Jahresbilanz 2005

Was für ein Musikjahr! Geradezu überreich, finden wir. Um das musikalische Wow! des Jahres 2005 gebührend zu feiern, gibt es hier wieder den allseits beliebten Jahresendpoll der Machtdose (überaus beliebt zumindest bei uns).

Gregor und ich geben abwechselnd im Countdown unsere 10 Lieblingsalben preis, danach kommen einfach gelistet noch die jeweiligen 10 Lieblingssongs (diesmal: Songs, nicht Singles, weil so mehr Freiheit).

Und los geht es:

Gregors 10: Kammerflimmer Kollektief – Absencen (Staubgold)

Pulsbremse, weniger als beim Rumstehen. Dann: Begleiter beim Frühjahrsputz. Für die Gehpausen. Verwackelter, verschwommener Jazz. Mein Jazz. Grün. Die Band kommt aus Karlsruhe – wie der Karlsruher SC, nur schöner. Hier wird nicht gekickt, hier wird Magie in die Brühe gerührt. Zaubertrank aus Misteln und Hummer. Klar gesetzt.

The Fall - Fall Heads Roll (Sanctuary / Rough Trade)Rolands 10: The Fall – Fall Heads Roll (Sanctuary / Rough Trade)

Alter vor Schönheit! Einige Kandidaten, die durchaus auch hier rein gehörten, sind rausgeflogen wegen der Ollen hier. Die rotzen ihren Stiefel runter, aber das ist und bleibt nun mal qualitativ höchstwertiger Rumpelfußball. Rock’n Roll, Baby, und sonst nichts.

Ideale Hörsituation: Halbsuff anner Theke, im abgeranzten Club mit Betonfußboden und Bierlachen drauf.

Gregors 9 Trend – Navigator (Plastic Bomb/sounds of subterrania)

Streng genommen war’s ein hartes Jahr für deutschsprachige Rockmusik. Und ein Gutes für die Welt von morgen. Mich hat die Art, wie hier mit dem Thema »Deutschrock« umgegangen wurde, genervt. Also habe ich weggehört. Nur einmal, da wurde es laut, an dem Tag nämlich, als das neue Trend-Album in meinem Briefkasten lag. Nicht ganz fair, ich weiß, selektive Wahrnehmung eben. Aber: gute Entscheidung. Fezer schreibt die gegenwärtig besten deutschen Liedzeilen. Der Typ ist ein Phrasenschwein, und am Ende des letzten Songs ist alles gesagt.

Kanye West - Late Registration (Def Jam / Universal)Rolands 9: Kanye West – Late Registration (Def Jam / Universal)

Zwischenzeitlich dachte ich mal, kommt nicht mehr in die Jahresendliste. Aber dann legt man das Ding nach einiger Nichthörzeit ein, das läuft so und man selbst plötzlich mit bestester Laune durch die Zimmer. Hört es dann doch wieder fünfmal hintereinander und ist aufs Neue beeindruckt davon, wie gut das produziert ist.

Ideale Hörsituation: Anlage laut, während man eine Party vorbereitet und später noch zweimal zum Aufwärmen, während die ersten Gäste kommen.

Gregors 8: Isolee – We are monster (Playhouse)

Damals, in Höchst, haben wir Tür an Tür gewohnt und uns gemeinsam darüber gefreut, dass »System«, eine 12« seiner Frühphase, fünf De:Bug-Sternchen bekommen hat. Danach haben wir uns aus den Augen verloren – nicht aber aus den Ohren. »We are monster« ist ein Brett. Und ganz nebenbei ein Tiefschläger für alle, die den Mensch im Monster sehen. Mit der beste Albumtitel aller Zeiten.

Sigur Rós - Takk Rolands 8: Sigur Rós – Takk (EMI).

Ja, danke. Während die Vorgänger mir eher öd vorkamen, haut diese Platte hin. Kitsch und Mystik vielleicht, aber taghelle. Nicht nur ist jetzt das Gewölk aufgeklart, sondern neben allerlei Klingklang zugleich Dynamik reingekommen, die aus zuvor ambienten Studien rundheraus Lieder macht.

Ideale Hörsituation: Spätabendsommer, auf weiter Rasenfläche liegend. Augen geschlossen, Sonne wärmt das Gesicht.

Gregors 7: Boards Of Canada – The Campfire Headphase (Warp)

Wenn’s ginge, würd‘ ich mir die Musik ja spritzen. »The Campfire Headphase« ist soft – supersoft. Musik für’s Holodeck. Der Soundtrack zu einer Westernsimulation, allerdings kein wilder Western, in diesem Western haben sich alle lieb, man streichelt Pferde, bestellt den Acker und raucht gemeinsam Panama Gold. Die Leute sind entspannt. Sex spielt auch eine gewisse Rolle.

Hauschka - The Prepared Piano (Karaoke Kalk / Indigo)Rolands 7: Hauschka – The Prepared Piano (Karaoke Kalk / Indigo)

Dass der Mann nach einer Kosmetikserie heißt, scheint mir zu passen. Hier hat er seinem Klavier physisch jede Menge Mittelchen (Klebebänder, Nägel, Kronkorken und noch einiges mehr) beigefügt. Was das Instrument einerseits klanglich aufrauht, andererseits aber, durchaus im Gegensatz zu weiten Teilen der Tradition des Pianopräparierens (John Cage usw.), den Sound nicht nur erweitert, sondern auch noch schöner macht. Dazu Minimal Music-Anleihen, bin ich immer für zu haben.

Ideale Hörsituation: Beim Werkunterricht? Im Konservatorium? Beim Werkunterricht im Konservatorium?

Gregors 6: Art Brut – Bang Bang Rock and Roll (Fierce Pan/Cargo Records)

2005 war das Jahr der Hipster. Jungensbands. Nichtssager. Nicht nur im Fußball halten die Knirpse jetzt das Ruder in der Hand. Oasis? Waren gestern. Supergrass? Vergiss es! Young is the new loud. Ich glaube, man nennt das Rock, was die da machen, Inselaffenrock, allen voran Art Brut. Haben einige grandiose Textzeilen hingelegt.

Final Fantasy - Has a Good Home (Tomlab / Indigo)Rolands 6: Final Fantasy – Has a Good Home (Tomlab / Indigo)

Der uneheliche Halbbruder meines Vorjahres-Nummer-1-Albums von Joanna Newsom, jedenfalls in my inner map: statt Harfe diesmal Geige, dafür in der Inszenierung nicht unähnlich. Wunderbare Selfmade-Arrangements von einem, der nicht nur ganz passabel, sondern eigentlich richtig schön singen kann. Musik zum gegenseitigen Anschmachten. (Überraschenderweise das einzige Stück Kanada in meiner Liste, obwohl dieses Jahr soviel Kanada war wie noch nie.)

Ideale Hörsituation: Sonntagmorgen, Balkon, Frühstück mit dem Liebessubjekt Deiner Wahl.

Gregors 5: Fat Freddy’s Drop – Based on a true story (Sonar Kollektiv)

Die Songs auf »Based on a true story« sind durchschnittlich siebeneinhalb Minuten lang, lange genug also, um auf verschiedene Genres zu hüpfen und Breaks zu erschaffen, die sich Zeit nehmen. Es ist Dub und Soul, Jazz und Reggae. Und es ist neu, außergewöhnlich, frisch. Fat Freddy’s Drop wecken den Hunger nach Licht. Denn eins ist klar: Licht macht glücklich.

Clap Your Hands Say YeahRolands 5: Clap Your Hands Say Yeah – Clap Your Hands Say Yeah

Man kann jetzt diskutieren, ob die hier schon reindürfen. Bald wird nämlich wahrscheinlich ausgiebiger über die Band berichtet werden, ohne dass je die Geschichte ihres märchengleichen Aufstieges ausbliebe. Da aber das (labellose) Album eben doch ganz problemlos über das deutsche Amazon dieses Jahr zu beziehen war, nehme ich es jetzt rein, auch wenn es nochmals bei nem „richtigen“ Label im Januar erscheint (vgl. folgenden beiden Amazon-Links: Eins und Zwei, wobei der zweite das Märchen auch nochmal nacherzählt).

