2006

Podcast December 2006

This month we have more songs with vocals than usual, a lot of artists with spanish sounding names, wimpy electrotunes, even some reaggae, the deep blue sea, swinging sixties, the known minimal & house stompers and much more. Hear it loud!

  1. Cyte (earth monkey productions) – What’s in the box (2:10) mp3
  2. cantaloup (aerotone) – you and the stars (5:58) mp3
  3. Dava Sobel (Negative Sound Institute) – Berzelii Park (3:57) mp3
  4. Emil Klotzsch (one) – Geteiltes Sein (5:56) mp3
  5. Izmar (diggarama.com) – Opening (Vocal) (4:30) mp3
  6. Fernando Lagreca (Autoplate) – Drone Girl (3:00) mp3
  7. Juan Frank (Fragment) – Limited Day (6:40) mp3
  8. gastón arævalo (tropic) – algas (4:32) mp3
  9. Franco Bianco (ItaloBusiness) – Desesperacion (7:41) mp3
  10. Kliment (OUIM) – Sorcery Realm (9:18) mp3
  11. Toygun (ExposedAudio) – Rythm Dancer (4:55)mp3
  12. tatsu (Bump Foot) – station (6:51) mp3
  13. Tsunami Wazahari (Al Dente Rec.) – Outta breaks (mental dub by moïse) mp3
  14. Transient (monotonik) – Just So I Don’t Have To Hate It (2:02) mp3
  15. The Method (Vaatican Records) – The new emperor (3:24) mp3
  16. Dagos (WM Recordings) – She’s my all (2:16) mp3

Anhörung

Vergangenen Mittwoch fand im Hessischen Landtag die Anhörung zum HPRG, der Neufassung des hessischen Privatrundfunkgesetzes statt (wir haben berichtet). Das Statement der sieben hessischen NKLs wurde von Peter Fey, im Vorstand von Radio X, vorgetragen und hat wohl auch Eindruck hinterlassen. Damit wurde eine erste Grundlage geschaffen, um auch in Zukunft weiter Radio machen zu können, was nicht als Entwarnung verstanden werden darf, denn an dem Vorhaben der Landesregierung ändert sich dadurch erst mal nichts. Eine Vielzahl der Stellungnahmen sind auf der Homepage des Hessischen Landtags einzusehen. File under »29. November 2006, 12:30 Uhr«. Und die Stellungnahme aller sieben hessischen NKLs findet ihr hier (PDF Download).

Datarock

Musik aus Bergen, da geht was. Kaizers Orchestra, Röyksopp, Kings of Convenience und nun Datarock. Angeblich wird die Band manchmal in ihren Live-Shows von einem Männerchor unterstützt, bestehend aus einer unbestimmten Anzahl von Typen, die nicht so gut singen, dafür aber sehr gut tanzen. Den »Fa-Fa-Fa (Fa-Fa-Fast & Furious Discomix)« kann ich nur jedem empfehlen. Und zu dem Song »Computer Camp Love« gibt es ein wunderbares Video von Pascal Forneri und Antoine Bouillot. Anschauen!


Datarock – »Computer Camp Love«

YouTube: Fa Fa Fa
LIVE: Datarock at San Francisco’s Mezzanine
MP3: Sex me up
MP3: Nightflight to Uranus
Remix: Princess (Morgan Z RMX)

Mehr Infos über die norwegische Musikszene gibt’s im Music Information Centre Norway.

Sergej Auto – We are giants (saasfee*)

Nicht immer landen die Playlists meiner Radio X Sendungen auch auf dieser Seite, Stress u.ä. verhindern diese Komplettversorgung hin und wieder. Eine Playlist liegt mir aber noch am Herzen, die sich auf eine Show im August bezieht. Schwerpunkt: Sergej Auto mit seinem Album »We are giants«, mit ein wenig gutem Willen sein bisher bestes, das mich durch den August brachte und letztlich doch unterzugehen droht. Die Kette der Missgeschicke begann mit dem Release-Date dieser CD, die zur WM veröffentlicht wurde und deshalb keinen Menschen ernsthaft interessieren konnte und endet nun mit diesen Zeilen, die in die Weihnachtszeit fallen, der Zeit der Sampler und Best-Of-CDs. Keine guten Voraussetzungen für einen Chartseinstieg, aber ein Rettungsversuch. Das Album knattert an allen Ecken und Enden, liegt mit seinen Sounds genau da, wo man dieser Tage liegen sollte und hat mit »Your City« und »Giants« sogar zwei große Hits zu bieten. Der Synthesizer fiepst, pfeift und surrt ordentlich, vieles vom Rest klingt nach Instrument, kommt aber aus dem Laptop. In den 80er hat man auf diese Art und Weise wohl die Zukunft vertont, heute ist die Zukunft gestern. Die Tracks von Sergej Auto geben sich zum größten Teil extrem lässig, darum taugt »We are giants« nur bedingt zum Tanzen, auch wenn die Beats ordentlich drücken. Sehr abwechslungsreiches Elektro- und Synthiepop-Album, irgendwo zwischen Cassius, Two Lone Swordsmen und Chicks On Speed. Habe ich was vergessen? [zum saasfee* Shop]

Sendung vom 17.08.06 – 19-20 Uhr – Radio X – zum Livestream
01. Peter Bjorn and John – Young Folks (Beyond The Wizard’s Sleeve Remix)
02. I’m From Barcelona — Treehouse (EMI)
03. I’m From Barcelona — The Painter (EMI)
04. The Rapture – The Sound (Vertigo/Universal)
05. Cassius — Toop Toop (EMI)
06. Swimmingpool – Carbono (Combination Records)
07. Sergej Auto — Big City Freak Out (saasfee*)
08. Sergej Auto — Your City (saasfee*)
09. ESG – Keep On Moving (Soul Jazz)
10. Junior Boys — Like a child (Domino)

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Dass die Relation des jetzt Erlebten zum schon Erlebten mit zunehmenden Alter verrutscht, ist ja ärgerlich genug. Wäre da nicht noch die alljährliche Wiederkehr des Immergleichen, der Mechanismus der Schemabildung, der für diese Tage erwartete Chartseinstieg von »Last Christmas« beispielsweise. Ein schlimmes Gefühl. Von Abwechslungsreichtum kein Spur. Die Kölner Band Erdmöbel bläst jetzt zum Angriff. Ihre neue Single heißt »Weihnachten ist mir doch egal«, zu hören auf ihrer MySpace-Seite. Der Song basiert auf dem Wham-Klassiker und ist leicht mitzusingen, der Refrain dazu lautet: »Weihnachten ist mir doch egal, ich bin 3 Karat Kaugummiautomat, schenk dir, ohne Papier, mein billiges billiges Herz«. Ob das der richtige Weg ist? Die Adventszeit wird entscheiden.