Wohin mit dem Hass?

Gut finden, muss gut sein. Finden ja alle gut. Ich auch. Dabei ist die Melodie nicht mal besonders eingängig oder schön oder heavy oder böse. Distelmeyer hat einfach nur zur richtigen Zeit das Richtige im Gepäck. Die Musik der Gegenwehr hat feine Antennen und die Hand am Sicherungskasten. Durchbrennen wäre hier eigentlich angesagt. Und bitte eine bisschen durchdrehen. »Wohin mit dem Hass, den ich in mir spür‘, frisst sich wie Rost nach innen.« Tiefschwarze Tinte, immer geradeaus, am Ende dann aber doch wieder von kolossaler Uneindeutigkeit und zu alt für die Jugend. Herzlich willkommen im Diskurs, den ja eigentlich keiner mehr will, am wenigsten die da oben.

»Wohin mit dem Hass?« ist über seine Homepage zu hören. Am 25.09. erscheint »HEAVY!«. Sein erstes Soloalbum.

(Lese auch: Rock-N-Roll-Aufwieglertum – Frische Frucht für altes Gemüse, TAZ vom 16.07.2009)

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Eine Antwort auf Wohin mit dem Hass?

  1. Carsten sagt:

    Da bin ich ja mal gespannt. Ich find da auch immer bei Blumfeld interessant wie „böse“ Worte so sonft klingen können. Ich meine, als Heavy Metal Fan erwarte ich bei Hass etwas anderes. Trotzdem bin ich gespannt, weil ich auch Blumfeld sehr mag.

Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

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