Jetzt aber zur Musik: Ob die gefällt oder nicht, steht und fällt mit dem Gesang, so: hochgepitchter David Byrne, dazu schrammeln Elektrogitarren, ordentlich durchryhthmisiert. Die Platte kommt einem nahezu klassisch „indiemäßig“ vor (was ja dann auch wieder zu obiger Geschichte passt), womit man vor grauen Zeiten eine bestimmte Form gitarrenzentrierter und melodienversessener Musik meinte. Weshalb einem da so einige Namen einfallen mögen, frühe Go-Betweens etwa. Aber und gerade: wann hätten wir schonmal in den letzten Jahren Entsprechendes und entsprechend Gutes gehört?

Ideale Hörsituation: In your room.

Sufjan Stevens - Illinois (Rough Trade)Gregors 4: Sufjan Stevens – Illinois (Rough Trade)

Sufjan Stevens ist bei Lauf- und Fangspielen der Fänger. In der Spielwelt der Musik verhält es sich ganz ähnlich. Sein Heimatalbum »Michigan« war mir allerdings noch zu mutlos, erst mit »Illinoise« kam Schwung ins Spiel. Stevens hat mich gestellt. Oder anders gesagt: bekehrt. Wohin uns sein Glaube führt, bleibt abzuwarten. Die beiden nächsten Alben »Rhode Island« und »Oregon« sind vorbestellt.

Maxïmo Park - A Certain Trigger (Warp / Rough Trade) Rolands 4: Maxïmo Park – A Certain Trigger (Warp / Rough Trade)

Wahrscheinlich die Band, auf die wir uns alle einigen können. (Wie man mir zutrug: Live die sympathischste, die wo grade gibt) Das Tolle an Maxïmo Park ist, dass die schlicht songschreiberisch glänzen, und nicht nur – wie die meisten Hipbands aus UK grad – vom jugendlichen Drive leben, was ja für den Spaß oft genug schon hinreicht. Gut auch, dass trotzdem punktgenaues Produzieren eher zweitrangig bleibt, da darf auch mal was verwischen, eh egal, weil das Nächstgeile gleich um die Ecke kommt.

Ideale Hörsituation: Maxïmo Park in concert (vermutlich).

Gregors 3: Gorillaz – Demon Days (Parlophone/EMI)

Aus irgendeinem Grund war ich nie Blur. Und das Gorillaz-Konzept, sich hinter Comics zu verstecken, fand ich belanglos. Trotzdem ist ihre Musik jetzt auch bei mir angekommen. Ob’s De La Soul waren? Oder vielleicht FM4, die »Dirty Harry« rauf und runter gespielt haben? Und an dem einen oder anderen Artikel zur Band muss ich mich auch verschluckt haben, schließlich ist meine anfängliche Skepsis der blanken Begeisterung gewichen. Schüttelbeats und Beach-Boys-Harmonien, dazu Chor und Rap. O Jeses. Aus einem Guss und doch ganz anders.

Boy Robot - Rotten Cocktails (City Centre Offices)
Rolands 3: Boy Robot – Rotten Cocktails (City Centre Offices)

Das erste Mal, dass Elektronik auf der Liste erscheint. Was, für meine Fälle, schon eher ungewöhnlich ist, zugleich aber dafür steht, dass 1. dies‘ Jahr ein Gitarrenjahr war und 2. der Trend sich fortsetzt, dass der Ausstoß guter Elektronica-Produktionen weiter nachlässt. (Oder aber dafür, dass ich sie nicht mehr mitbekomme.)

Diese Platte hier hat jedenfalls alles, was man von maschinenproduzierter Musik auch nur erwarten kann. Soundschwelgerisch, kontemplativ und mitwippbar zugleich. Universal einzusetzen, ein treuer Begleiter überallhin und nutzt sich bis zum jüngsten Tag nicht ab. Also.

Ideale Hörsituation: Frühmorgens über Mp3-Player, auf dem Weg zur Arbeit, angemüdet mit der Stirn an die kühle Fensterscheibe der U-Bahn gelehnt.

Gregors 2: LCD Soundsystem – LCD Soundsystem (DFA Records/EMI)

James Murphy, der Anti-Hipster schlechthin, trägt nicht ohne Grund Schweiß unter den Achseln. Meine Vorliebe für seine Musik lasse ich mir von niemandem nehmen. Druck und Bass, Hit um Hit – ich war nah dran, auszuticken. »Losing my edge« hat seinerzeit die Tür weit aufgestoßen, nun sind alle drin und tanzen auf Gitarren. Funkpunk (oder doch Punkfunk?), Diskorock respektive Dancerock: Hauptsache Fusion. Zitathölle. Das Thema ist jetzt durch und Murphy gebührt der Ehrentitel. Dicht an der Eins.

Sufjan Stevens - Illinois (Rough Trade)Rolands 2: Sufjan Stevens – Illinois (Rough Trade)

Tja, was noch darüber sagen? Welches Superlativ sich noch ausdenken? Hat er sich doch schon alle alle abgeholt, der Sufjan, der mit schmaler Brust noch in jedes Superheldenkostüm passt. Zum Beispiel bei dem Album: denkt man zuvor, ja, ne, war schon vorher wahnsinnig gut, klar, n bisschen arg auf Melancholie gesetzt, aber… – dreht der halt beim nächsten Mal ordentlich die Chöre auf, und schon ist alles derart beseelt und beglückend, dass man gleich zum Wiedertaufen gehen möchte, fast. In den Texten wird aber trotzdem noch ordentlich geweint: im Bett, im Van, am Telefon und überall. Obzwar es fast schon parodistisch wirkt: so gehört es sich denn auch. Auf die nächsten 48 Alben!

Ideale Hörsituation: andere Glaubensbrüder und -schwestern in Wallegewändern an den Händen haltend, fernweltlicher Blick.

Gregors 1: Kaiser Chiefs – Employment (B-Unique/Universal)

Die Kaiser Chiefs stammen aus Leeds. Keine Ahnung, wo das liegt. In meiner Vorstellung sind alle Menschen, die von dort kommen, unglücklich. Dasselbe könnte man über Mannheim sagen, werden sich jetzt die Engländer denken. Ist Leeds eigentlich bekannt für seine tollen Bands? Ich glaube, »Employment« wird ein Klassiker. Bestes Album des Jahres 2005.

The Magic Numbers - The Magic Numbers (Capitol / EMI)Rolands 1: The Magic Numbers – The Magic Numbers (Capitol / EMI)

Wahrscheinlich würde das nicht funktionieren, jemand durch direktes Vorspielen von der Platte überzeugen zu wollen. Vermutlich säße ich demjenigen mit begeisterungsheischendem Blick gegenüber, während der nur skeptisch dreinschaut und irgendwann „Und – das wars?“ fragt.

Was macht also diese Musik so gut? Jedenfalls nichts, was einem unmittelbar und sofort entgegentritt. Tatsächlich, und das mein Tip: einfach ca. fünfmal laufenlassen. Dann aber. Dann aber! Besser gehts kaum: zart, sehnsuchtsreich, verheißungsvoll. Nahezu perfekte Songs, Meisterwerke – drunter mach ich’s nicht. Und alles mit höchster Bewusstheit aufs Klassikersein hingeschrieben, was einem manchmal sogar leicht abgeschmackt vorkommen kann, aber was hilft es, sinds ja wirklich.

Ideale Hörsituation: Apathischer Paartanz mit der Ex-Geliebten in der Hotelbar. Alles ist gesagt.

