feel@home – ein Picknick
In Frankfurt tauscht sich statistisch gesehen alle 15 Jahre die Bevölkerung komplett aus. Bleibt mir noch ein Jahr, um hier rauszukommen. Nach Offenbach vielleicht? Entspräche zumindest meinem bisherigen Lebensverlauf. Am 1. und 2. Juni 2007 steigt feel@home – Tischgespräche, Kunst und Theorien des Zuhauseseins. Wo bleibt das Gefühl von Heimat, von Verortung? Dieser Frage will das Schauspiel Frankfurt bei einem Picknick auf Rollrasen mitten in der Stadt nachgehen. Das Programm steht:
Ein riesiger Gartenzwerg und 1000 m2 Rollrasen laden Sie ein, auf dem Willy-Brandt-Platz eine vorübergehende Heimat zu finden. Die Theater- und Performancegruppe mamouchi eröffnet eine mobile Versorgungsstation für Heimatgefühle, das Künstlerteam Club Real wird alles tun, damit Sie sich im Bauch des Zwerges zuhause fühlen. Mit einer mobilen Installation zeigt Katharina Kellermann, wie man sich ein amtlich anerkanntes Daheim konstruiert, und das Passamt der Transnationalen Republik bietet Ihnen die Möglichkeit, eine wirklich neue Heimat zu finden.
Zudem haben sich folgende Tischredner angekündigt: Prof. Dr. Elmar Altvater (Autor von Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen), Prof. Peter Bofinger (Wirtschaftsweiser), bb2|urbane Projekte (Stadtplaner Bahnhofsviertel), Sven Bergmann (Autor von Global Heimat. Frankfurt), Prof. Dr. Daniel Birnbaum (Städelschule Frankfurt), Petra Coll-Exposito (Feng-Shui-Dozentin), Prof. Dr. Gunter Gebauer (Sportsoziologe und Philosoph), Prof. Dr. Thomas Hauschild (Ethnologe), Dr. Sabine Hess (Kulturanthropologin), Gerald Hintze (WESER5 Tagestreff für Wohnsitzlose), Bernd Hollin (Lufthansa First Class Lounges), Ronald Iberl / Jonas Pallakies (Zweite Heimat im Second Life), Melissa Logan (Chicks on Speed), Prof. Dr. Heinz Schilling (Autor von Frankfurt. Stadt ohne Eigenschaften), Courtenay Smith (Kuratorin von Xtreme Houses), Frank Trümper (Commonpurpose), Klaus Walter (Autor und DJ, nitribitt — Frankfurter Ökonomien)
Die Karten für die Redner sind begrenzt. Ab etwa 22 Uhr folgt dem Gerede ein fröhliches Beisammensein, dem jedermann beiwohnen solte. Schließlich ist das Ambiente einzigartig.
feel@home – 1. und 2. Juni 2007 – ab 19.00 Uhr – Schauspiel Frankfurt – Willy-Brandt-Platz und Foyers Großes Haus



Da sind manche dabei, die haben ihre Aufgabe richtig richtig gut gelöst.
Konnte ja keiner mit rechnen, dass Mark. E. Smiths musikalischer Höhepunkt in dieses Jahrtausend fällt, er selbst wahrscheinlich am wenigsten. Nach »Country On The Click« (2003), »Fall Heads Roll« (2005), »Reformation Post TLC« (2007) und dem gerade erarbeiteten Geniestreich »Tromatic Reflexxions« gibt es beste Gründe, den Fall Fall neu zu behandeln. Alles tolle, gereifte Alben, die vor 31 Jahren, als sich die One-Man-Band in Manchester gründete, zwar nicht komplett anders geklungen hätten, aber doch eben anders. »Tromatic Reflexxions« ist aber nicht nur das Ergebnis eines brummigen Einzelgängers, der soziale Bindungen scheut, vielmehr hat sich Smith mit den Besten zusammengetan, die für sein Nebenprojekt Neuschöpfung in Frage kamen: 
