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Musik

Gonjasufi – MU.ZZ.LE

Selten liegen Beklemmung und Heiterkeit so dicht beisammen wie bei Gonjasufi. Zwei Jahre nach »A Sufi & a Killer« nun endlich das nächste Lebenszeichen des Ausnahmemusikers.

The Best Mixtapes Of 2011

This is the last list so far, I promise, but allow yourself a little help with the many mixtapes you can get on the internet: The best mixtapes of 2011 carried out by The Guardian. Don’t worry, the Jamie xx link is not working and you have to scroll to find the Tyler Pope Mix, but the rest can be find simply.

Podcast January 2012

Machtdose Podcast January 2012

For the cover I used a photo by SuperFantastic [CC BY-SA 2.0]

Happy new year, we’re late this month, but here you go. We have – among other things – jazzy tunes, Advanced Pop, but surprisingly this time not the obvious dance tracks. Have fun.

  1. Ginferno – Telescopic Eye
  2. Anitek – Circles [Dusted Wax Kingdom 114]
  3. Blossom – Noon’s bourg [Export Label]
  4. dFAD3R – Crab Style [Dusted Wax Kingdom 113]
  5. Abigail Press – Drifting Dawn [Melodica 019]
  6. Lisbonne – So Long [Beko 96]
  7. Karibean – Gregorian Spring [EardrumsPop 19]
  8. Anika’s Basement Show – This Is What I Hear
  9. he died while hunting – thin mountain air [totokoko 25]
  10. Toni Higgins – When I Dive It Just Feels Normal [Bump Foot foot194]
  11. Pleq – Someone Like Comes Into Your Life (feat. Fraqusea) [Leaves 001]
  12. Veell – Ifyou (feat. E-few)
  13. Possimiste – The Flight of Lulu
  14. Keinzweiter – Hexatic Blossoms (Supralist Remix) [Spontanmusik 021]
  15. Eufoteoria – Paradox 27 [Música Vermella 020]
  16. Liquid – Beauté [Expert Recordings 006 / Bomboncitos Compilation by phlow.es]
  17. mix-toor – Moving Forward (Secret DNA) [dystopiaq 028]
  18. Trois – Banana Saturees [Midinette records 26]
  19. Sebastian Love – I, the Shadows (feat. Is) [Starquake Records 006]
  20. T Bird – Living This Life To Death [23 Seconds 068]

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Die besten Alben und besten Tracks 2011


Gregors No. 1:

The Field – Looping State Of Mind
(Kompakt / Rough Trade, VÖ: 07.10.2011)

Erstaunlich: Der Blick auf Rolands Beschreibung aus 2007 (»Nimm den Loop, walke ihn in alle Richtungen zu dünnem Teig, grad so, dass er nicht reißt. Und lecker is’«) und meiner aus 2009 (»Um halb Fünf geht die Sonne auf. Selbstgemachte Marmelade auf frisch gebackenem Brot. The Field dazu. Auf der Veranda und leicht verdrogt.«), lässt ahnen: die Machtdose ist ein Familienbetrieb (oder mein Unterbewusstsein war aktiv). Warum ich zitiere? Prinzipiell wird die Musik von The Field immer noch aus Teig gemacht und das wird wohl auch so bleiben. Das, was man früher mal »repetitiv« nannte, heißt bei Axel Willner plötzlich Loop (als quasi-Genre und Alleinstellungsmerkmal durchaus okay), eine Tonsequenz, die man ohne Brüche mehrfach hintereinander abspielen kann. Das klingt eigentlich nach Langeweile, was da aber über acht, neun, zehn Minuten auf den restlichen Spuren so alles passiert ist wie immer: unschlagbar!


Sebastians No. 1:

01. Nicolas Jaar – Space is only noise
(Circus Company / Rough Trade, VÖ: 04.02.2011)

Auch das angenehmste und zeitüberdauernste Album ist für mich in diesem Jahr (wie das von Mogwai) ein vornehmlich instrumentales. Nahezu alle geschätzten Spielarten elektronischer Musik, Eric Satie und ein ganz kleines bisschen Jazz verbindend, bot es den idealen Soundtrack für meine diesjährigen Vergewisserungen, dass das Sein an sich – also ohne dass man etwas machen muss – doch etwas Schönes ist.


Rolands No. 1:

01. Colin Stetson – New History Warfare Vol.2: Judges
(Constellation / Cargo, VÖ: 25.02.2011)

Colin Stetson ist der Saxophonbegleiter von so ziemlich jedem derzeit. Hier widmet er sich seinem Instrument in einer Weise, dass man erstmal von Fetischismus sprechen kann. Jeder Track wurde in einem durchgängigen Take aufgenommen, mit nur einem Spielgerät, von dem der komplette (!) Sound stammt. Mag man kaum glauben und fassen. Dutzende Mikrofone standen bei der Aufnahme bereit, man sitzt praktisch im Bauch des Saxophons, hört jedes Ächzen und Seufzen, fast schon, wie die Spucke von den Innenwänden tropft. Ein Klangirrsinn, komplett außerirdisch. Trotzdem – und das ist wichtig – nie hat man dabei das Gefühl, irgendeinem masturbatorischen Gegniedel beizuwohnen, sondern alles ist durch ziemlich strikten Minimalismus in der Komposition bzw Struktur gebändigt. Extremst aufregend und meditativ zugleich. Kurzum: ein Monolith, ein Gigant von Platte.