Gregors Songs des Jahres:

  1. MU – We love guys named Luke (Manchester’s Revenge)
  2. Hard-Fi – Hard to beat (Necessary Records/Atlantic)
  3. Gorillaz – Demon Days (Parlophone/EMI)
  4. Maximo Park – Limasoll (Warp)
  5. Hiltmeyer Inc. – Rockabilly (Gomma)
  6. The Rakes – Work, work, work [Pub, Club, Sleep] (V2 Records)
  7. Mouse Machine – To a girl (Hazelwood)
  8. Arcade Fire – Neighbourhood #2 [Laika] (Rough Trade)
  9. The Broken Beats – Little by littel (Hazelwood)
  10. Electronicat – Non (Disko B)

Roland: Songs des Jahres 2005

  1. LCD Soundsystem – Yeah (Crass Version)
  2. Sufjan Stevens – Chicago
  3. Mylo – Drop the Pressure
  4. Nada Surf – Concrete Bed
  5. Kammerflimmer Kollektief – Lichterloh
  6. Röyksopp – Alpha Male
  7. Hot Hot Heat – Dirty mouth
  8. The Most Serene Republic – Proposition 61
  9. Imogen Heap – Hide and Seek
  10. Richard Davis – World Dissapears

Gregors Top-3-LIVE-ACTS:

1. Arcade Fire; 26.08.; Köln, Monsters of Spex
2. Broken Beats; 04.09.; Frankfurt, Batschkapp
3. Maximo Park; 28.11.; Frankfurt, Festsaal Casino des Campus Westend

Und jetzt: macht mit! Wir bitten Euch um Eure Lieblinge. Müssen nicht unbedingt zehn sein. Auch wenn Ihr sonst was zu den genannten Alben zu sagen habt, nur her damit. Mal sehen, vielleicht kriegen wir ja in der Summe aller Meldungen am Ende noch die kollektiven Topstars raus.

Unter denjenigen, die bis 31.12.05 diesen Poll kommentieren, wird auch 1 Preis verlost: 1 Mix-CD von uns, nach einem Wunschthema des Gewinners!

Related posts

Schlagwörter: , ,

60 Antworten auf Jahresbilanz 2005

  1. Carsten sagt:

    Here we go. Gregor hat immerhin vier Richtige bei der Single-Liste.
    Nein, mache nur Spaß…

    ALBEN:

    1. THE EDITORS — The Back Room
    2. THE TEARS — Here Come The Tears
    3. PAUL WELLER — As Is Now
    4. OLLI SCHULZ & DER HUND MARIE — Das Beige Album
    5. THE STROKES — First Impressions Of Earth
    6. ARCADE FIRE — Funeral
    7. FUNNY VAN DANNEN — Nebelmaschine
    8. RUFUS WAINWRIGHT — Want Two
    9. WIR SIND HELDEN — Von Hier An Blind
    10. THE MAGIC NUMBERS — The Magic Numbers

    SINGLES:

    1. DAVID BOWIE — Five Years (Live)
    2. LITTLE BARRIE — Be The One
    3. HARD-FI — Hard To Beat
    4. FRANZ FERDINAND — Do You Want To
    5. STEREOPHONICS – Dakota
    6. GWEN STEFANI — Cool
    7. THE RAKES — Work Work Work (Pub Club Sleep)
    8. KAISER CHIEFS – I predict a riot
    9. ARCADE FIRE — Neighborhood #2
    10. GORILLAZ — Feel Good Inc.

  2. Roland sagt:

    Sebastians Jahresliste kam uns per Mail zu und geht so:

    ALBEN:

    1. Hot Hot Heat: Elevator (Reprise / Warner)
    2. Oceansize: Everyone into position (Beggars Banquet / Indigo)
    3. dEUS: Pocket revolution (V2 Records / Rough trade)
    4. Washington: A new order rising (Glitterhouse / Indigo)
    5. Death cab for cutie: Plans (Atlantic / Warner)
    6. Isis: Oceanic Remixes and Reinterpretations (Hydra Head / Indigo)
    7. The Arcade Fire: Funeral (Rough Trade)
    8. Maximo Park: A certain trigger (Warp / Rough Trade)
    9. I am kloot: Gods and monsters (Echo/Pias /Rough trade)
    10. Union Youth: The boring years (Eat the Beat / Universal)

    SONGS:

    1. DJ Koze Aka Adolf Noise: Zuviel Zeit (Indigo)
    2. Hard-Fi: Better do better (Warner)
    3. Bloc Party: Helicopter (Rough trade)
    4. The Subways: I want to hear what you have got to say (Warner)
    5. Nada Surf: Always Love (Rough trade)
    6. Washington: Black Wine (Indigo)
    7. dEUS: Bad timing (Rough trade)
    8. Nine black alps: Unsatisfied (Universal)
    9. Death Cab for Cutie: Your heart is an empty room (Warner)
    10. Moving Units: Birds of prey (Rough trade)

    LIVE-ACTS:

    1. dEUS; 14.11.; München, Zenith
    2. Broken Beats; 28.09.; Ulm, Salon Hansen
    3. Oceansize; 26.10.; Stuttgart, Schocken

  3. curtis newton sagt:

    1- sultans—shipwrecked (swami)
    da es diese vö nur als cd gibt und ich ewig hoffte, dass sie doch noch als vinyl rauskommt, habe ich sie dementsprechend spät gekauft, denn wer die >ghostship< kennt, will alles von den sultans. was soll ich sagen, voll schraddliger gitarren und krachigen popmelodien. aus dem hause swami, von und mit seiner rockigkeit slasher / co j. reis / co speedo. 2- hot boogie chillun - 15 reasons to rock (drunkabilly) stichwort plattencoverkauf. also cover gesehen, mußte reinhören. erstes lied direkt ein hit und zu hause dann noch 14 hinterher. stellte sich raus, die sind schon länger dabei und die älteren sachen auch sehr gut. reiner rock'n'roll und überraschenderweise sind das deutsche jungs, deren seitenprojekt ich aber leider lieber totschweige. 3- hot snakes — audit in progress (swami) die gitarrenwelt ist ja eine scheibe, besser, mehrere scheiben und wenn du dir die scheiben aussuchen müßtest, aus der diese welt besteht, dann wären das die drei platten von hot snakes, alle sultans, alle rocket from the crypt, alle drive like jehu... 4- turpentine brothers- we don't care about your good times (alive) stichwort plattencoverkauf zum zweiten. sowieso mein geheimtipp, weil wesentlich aufregender als komische, nervöse musikmagazine. aber hier das cover, schönes low-fi-garage cover, mit, jetzt wichtig, nem hingugger drauf, sprich wie sich raustellt, der drummerin von >mr. airplane man< , was ich aber zu dem zeitpunkt noch nicht wußte. erster lied ein hit, zweites..., muß ich mehr sagen? wenn ich tanzen würde, dann dazu. zu der gitarre kommt hier noch interessanterweise ne krachige orgel und das ganze hört sich dann an, als hätten die drei auch mal ordentlich>gallon drunk< gefrühstückt. 5- trend- navigator (sounds of subterrania) trend eben. satter sound. in den gitarresound habe ich mich eh beim ersten gesehenen konzert verliebt. dann diese basswandläufe und dieses aufdenpunktrock schlagzeug. der gesang, ja trend eben. wass soll's ist ein hit und mehr rockelemente auch und wenn man dann trend live sieht, weiss man, jetzt wird das ganze so, wie es die platte verspricht---physisch und wenn nicht, machst du was falsch. 6- smoke blow - dark angel ( noise-o-lotion) poppoppopstonerpunkrock. das diese kieler es doch immerwieder schaffen letztlich pop so fett klingen zu lassen. 7- bbq — tie your noose (bomp) + the king kahn and bbq show (hazelwood) bbq , einmal solo und das zweite mal mit king kahn. die lieder überschneiden sich zum teil, dadurch das sie aber perlen sind, perlt es auf beiden platten gewaltig. onemanband feat. king kahns verranzte wandergitarre. reduzierte ohrwürmer. 9 -the lids- st (rip off records) plattencoverkauf die vorletzte. lehrstück in sachen plattencoverkauf, weil punkig schrammlige aufmachung. drei kaputte jeans jungs und zwei bzzzzzzzzzzzzisch chicks! alles was du für ein cover brauchst, damit du auf jeden fall reinhörst. am ende ein garagenpunk-trash-orgel-massaker mit feinsten popmelodien.lecker. 10- the soviettes — lpIII (fat wreck chords) pck die letzte. ok, kein klassiker, weil vorne nur so leichtes sowjet ambiente, dafür auf einem label, welches mehr verspricht. die rückseite enthüllt das vier mädels zu einem jungem bandverhältniss und die musik ist ein wilde, krachige popvariante, die an team dresch und bitchin erinnert. 11- the come ons - higher/not the man (mo pop) erlaube ich mir, weil ich keine songs auflisten werde und es sich bei dieser 12« nur um eine maxi handelt (auf der dann auch tatsächlich zwei von vier lieder elektronisch sind), diese ep noch als elfte platte des jahres anzuhängen. >higher< und >not the man< sind dafür großartige hits, die die nervosität von the make up beiseite lassen und straight und geradezu fett dir die hüften umwummern und dich in zukunft beim james-brown-hören fragen lassen, mensch james, komm aufn punkt! Rock bless you,

