaggen (diese Party-Käse-Trauben-Fähnchen) in Hundehaufen steckt. Guter Mann!


Mit seiner Aktion konnte »das Phantom« die halbe deutsche Medienlandschaft auf seine Aktion aufmerksam machen. Das muss ihm mal einer nachmachen. Im Nordbayrischen Kurier erhebt Josef Öttl, Verwaltungsvorstand der Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth, Anklage gegen den Verunglimpfer.

»Josef Öttl bekommt keine besonders gute Laune, wenn man ihn auf den mysteriösen Fähnchenstecker anspricht: Ein »instinktloser, geistiger Tiefflieger« sei das, perfide und pervers das Treiben, Hundehaufen mit Fähnchen zu markieren, noch dazu mit amerikanischen. Das Personal der Eremitage und den anderen Parks sei angewiesen, die Augen offen zu halten, „und den Dingen nachzugehen“, sagt Öttl.«

Lang lebe der Fähnchenstecker!!!

3 Antworten auf Bayreuther Festpiele

  1. Petra sagt:

    Ich hab in Bayreuth studiert,
    wohn aber gerade in Dà¦nemark.
    Aufmerksam auf diese Aktion bin ich durch einen Artikel in einer dà¦nemarkweiten Zeitschrift geworden…
    Bayreuths Geschehen zieht Kreise…

  2. Randy Andy sagt:

    Hi Folks,

    als geborener Bayreuther (derzeit in Creußen wohnhaft, also im Exil lebend) hab‘ auch ich eine Meinung: Die Idee mit den Fähnchen find‘ ich an sich toll. Sieht schon klasse aus, hab’auch einige Fotos gemacht. Ich mag Hunde eigentlich gern, wer aber wie ich schon mal einen „Haufen“ mit dem Rasenmäher geschreddert hat oder barfüßig in einen reingetreten ist, regt sich aber zurecht darüber auf, dass Hunde offensichtlich rücksichtslos auch die schönsten privaten und öffenlichen Gärten / Parkanalagen zusch….. Nun kann der arme Hund ja nix dafür – und auch Amerika nicht. Besser wär’s deshalb (wenn auch schwieriger) ein Konterfei der verantwortlichen Hundehalter im besagten Haufen zu platzieren. Mag ja sein dass der vermeintliche Künstler mit seinen Installationen auszudrücken versucht, was er von Amerika hält – die Aussage ist dann aber zu pauschal. Es gibt sicherlich Millionen vernünftiger Amerikaner. Naja, vielleicht gibt es ja irgendwo auf dem Planeten Fähnchen mit dem Konterfei von G.W. Bush, und dann könnte der Künstler ja anstatt der amerikanischen Fahne…..P.s: Meine in den Staaten lebende Schwester fand denkt übrigens ganz ähnlich…

  3. Nicht schlecht!

Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

Machtdose entdeckt, kultiviert, archiviert, und teilt Glanzlichter der Popkultur und persönliche Vorlieben mit allen anderen Träumern, Liebhabern und Neugierigen.