Frankfurter Budenkrieg

[EDIT] »Hamburger am Turm« lebt, es lebe der Hamburger am Turm – Triumph des Burgerwillens.

Nur gut, dass der Flashmob gerade sein Comeback feiert. Am Samstag geht es um nicht mehr als um die Rettung einer legendären Frankfurter Nachtschwärmer-Institution, der Imbissbude am Eschersheimer Turm. Die Stadt will »Hamburger am Turm« bereits im November schließen lassen. Damit die schäbigen paar Quadratmeter Rasen werden können. Der Protestaufruf im Wortlaut (via Facebook):

Eines steht fest: »Hamburger am Turm« ist eine bunt leuchtende, belebende Institution in der nächtlichen Stadtmitte – die viele von uns aus unterschiedlichsten guten Gründen für erhalteswert halten.

Wir sind für ein urbanes, lebendiges, buntes Frankfurt! Deshalb wollen wir unseren »Hamburger am Turm« erhalten und setzten am Samstag ein erstes spontanes Zeichen und treffen uns dort um 21 Uhr auf einen Burger und ein Bierchen! – Mal sehen was darauß wird, bitte ladet auch alle Eure Freunde ein!!

Weiterführende Links: »Streit um »Hamburger am Turm – Titanic will Imbissbude retten« von Claudia Michels und Stefan Behr und »Burger statt Blickachsen« von Stefan Behr.

Samstag, 10. Oktober 2009 um 21 Uhr · Gastgeber: Hamburger am Turm · Art: Anliegen – Protest · Eschersheimer Turm · Frankfurt

2 Antworten auf Frankfurter Budenkrieg

  1. Lucie sagt:

    Da gibts übrigens schon hoffnungsvolle Neuigkeiten:
    http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1998327_Imbiss-Hamburger-am-Turm-Der-Kampf-um-die-Frittenbude.html

    „“Der Imbiss muss erhalten bleiben, darüber besteht Einvernehmen zwischen den Koalitionspartnern“, erklärten am Abend die Fraktionsvorsitzenden von CDU und Grünen im Römer, Horst Kraushaar und Olaf Cunitz. Zugleich sollen mit der Betreiberin Christina Diesy Gespräche über mögliche bauliche Verschönerungen geführt werden. Das Stadtparlament wird sich in seiner heutigen Sitzung mit diesem Antrag beschäftigen. Es gilt als sicher, dass er angenommen wird.“

    Aber der Flasmob bleibt trotzdem eine sehr gute Idee! Jetzt nicht nachlassen!

  2. Gregor sagt:

    Hey, hey, das sind gute Nachrichten. »Bauliche Verschönerungen« heißt aber oft kalt und unsexy, leider. Hoffen wir das Beste.

Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

Machtdose entdeckt, kultiviert, archiviert, und teilt Glanzlichter der Popkultur und persönliche Vorlieben mit allen anderen Träumern, Liebhabern und Neugierigen.

Plattenteller

  • Rokia Traoré - Né So

    Rokia Traoré - Né So Rokia Traoré stammt aus Mali. Ihre Musik ist eine Verbeugung vor den Griots – malische Sänger, die die Tradition der Geschichtenerzähler pflegen und seit Jahrhunderten mündlich weitertragen.

  • Julia Kent - Asperities

    Julia Kent - Asperities Cello-Monotonie und -Melancholie mit viel Drama. Tracktitel wie »Flag of No Country« und »Empty States« sprechen Bände. Antony and the Johnsons und Swans durften bereits von ihrem Können profitieren.

  • Lea Porcelain - Lea Porcelain

    Lea Porcelain EP Das Debüt von Lea Porcelain hat einen ordentlichen Bums. Mehr noch einen Punch. Inspiriert von dunklen Mächten aus den großen Regenstädten dieser Welt.

  • Bersarin Quartett - III

    Bersarin Quartett - III Ambient-Electronica, wie für unsere Zeit gemacht. Als stünde da jemand mit weißer Flagge und schrie: runterkommmen!

  • Sea Moya - Twins

    Sea Moya - Twins Twins ist eine kleine Schatzkiste, zum Mögen, mit Soundteilchen aus aller Herren Länder. Der Computer als Vermittlungsstelle zwischen Psychedelic, Krautrock, Afrobeat und Electronic Funk.

Veranstaltungstipps Rhein-Main