  4. Sebastian sagt:

    – Abgefahrene Liste von Curtis. Merke, dass ich wohl wenig Ahnung von aktueller Musik habe.
    – zu Carsten: Handelt es sich um „Filli“? Des Weiteren: Woher kennst du die neue Strokes? (War das ein Witz?)
    – zu Gregor: Könntest du mir mal sagen, was an Kaiser Chiefs besser ist als an Maximo Park oder gar Hot Hot Heat? Diese Frage ist nicht provozierend gemeint. Es interessiert mich wirklich, ob man (du) das ausdrücken kannst.
    – Wie wär’s mit weiteren Live-Acts-Top-3s?

  5. curtis newton sagt:

    -meine liste ist das freudige ergebnis meiner plattencoverkauftheorie vs musikmagazinlangeweile (da bin ich voller vorurteile, whatever)!
    -zudem würde ich auch gerne wissen, ob carsten->filli und sebastian->seppel ist?
    und curtis newton->…..?
    -und the arcade fire hätten es auch bei mir verdient, quasi 12ter platz!
    live acts auch ne gute idee! darf ich ?

  6. Roland sagt:

    curtis: aber bitte doch! meine top3-live-acts sieht übrigens so aus:
    1.
    2.
    3.
    denn ich war auf keinem einzigen konzert.

    und ihr habt euch alle richtig identifiziert.

    ps: wg. strokes – das sind halt die freuden eines musikjournalisten :)

  7. Daniel sagt:

    Okay, was macht man nicht alles, um sich vor der Arbeit zu drücken. Hier also ausschnitte aus der Playlist eines Ewiggestrigen (in wahlloser Reihenfolge):

    Trail of Dead — Worlds Apart: Immer, immer wieder! Artsy, aber nicht fartsy. Ist mir rätselhaft, wie die das hinbekommen.

    This is Horrorpunk 2 (Compilation): Cool, wie viele Bands heutzutage mehr nach Misfits klingen, als die heutigen Misfits selber. Whoo-Hoo-Faktor: 10!

    Millionaire — Paradisiac: Das beste aus Belgien seit »Mann beißt Hund« und diesen leckeren Muschel-Pralinees. Jemand, der oft Recht hat, behauptete, so würden Monster Magnet klingen, wenn Jon Spencer bei ihnen gesungen hätte. Gar nicht mal soo falsch.

    Shout Out Louds — Howl Howl Gaff Gaff: Hits, Hits, Hits! Der mitreissendste Gitarrenpop seit ca. Built to Spill & Sammy, vor allem, wenn man sich in anderen Umständen befindet. Schweden, du hast es besser!

    The Warlocks — Surgery: Durchgeknallte Drogenfreaks zum Liebhaben. Klingen so, als würde sie gleich umfallen. Wahrscheinlich haben sie deshalb immer ein halbes Dutzend Gitarristen zum Auswechseln dabei. Leute, die sich eben genannte Platte illegal runtergeladen haben, dürfte auch folgendes Produkt interessieren:

    Dead Meadow — Feathers: Fettiger Doom-Stoner-Rock. Kann Kiffen nicht ersetzen, aber prima ergänzen.

    Smoke Blow — Dark Angel: Jawoll, immer mitten in die Fresse rein! Aber bitte mit Niveau!

    The Duke Spirit — Cuts across the Land: Schön, kaputt, lasziv, verzweifelt — toll!!! Komischerweise aus London.

    Trend — Navigator: Wurde schon zur Genüge gepriesen. Ich schließe mich uneingeschränkt an.

    The Raveonettes — Pretty in Black: Dogma-Pop, der so tut, als wäre die Welt in Ordnung. Eben, drum!

    Live:
    Melt Banana — Milk, Tokio: Klingt ein wenig angeberisch, ist aber durchaus so gemeint. Die Bassistin ist tatsächlich kleiner als ihr Instrument.

    New Bomb Turks — Solingen, Cobra: Vorletztes Konzert der Turks auf europäischem Boden. Und dementsprechend ging’s ab!

    Hot Snakes & Weird War, Knaack, Berlin: Extrem coole Kombination, need I say more?

    Trend – mehrmals, überall: Immer anders, immer geil!

    Trail of Dead, Live Music Hall, Köln: Warum hat nicht jede Band zwei Schlagzeuger?

    Rex King, Tsunami Club, Köln: Retardiertes Rockmonster aus Köln — stumpf, laut & lustig!

  8. vivi sagt:

    Le moment dæcisif est enfin arrivæ:

    1) Le Greg-Tokio loves you und ich #4
    2) Arcade fire- Funeral (Rough/ Trade)
    3) Kaiser Chiefs- Enjoyment (B-Unique/ Universal)
    4) Clap your hands say yeah-The debut Album (V2 musik)
    5) Antony and the Johnsons- I’m a bird (Rough Trade/ PIAS)
    6) Sulfjan Stevens- Come on, feel the Illnoise (Rough Trade)
    7) Whomadewho- Whomadewho (Gomma)
    8) The magic numbers- The maguc numbers (Capitol/EMI)
    9) Wolf parade- Apologies to the Queen Mary
    10) The National- Alligator (Beggars Banquet)

    Top-3-Live-Acts:
    1) Melt Banana- September in Tokyo
    2) Facefull- August in Tokyo
    3) Cocorosie- November in Frankfurt

    2005 war musikalisch grossartig!
    Ich hoffe 2006 wird zeigen, was es in der Hose hat.

  9. Eikman sagt:

    hey, wir haben immerhin drei Übereinstimmungen.

    Meine elaborierte Liste gibt’s hier:

    http://thelastbeat.com/2005/12/16/359/

  10. Sebastian sagt:

    Ja, Sebastian ist Sebbl. Nun sollte sich CN outen.

  11. Roderik sagt:

    Platten 2005
    Roderik Becker / Machtdose

    ergreifend (Platte des Jahres): Antony and the Johnsons — I’m a bird now

    wiederveröffentlicht — und das ist gut so: Neutral Milk Hotel — In the aeroplane over the sea

    Kampfmusik: The Decemberists — Picaresque

    Really, really indie: Akron/Family — Akron/Family

    deep: Fat Freddy’s Drop — based on a true story

    opulent: Sufjan Stevens — Come on feel the Illinoise

    live und alles andere als peinlich: Wilco — Kicking Television (Live in Chicago)

    Da hat jemand seinen Weg gefunden: Ryan Adams and the Cardinals — Cold Roses

    Pop: Nada Surf — The weight is a gift

    Hip Hop: K-OS — Joyful Rebellion

    Rock’n’Roll: Art Brut — Bang Bang Rock’n’Roll

    genau richtig: Kammerflimmer Kollektief — Absencen

    eigen: Coco Rosie — Noah’s Ark

    große Gefühle: Wolf Parade — Apologies to the Queen Mary

    Wäre mir ohne den Tip von Reiner Bös entgangen: Hudson Bell — When the sun is the moon

    Konzerte:

    Rufus Wainwright, Royal Frankfurt
    Antony and the Johnsons, Mousonturm Frankfurt
    Social Distortion, Schlachthof Wiesbaden

  12. Cut1977 sagt:

    In no particular order:
    ELLEN ALLIEN – Thrills
    SMOG – A River Ain’t Too Much To Love
    HOOD – Outside Closer
    BONNIE ‚PRINCE‘ BILLY & MATT SWEENEY – Superwolf
    THE MARS VOLTA – Frances The Mute
    LOGH – A Sunset Panorama
    LAWRENCE – The Night Will Last Forever
    A SILVER MT. ZION – Horses In The Sky
    BOHREN & DER CLUB OF GORE – Geisterfaust
    BLOC PARTY – Silent Alarm

  13. Sebastian sagt:

    Sebastians kommentierter Jahrespoll 2005 — Platten

    1. Hot Hot Heat — Elevator; Warner, V.Ö.: 04.04.2005

    Muss zugeben, dass die Verteilung meiner Ränge 2-9 relativ kontingent ist, doch einer Platte steht schon seit April unumstritten Rang 1 zu. Warum? Nicht nur, weil die Band im Verhält-nis zu ihrem Debütalbum einen Quantensprung gemacht hat, sondern weil ich keine Scheibe nennen kann, die derartig viele interessante Hits beinhaltet. Die Songs bestechen durch hitzige Refrains, originelle Gitarrenriffs, sattem Bass, traditioneller Orgel, Euphorie, Melancholie (»Elevator«) und angenehm hysterischem Gesang. Jedes Mal gibt es etwas zu entdecken. Und das noch nach fünfzigmal Hören! Kein Album des Jahres, sondern ein Album für die Ewig-keit! (Live verständlicherweise nicht ganz so toll, weil das ja gar nicht geht.)