https://www.youtube.com/watch?v=k9YJM2GCvk8

Gregors Top 10: Tracks

  1. John Maus – Hey Moon (Upset! The Rhythm)
  2. Washed Out – Amor Fati (Sub Pop)
  3. Frank Ocean – Novacane (Frank Ocean Self-Released)
  4. Holy Ghost! – Do It Again (DFA, Cooperative Music)
  5. Black Lips – Modern Art (Vice Records)
  6. Iron & Wine – Glad Man Singing (4AD)
  7. Destroyer – Chinatown (Merge Records)
  8. FM Belfast – Stripes (Morr Music)
  9. Lamb – Rounds (Strata)
  10. PJ Harvey – The Glorious Land (Island Records)
  11. tUnE-yArDs – My Country
  12. Peaking Lights – All The Sun That Shines (Domino)

Sebastians Top 10: Tracks

  1. Ja, Panik – Nevermind
  2. Peter Licht – Begrabt mein I-Phone an der Biegung des Flusses
  3. James Blake – Lindesfarne I
  4. Death Cab for Cutie – Doors unlocked and open
  5. Peter Licht – Neue Idee
  6. Ada – The Jazz Singer
  7. Digitalism – Circles
  8. Ghost Of Tom Joad – Just like a dog
  9. Barbara Panther – Dizzy
  10. Michaela Meise – Preis dem Todesüberwinder

Rolands Top 10: Tracks

  1. Metronomy – The Bay
  2. The Crossfaders – Deep Drop
  3. Bombay Bicycle Club – Shuffle
  4. Elbow – With Love
  5. Dominik Eulberg – Das Neunauge
  6. tUnE-yArDs – My Country
  7. Yuck – The Wall
  8. Digitalism – 2 Hearts
  9. Battles feat. Matias Aguayo – Ice Cream
  10. PeterLicht – Sag mir, wo ich beginnen soll

NICHT VERGESSEN! Wir sind wirklich wahnsinnig neugierig auf Eure Nennungen – keine Scheu, wenn Euch nur 3 Alben einfallen, her damit. Wenn Ihr aus 30 Alben nicht auswählen könnte, her damit! Gleiches für Singles, Videos oder was Euch sonst einfallen mag. Danke. Also: Danke!

Die besten Alben 2011 – Plätze 2


Gregors No. 2:

Cut Copy – Zonoscope
(Modular Recordings / Rough Trade, VÖ: 11.02.2011)

Bin ich denn der einzige Mensch in diesem Land mit einer Cut-Copy-Feder im Hut und Bauchschmuck aus Glasperlen? Liegt es vielleicht daran, dass Australien mehr als eine Autostunde von Frankfurt entfernt liegt? Nein, Cut Copy ist nichts für uns Deutsche (in Australien war »Zonoscope« übrigens sieben Wochen auf Platz 1 der Albumcharts). Eigenartigerweise verbinde ich kaum ein Alltagserlebnis mit meiner 2, bestenfalls den gescheiterten Versuch, »Take Me Over« auf einer mäßig besuchten Tanzveranstaltung zu etablieren. Außerdem ist »Hanging Onto Every Heartbeat« auf Superfly, dem Pulshalbierer für Menschen mit Bluthochdruck. Ich: »groß!». Meine Umwelt schweigt zu dem Thema. Aber egal. Die Lehre, die ich aus all dem ziehe: Ab ins Land der Flaschenbäume, vielleicht nach Tasmanien?


Sebastians No. 2:

Mogwai – Hardcore will never die, but you will
(PIAS / Rough Trade, VÖ: 11.02.2011)

Dass Mogwai noch einmal in einem meiner Jahrespolls auftaucht, hätte ich nicht für möglich gehalten, erschienen sie mir doch als typischen Band, die man abgehakt hat. Eher zufällig führte ich mir dann – aufgrund unerbittlicher Musikzukommenlasser, vielleicht auch wegen des schlagkräftigen Titels – die neue Scheibe zu Gemüte und musste feststellen: Postrock will never die! Zehn starke Nummern, nie war Mogwai (samt Live-Act) so gut! Diese Platte steht außerhalb jeder musikalischen Trends und wird auch noch in zwanzig Jahren mein Gehör finden!


Rolands No. 2:

Feist – Metals
(Polydor / Universal, VÖ: 30.09.2011)

Feist war für mich bisher: okay. Wahnsinnig erfolgreich und ist einem häufig, in zig Kontexten begegnet – blieb trotzdem vollkommen unnervig. Musik für alle sozusagen. Aber Musik, die nahe dem eigenen Herzen wohnte? Das nun nicht. Hat sich geändert, kompletto. Mit anderen Worten: was für ein Album! oder auch: was für ein Album! Wie hat sie das nur gemacht? Wahnsinnig gut produziert, klar. Vielleicht wesentlicher: hier ist eine Nüchternheit oder Konzentriertheit eingezogen, die jedes Wenn und Aber beiseite legt. Unverstellter, direktester geht kaum. Haltbarkeitsdatum: lang. Sehr lang.