Adieu Popkritik?

Sehr interessanter Artikel zur gegenwärtigen Debatte über das neue Wesen der Popkultur und ihrer Sittenrichter: Das Ende der Bescheidwisser

Die Allgegenwart von Musik hat die Popkritik in eine Krise gestürzt. Im Streit um »Spex«, einst das wichtigste deutsche Musikmagazin, zeigt sich die Sehnsucht nach alten Verbindlichkeiten. Doch der Kritiker als Stilpapst hat ausgedient.

© Thomas Gross in DIE ZEIT, 22.02.2007 Nr. 09

Der Abschied von der Geschmacksbibel, deren Verheißungen monatlich entgegengenommen werden wie das Evangelium, bedeutet eben auch einen Zugewinn an demokratischer Meinungsbildung, ausgedrückt in einer reichen Diversifizierung der Popkultur.

Diese und viele weitere Behauptungen liefern reichlich Diskussionsstoff. Ist was für’s Podium.

Eine Antwort auf Adieu Popkritik?

  1. Seb sagt:

    Abgesehen davon, dass ich nie angenommen habe, dass Popkultur und -kritik subversiv sein kann, ist Thomas Gross‘ Kommentar dermaßen wenig hinzuzufügen, dass es mir ein wenig unheimlich wird.

Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

Machtdose entdeckt, kultiviert, archiviert, und teilt Glanzlichter der Popkultur und persönliche Vorlieben mit allen anderen Träumern, Liebhabern und Neugierigen.