    2. Oceansice — Everyone Into Position, Beggars/Indigo, V.Ö. 19.09.2005

    »Effloresce«, der Erstling, war für mich – vielleicht neben »Is this it« – das beste mir bekannte Debütalbum der letzten Jahre und das schon nach wenigem Male Hören. »Everyone Into Posi-tion“ ist da anders. Am Anfang dachte ich: Wie unspektakulär, wie langweilig. Doch dann kam es langsam, aber gewaltig, wofür stellvertretend der Opener „The Charm Offensive“ steht. Besseren Stadionrock kann ich mir nicht vorstellen. Das Album zeigt alles, was ich von U-Musik bisweilen erwarte: Gesunde Härte, interessante Rhythmen, Ernst, Präzision, also DIE Mischung zwischen Tool und Pink Floyd. Und das bestätigt die Band live eindrucksvoll. Wäre beinahe noch einmal nach Amsterdam gefahren. Also: Vorurteile aufgeben, Progrock hören, auch wenn das nicht das Hipste ist.

    3. dEUS — Pocket Revolution, V2/ Rough Trade, V.Ö.: 12.09.2005

    Kaum eine mir bekannte Band hat drei derartig gleichgeniale »Erstlings«-Scheiben hingelegt wie dEUS. Nach sechs Jahren nun die geglättete, ungeniale Steigerung, die mit dem reichhal-tig instrumentiertem 7-Minuten-Hit »Bad Timing« gleich Maßstäbe setzt. Dem folgt ein durchweg abwechslungsreiches Tableau an Songs, mal groovend, mal balladesk, mal jazzig. Könnte ich mir täglich anhören! Live absolut empfehlenswert!

    4. Washington — A New Order Rising, Glitterhouse/Indigo, V.Ö. 04.07.2005

    Wer der neuen »Coldplay« – wie ich – oft heimlich lauschte, hätte Anfang Juli aus seinem Ei-genbrötlertum erlöst werden können. Klar, die Band hatte bei mir Vorschuss, weil sie aus Norwegen, genauer gesagt vom Polarkreis kommen, und jetzt auch Nachschusslorbeeren, weil sie live soooo sympathisch waren. Die Musik klingt angenehm konservativ: Bluespop, z.T. mit Streichern und Slide-Gitarren, und immer in tiefem Moll. Nie habe ich etwas derartig ü-berzeugend Melancholisches zu Gehör gekriegt, wohl weil es in Tromsö bisweilen selten hell ist. Ein unglaubliches Debüt!

    5. Death Cab for Cutie — Plans, Warner, V.Ö.: 29.08.2005

    1988 erschien ein Album, dass meinen undefinierbaren Nichtwinter-Sonntagnachmittagen endlich Gestalt geben konnte: »16 Lovers Lane«. Diese Scheibe hat jetzt mit »Plans« ihre Nachfolgerin gefunden, denn „if heaven and hell decide that they both are satisfied / illumi-nate the no’s on their vacancy signs.“ Verträumter, strukturierter Pop, mal mit Synthie, mal mit Akustik-Gitarre. DIE Band zwischen Go-Betweens und New Order.

    6. Isis — Oceanic: Remixes, Hydrahead/Indigo, V.Ö. 18.04.2005

    Zweifellos ist es nicht gewöhnlich, dass eine Psychedelic-Hardcore-Gitarren-Kapelle eine Remix-Scheibe herausgibt. Aber die Glättung passt: dreißigmal angehört, nie Langeweile empfunden! Und wahrscheinlich hätte »Isis« eh alles herausgeben können und sie wären in meinem Poll gelandet. Live eine Wucht!

    7. The Arcade Fire: Funeral, Merge/Sanctuary/Rough Trade, V.Ö. 14.03.2005

    Das individuellste sehr zugängliche mir bekannte Europa-Debütalbum des Jahres! So abge-fahren, so abwechslungsreich, da fehlen einem echt die Worte, und dass wurde live noch ge-topt! Doch das Album des Jahres? Höre es mir gerade wieder an, will es auf Rang 2 setzen und belasse es doch dabei, und zwar weil ich zu wenig verschroben bin

    8. Maximo Park — A Certain Trigger, V.Ö. 16.05.2005

    Dass eine Scheibe von Bloc Party, Art Brut, Kaiser Chiefs, Franz Ferdinand oder Maximo Park in meinen Poll kommt, überrascht wohl nicht. Alle habe ich mir noch einmal intensiv angehört und muss sagen, dass letzte den Vorzug bekommen hat, weil mir die Art der Dyna-mik und des Vorantreibenden (siehe Roland) von »A certain Trigger« am Interessantesten erscheint. Leider wie das Debüt von Franz Ferdinand eine Platte, die schwerlich einen würdi-gen Nachfolger finden kann, oder? Schon die neue B-Seiten —Kompilation interessiert mich nicht mehr so!

    9. I’m kloot — Gods and monsters, PIAS/Rough Trade, V.Ö. 11.04.2005

    War im Mai nach zig Jahren mal wieder im Rockpile (Mz) und habe »Gods and Monsters« angedreht bekommen. Danach, weil ich bei meinen Eltern keine Mucke hatte, gleich zehnmal gehört und nach und nach verstanden: Stilvoller, angerauter Minimalismus, mal guitarpoppig, mal ein wenig swingend und jazzig, sichere Poesie. Gleich kurze Zeit später das Konzert mit-genommen und die Band als die coolste empfunden.

    10. Union Youth — The Boring years, Eat The Beast / Roadrunner / Universal, V.Ö. 06.06.2005

    Sollte sich einer meinen Poll bis hierhin durchgelesen haben, fragt er sich jetzt sicherlich, was (die einzige deutsche Band) »Union Youth« mit Ihrem Grunge, der wohl kaum eine/n seriösen U-Musik-KritikerIn interessieren wird, hier zu suchen hat, zumal ich »Nirvana« immer stink-langweilig fand. Nur mit latentem Pubertismus oder weil ich mit meinen SchülerInnen mithal-ten will, kann ich es aber nicht erklären. Aber wie? Vielleicht, weil mir Grunge schon ent-spricht, es aber nie die geeigneten Bands dazu gab? Klingt unwahrscheinlich. Aber: So gerne abgegangen wie mit Union Youth bin ich selten. Allerdings nur heimlich mit MP-3-Player!

  14. 1. Laura Veirs: Meteors
    2. Of Montreal: The Sunlandic Twins
    3. Matisyahu: Live at Stubb’s
    4. Fiona Apple: Extraordinary Machine
    5. The Raveonettes: Pretty in Black
    6. St. Etienne: Tales from the Turnpike House
    7. Black-Eyed Peas: Monkey Business
    8. Super Furry Animals: Love Kraft
    9. Kate Bush: Aerial
    10. Smog: A River Ain’t Much To Love

  15. Roland sagt:

    I am kloot ist sehr gut, viel besser als die vorgängerplatte, die ja auch nicht schlecht war, finde ich (hatte die so als depri-folkpop in erinnerung).

  16. Äh, „Years of Meteors“ heißt die von Laura Veirs. Außerdem wollte ich noch sagen, dass ich den Trick, die Magic Numbers fünf mal zu hören, unbedingt noch ausprobieren will. Unter meinen Lieblingsalben sind einige, die ich anfangs geradezu gehasst, aber tatsächlich nach ungefähr fünfmaligem Hören entdeckt habe.

  17. Sebastian sagt:

    Wollte noch mal eine Lanze für meinen Lieblingssong des Jahres („Zuviel Zeit“)brechen: Selten habe ich so gelacht und so konsquenten Erfolg beim Vorspielen gehabt. Und mal ganz ehrlich: Die Situation unsres Landes ist auf den Punkt getroffen! Anhören und kommentieren!

  18. Oh je. Habe Martha Wainwright: Martha Wainwright (Platz 2) vergessen und möchte die Raveonettes nun doch rausschmeißen. (Merkt man eigentlich, dass das mein erster Poll ist?)

  19. Roland sagt:

    Seb: ja, schon ziemlich lustig. übrigens im intro-poll die nr. 2, das lied:
    vgl. http://www.popkulturjunkie.de/wp/?page_id=1815

    ist das eigentlich heinz strunk?

  20. curtis newton sagt:

    okay sebbl, curtis newton ist wölfchen!

  21. curtis newton sagt:

    eines muss ich sagen, parka lewis ist ein großartiges pseudonym.

  22. kris sagt:

    Ich habe nicht viel neue Musik dieses Jahr gehört und besorgt, sondern eher Black Music und Jazz aus den 60’s/70’s. Daher gebe ich alle meine Stimmen für Jamie Lidell ab. Multiply ist meine LP des Jahres und seine Live-Auftritte waren das beste seit Matthew Herbert oder der JSBX.

  23. Sebastian sagt:

    Also: Dass mit Wölfechen habe ich mir schon gedacht und dass mit dem Intro-Poll find ich einen Hammer, da ich nicht dachte, dass das Lied so bekannt ist. Erstaunlcih, wie wenig individuell ich bin!

  24. Sebastian sagt:

    The Warlocks sind wirklich cool! Ein Lob auf Scotti!

  25. Easty sagt:

    Best-of-Alben 2005 DJ Eastenders:

    One Self: Children of possibility (Ninja Tune)
    Fat Freddies Drop: Based on a true story (Sonar Kollektiv)
    Boozoo Bajou: Dust my broom (Studio K7)
    Erik Sumo: My Rocky Mountain (Pulver Records)
    M.I.A.: Galang (XL Rec.)
    Apache Indian: Time for Change (Groove Attack)
    Yerba Buena: Island Life (Razor & Tie)
    Kraak&Smaak: Boogie Angst (Jalapeno)
    Digital Jockey: Codeine Dub (Poets Club Records)
    Boards of Canada: The Campfire Headphase (Warp)
    The Free Association: Code 46 O.S.T. (Ryko)
    NuTone: Brave nu world (Hospital)

    Favourite Tracks 2005 DJ Eastenders:

    One Self: Bluebird / Be Your Own (Ninja Tune)
    Chemical Brothers: Galvanise (Virgin)
    Douzi: Yalli Nasini (Import)
    Recloose feat. Joe Dukie: Dust (Peacefrog)
    Boozoo Bajou: Killer (K7)
    Erik Sumo: Friday i’ll be dead (Pulver)
    Turner: You love sorrow (Mute)
    London Elektricity: Remember the future (Hospital)
    NuTone: Three Bags full (Hospital)
    Tone: Tanz für mich (Sony)
    Bollywood Freaks: Don’t stop till you get to bollywood (Bootleg)
    Main Hoon Na O.S.T.: Gori Gori Gori Gori
    Bebel Gilberto: Simplesmente (Tom Middleton Remix) (V2)
    Four Tet: Smile around the face (Domino)
    Zap Mama: Bandy Bandy (Remix) (Giant Step)
    LAL: Dancing the same (Abacus Mix) (Factor)

  26. Daniel sagt:

    Hey Sebbl, danke und schönen Gruß nach, äh, Freiburg(?) (das Internet ist auch nicht mehr so anonym, wie’s mal war). Übrigens: Man muss sich nicht für Grunge schämen, es war nicht alles schlecht damals…

  27. Gregor sagt:

    Sehr verheißungsvolle Beschreibungen. Da kommt einiges an Arbeit auf mich zu. Ist ja ein Rockpoll (zu 75%). Ich komm einfach nicht raus, aus dieser Rockspirale. Ach ja, ein Wort noch zu Sebastians Frage: die Kaiser Chiefs schreiben Hymnen. Könnten auch Fußballlieder sein. Jeder singt mit und alle liegen sich in den Armen. Frauen kichern, Männer grölen. Könnten auch Shanties sein. Die Kaiser Chiefs setzen die Segel. Gesellschaftsmusik, nein, noch besser: Volksmusik! Und so was mag ich einfach. P.S. Morgen gehe ich zu Union Youth in die Kapp!

  28. Sebastian sagt:

    Hi Greg,
    Probe bestanden! Aber: Lieber nicht UY anschauen. Der Sänger ist ein psychopathischer Kurt-Cobain-Verschnitt. Extrem unsympathisch … Gehe aber auch übermorgen ins Longhorn. Wie ist eigentlich Blackmail und Revolt? (Versäumt man etwas, wenn man sich nur Subways anschaut?)

  29. Strobel sagt:

    Ja AlloH! Hier nun, ich musste mich meiner Selbst fügen – GANZ ERNST – die persönliche Jahresbilanz 2005. Zuerst die „KURZEN“ :

    1. JÄGERMEISTER
    2. VODKA
    3. TEQUILA

    NUN GANZ IM ERNSTTTT.
    Was hat geschockt 2005, was gerockt?
    „MEINE PERSÖNLICHEN HIGHLIGHTS“ – Singles, Tracks, 12″s:

    1. BLOC PARTY – BANQUET
    2. JACKSON – TEEN BEAT OCEAN
    3. BENJAMIN THEVES – TEXAS
    4. FXHE-COMPULATION#1 (FXHE-RECORDS-DETROIT)
    5. TOCOTRONIC – ABER HIER LEBEN, NEIN DANKE/PURE VERNUNFT…(+MIXE)
    6. FRIVOLOUS – KISSES (SPILT MILK MIX)
    7. ROBBIE WILLIAMS – TRIPPING
    8. ISOLEà‰ – ENRICO
    9. DEXTER – ECHT VET!
    10.ADOLF NOISE – ZUVIEL ZEIT

    Die WAHRSCHEINLICH COOLSTE Label der Welt:

    1. WARP
    2. KARLOFF
    3. CLONE
    4. DELSIN
    5. VOGUE
    6. NEW YORKER
    7. SCHNEEBALLSCHLACHT IM ROTARI
    8. 5 KG LEICHTER DURCH LOW CARB
    9. KARSTADT
    10.ALDI

    …UND ZU GUTER LETZT!!!

    ALBEN DES JAHRES:

    1. JACKSON AND HIS COMPUTER BAND – SMASH
    2. SOLESTAR – JUST ANOTHER REVOLUTION
    3. GORILLAZ – DEMON DAYS
    4. JAMIE LIDELL – MULTIPLY
    5. ANDREAS DORAU – ICH BIN DER EINE…
    6. DJ KOZE – COSI COMES AROUND
    7. ART BRUT – BANG BANG ROCK & ROLL
    8. FLANGER – SPIRITUALS
    9. FOLIE – EYEPENNIES
    10.TURNER – SLOW ABUSE

    PEACE 2006!

  30. curtis newton sagt:

    noch zu guter letzt, beste live-acts 2005
    1-freitagsküche ähm ?? —>das ganze lamm
    2-melt banana , siehe vivi und daniel
    3-the black lips – hh

  31. Carsten / "Filli" sagt:

    Also, ich hätte doch auch mit Pseudonym arbeiten sollen. Unter dem Deckmantel könnte man sich vielleicht auch mal ein bißchen leidenschaftlich bekriegen, statt in bildungsbürgerlichem Konsens zu schmachten. Ist doch das Salz in der Suppe bei so ’nem Poll, oder nicht? Mal probieren:

    – He, Suffjan Stevens ist doch der Max Greger der Spex-Anstreicher, oder?

    – Sach mal, Black Eyed Peas sind doch die mit dieser knapp geschürzten Schlampe, oder? Als Musiker hab ich die noch nie gesehen…

    – Du, hast Du in deiner Liste nicht die lässigsten Hautkrankheiten 2005 vergessen?

    Nee, klappt wahrscheinlich nicht…

  32. Carsten sagt:

    Ach ja, frohe Weihnachten die Herren…

  33. Sebastian sagt:

    Hi Filli,
    wie oft muss sich die „Editors“ eigentlich anhören, damit sie fetzt? (Findest du die etwas besser als „Interpol“?)

  34. Carsten sagt:

    Herrlich!

    He Sebbl,

    natürlich lassen die Editors ein wenig von der „gesunden Härte“ vermissen, mit denen Oceansice pimmelrocken. Ich empfehle trotzdem „Fall“ ungefähr 6 mal zu hören. Wer sind eigentlich Interpol? Diese Model-Combo aus NYC?

    Und Union Youth: Sollte dieses Holzfällerhemden-Monster nicht eher: „The Boring Beast, Eat The Years“ heissen?

    Chapeau,

  35. Sebastian sagt:

    Habe mir jetzt die Editors zum weiten Mal angehört und verstehe nicht, was diese Band für eine Existenzberechtigung hat. Joy Divison und Chameleons waren besser und Interpol sind es, allerdings um Lääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääängen. Für mich die unverständlichste mir vorstellbare Nummer 1. Schade für Filli, der doch früher (87-90) Geschmack aufwies!

  36. Gregor sagt:

    Aha, der übliche Verlauf, den Kommentardialoge ab Kommentar 30 nehmen. Meine Herren: Ich bitte um etwas mehr Hochachtung. Ich will MEHR LISTEN…

  37. Sebdepp sagt:

    Du hast es so gewollt:
    Liste der Scheiben, die es nur knapp nicht in meinen Poll geschafft haben:
    11. Amplifier – Amplifier
    12. Nada Surf – The Weight is a gift
    13. Queens Of The Stone Age – Lullabies to paralyze
    14. Bloc Party – Silent Alarm
    15. Coldplay – XY

    Liste der besten Ratgeber bezüglich U-Musik:
    1. Gregor
    2. –
    3. –
    4. –
    5. –

    Unterhaltsamstes Sportbuch:
    Christoph Biermann: Alles über Fußball

    Beste Getränke:
    1. Milchkaffee
    2. Bier
    3. Mineralwasser

  38. peter sagt:

    Hey, schöne Stehparty hier, Thomas, Daniel, Sebbl, Carsten, Vivi, Greg, Roderik, Roland…

    Zu den Platten 2005 ist ja schon alles gesagt, da kann ich nur noch ein paar Konzerte beisteuern:


    1. jolly goods – centralstation – darmstadt
    2. low – gebäude 9 – köln
    3. arcade fire – arena skol anhembi – sao paulo
    4. the strokes – arena skol anhembi – sao paulo
    5. the ghetto ways – bessunger knabenschule – darmstadt
    6. trend – magnet club – berlin
    7. bonnie prince billy – koz – frankfurt
    8. bright eyes – schlachthof – wiesbaden
    9. whip (timesbold) – oetinger villa – darmstadt
    10. schwervon! – 603qm -darmstadt

    …und behaltet mir bloß diese schweinecoolen jolly goods 2006 gut im auge!

  39. Sebdepp sagt:

    Muss noch mein Live-Act-Ranking verbessern:
    1. The Subways; 21.12.05; Stuttgart, Longhorn (Rock’n’Roll lebt)

  40. caro sagt:

    mal back on topic hier, die herren.

    top ten albums.
    1. metric. live it out.
    2. maximo park. a certain trigger.
    3. stars. set yourself on fire.
    4. arcade fire. funeral.
    5. bright eyes. digital ash in a digital urn.
    6. art brut. bang bang rock’n’roll.
    7. final fantasy. has a good home.
    8. arab strap. the last romance.
    9. bloc party. silent alarm.
    10. editors. the back room.

    top ten songs.
    1. metric. too little too late.
    2. maximo park. i want you to stay.
    3. star. your ex-lover is dead.
    4. interpol. c’mere.
    5. nine inch nails. only.
    6. broken social scene. 7/4 (shoreline)
    7. chikinki. assassinator 13.
    8. morrissey. i like you. [live at earl’s court]
    9. maria taylor. song beneath the song.
    10. we are scientists. textbook.

    top ten konzerte.
    1. metric. la laiterie. strasbourg.
    2. stars. earshakerdays. zürich.
    3. the arcade fire. monsters of spex.
    4. maximo park. kuttner on ice, berlin.
    5. art brut. kuttner on ice, berlin.
    6. interpol. eurockeennes, belfort.
    7. bloc party. earshakerdays, zürich
    8. chikinki. drifters, freiburg.
    9. erdmöbel. jos fritz, freiburg.
    10. epo-555. kunstwerk, köln.

    [me: ofensichtlich mainstream indiepopmädchen. so what? :)]

  41. Sebdepp sagt:

    fühle mich durch diesen Poll animiert, meinen zu ergänzen:
    Alben
    16. Stars: Set Yourself On Fire

  42. Gregor sagt:

    Peter: Respekt! Sao Paolo. Verstärker hast du dieses Jahr wohl einige gesehen, wa?

  43. Roland sagt:

    caro: indiemädchen mag ich (letzter absatz)

  44. caro sagt:

    hach, roland, [heart].

    [ich hab übrigens one list to rule them all, mit so dringend benötigten kategorien wie ’nobody feeds your keyboard like you do‘, ‚drummers to drool over‘ und ‚heartbreakiest concert‘.]

  45. caro sagt:

    und yeah, peter, arcade fire in sao paulo. ich bin officially neidisch. egal, wie das konzert war, hört sich schon zum erzählen saucool an.

  46. GregOOOR sagt:

    Shout Out Louds? Danke, Daniel! Alte Schule.

  47. dave & till sagt:

    Nach mehrmaliger Aufforderung, Gregoire, kratzen wir ewig Gestrigen, uns also endlich unseren Jahrespoll unter den Fingernägeln hervor. Da wir weder die Spex lesen, die Intro nur auf dem Klo durchblättern und Trax nur vom hörensagen kennen, müßt ihr Elektro-, Britpopnerds uns die Sonderregel zugestehen, das wir unsere Listen auch aus der Musik zusammenstellen, die wir einfach gerne 2005 gehört haben, obwohl sie nicht 2005 rausgekommen ist und das wir den Rest den wir gut fanden, schlichtweg vergessen haben.

    DAVE:

    Albums:

    Busdriver – Fear of a Black Tangent (2005)
    M.I.A. – Arular (2005)
    Sufjan Stevens – Illinoise (2005)
    Dizzee Rascal – Showtime (2005)
    Modest Mouse – The lonesome crowded West (1997)
    De la Soul – The Grind Date (2005)
    Why? – Elephant Eyelash (2005)
    James Kochalka Superstar – Our most beloved (2005)
    Felt – Poem of the River (2003 Re-issue)
    Count Bass D – Dwight Spitz (2004)

    Singles:

    Amerie – 1 Thing (Remix feat. Eve) (2005)
    The Fucking Champs – Extra Man (2000) Meine Hymne 2005.
    Diplo – Diplo Rhythm – (feat. Sandra Melody, Vybz Cartel,
    Pantera Os Danadinhos) (2004)
    Beck – Earthquake Weather (2005)
    Snoop Dogg & Pharrell Williams – Drop it like it`s hot (2005)
    Pedro the Lion – Big Trucks (2001)
    J-Luv feat. Dendemann – Tut mir leid (2005)
    MF Doom – Hoe Cakes (2005)
    Count Bass D – Down Easy (2005)
    Goodie Mobb – Soul Food (1995)
    Miri Ben-Ari – Outside the Box (Chillin`in the Key of E) (2005)
    Herman Düne – Seven Cities (2004)

    Konzerte:

    sehr gut: M.I.A. – Asta-Sommerfest Unicampus Bockenheim
    mies: Juliette Lewis – Mousonturm

    TILL:

    Albums:

    Helmet – Size Matters (2005)
    Forstella Ford – Well versed in Deception – Indication by Demonstration (2003)

    Singles:

    Lose Control – Missy ELLIOTT!!!! – DER HAMMER!!!
    Snoop Dogg & Justin Timberlake – Signs (2005)
    Chemical Brothers – Galvanize (feat. Q-Tip) (2005)
    Rammstein – Keine Lust (2004)
    Brandy und Monica – The boy is mine (2004)

  48. peter sagt:

    caro: nicht nur bei Roland, auch bei mir drückst Du mit Deiner Indiepopmädchenliste genau die richtigen Knöpfe…

    Tja, das Konzert in Sao Paulo: es war wirklich sehr gut, das erste mal, dass arcade fire nach Südamerika kamen. Das Publikum hat jede Zeile mitgesungen (was fast schon ein Problem war, weil die Anlage relativ leise war) und es herrschte einfach eine schöne Stimmung. Natürlich hätte ich das Konzert auch in der Liste aufgeführt wenn es grottenschlecht gewesen wäre, einfach des Poser-Faktors wegen. Aber genau wie damals Pavement in London, Sebadoh in Edinburgh und Bis und die Pastels im King Tut’s Wah Wah Hut in Glasgow war das Konzert richtig gut, pose, pose, pose… :-)

    Daniel, Thomas und Vivi: Melt Banana in Tokio hat mich auch sehr beeindruckt, vor allem, dass Ihr danach noch mit der Band essen wart.

    Und Gregor: ein schönes Gruppenbild mit The Subways hast Du da gerade geschickt. Wie und wo ist das entstanden?

  49. Sebdepp sagt:

    Habe mit „Die Erde“ zusammen, welche Band m.E. die unterschätzteste aller Zeiten ist, 1990, nach ihrem Konzert im Negativ, gekifft (mein Dope)!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Soviel zu Peter …

  50. pyrolator sagt:

    Hallo Freunde des guten Geschmacks, hier meine Liste:

    Alben:
    1. Die Platte des Jahres: „Heart Like A River“ von Ida.
    Nach zehn Jahren und sechs Alben sind Ida zum Quartett geworden und zelebrieren auf diesem Album die ruhigste und schönste Musik, die man sich am Feierabend wünschen kann. Klavier, Gitarre und schöne Stimmen, mehr braucht es nicht. Es geht um Melancholie, mit jemandem alt zu werden, oder andere alttägliche Gefühle. Schönheit in Zeitlupe.
    Das Label Tiger Style, welches auch so grossartige Gruppen die „The Album Leaf“ oder „Americal Analog Set“ betreut, weiss hoffentlich, welchen Schatz sie da auf dem Label haben. Unbedingt empfehlenswert.
    2. Gerne gehörte Alben:
    „Silent Alarm“ von Bloc Party. Das erwarte ich von junger Musik. Unbändig, gerne schnell, einfach frisch. Newcomer des Jahres.
    „Set Yourself On Fire“ von Stars. Durchgängig gut, kein Lückenbüßer oder Ausfall.
    „Plans“ von Death Cap For Cutie. Auch hier durchgängig gelungen.
    „Leaders Of The Free World“ von Elbow. Konnten sich nach der grossen“Alseep In The Back“ sogar noch steigern.
    „The Great Destroyer“ von Low. Auch hier durchgängige Qualität. Ich mag halt Alben, die in sich funktionieren….
    3. Gerne gehörte Songs:
    „Pull Up The People“ von Mia (nicht die aus Berlin). Gute Laune, zwar ganz schön overhyped, aber trotzdem gut.
    „Please Wake Me For Meals“ von Barbara Morgenstern und Robert Lippok. Irgentwas ist an diesem Song, dass ich mir das Album kaufen musste. Musste es immer wieder hören.
    „Krafty“ von New Order. Das Album ist vielleicht etwas überproduziert, aber die Songs sind einfach klasse.
    „El Ufo Kayó“ von Ry Cooder. Relaxte Tropen. Ich will Sonne !
    „Minimal Fox“ von Trentemoller. Die elektronische Neuentdeckung. Techno im Jahre 2005 mit einer eindrucksvollen Maxi-Serie.
    4. Enttäuschend:
    „Human After All“ von Daft Punk. Lustlos und repitativ, nicht wirklich weitergedacht.
    „Noah`s Ark“ von CocoRosie. Überbewertet und nicht mein Geschmack, muss ich nach spätestens zwei Stücken abschalten.
    „X & Y“ von Coldplay. Zuviel Hall und kommt nicht an den Vorgänger ran.
    5. Sonst noch erwähnen- und empfehlenswert:
    „13 & God“ – zuwenig gehört, gerade erst angefangen, lässt sich aber gut an.
    „Bam Bam Bam“ von Fink. Finde ich nicht ganz so gut wie die letzte, aber immer gerne….
    „Burn The Maps“ von The Frames.
    „Come On Feel The Illinoise“ von Sufjan Stevens.
    „Loveheart“ von Merz. Sehr schön.
    „Oceans Apart“ von den Go-Betweens.
    „Ruby Blue“ von Róisà­n Murphy. Hab ich mir etwas überhört, trotzdem gut.
    „Set Free“ von American Analog Set.
    „Take Fountain“ von The Wedding Present.
    „The Magic Numbers“.
    Fällt mir zwar noch mehr ein, aber jetzt ist gut – ein gutes musikalisches Jahr, wie ich finde.
    Ausser Konkurrenz: „Strobl“ von Bombay 1, die leider kaum Beachtung in der Presse fand. Schade, hat zwar viel Spass gemacht, aber auch ganz schön Arbeit. Ich hoffe, sie hat ein paar Liebhaber gefunden…..

    Grüsse
    pyro

  51. Mama sagt:

    Auch ich schaffe es noch dieses Jahr.

    Viel gehört, 10 Stück, kein Anspruch auf Vollständigkeit, keine Reihenfolge:

    Camille – Le Fil
    Maxïmo Park – A Certain Trigger
    Bloc Party – Silent Alarm
    Pokett – Your Picture Here
    Sufjan Stevens – Illinoise
    Felix Laband – Dark Days Exit
    Isolæe – We are monster
    Death cab for cutie – Plans
    Roà­sin Murphy – Ruby Blue
    Kettcar – Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen

    Enttäuscht über, weil nicht so gut wie erwartet, aber eigentlich auch garnicht übel sondern erwähnenswert:
    Daft Punk – Human After All
    Four Tet – Everything Ecstatic
    Coco Rosie – Noah’s Ark

    Entdeckung des Jahres für mich persönlich allerdings eindeutig:
    The Album Leaf

  52. Mama sagt:

    Ganz vergessen: die grandiose Bonobo live Sessions

  53. GreXXX sagt:

    Nachtrag – Radiosmasher des Jahres: Chemical Brothers feat. Q-Tip – Galvanize

  54. markusdiscovolante sagt:

    Jetzt gilt es. Nach reiflichem Überlegen, wieder verwerfen, nach erneutem Auflisten und nochmal neu Bedenken, wird auch dieses Jahr wieder eines klar:
    Es war wieder ein gutes Jahr für die Musik.
    Eine fixe, aus dem Bauch rausgeschriebene Liste, möge die einzig richtige Auswahl sein. Vielleicht nächstes Jahr. Hier kommen die besten 10… reiflich überdacht:
    Nur knapp verfehlt, weil tolle Dinger und eigentlich unter 10 a, b, c, d, e einzuordnen:
    The Rakes – Captured/Released
    Slope – Komputa Groove
    Hofuku Sochi – Min Tek
    Bloc Party – Silent Alarm
    Franz Ferdinand – You Could Have It So Much Better
    jetzt aber:
    10. Fat Freddy’s Drop – Based On A True Story
    New Zealands hottest act. Furioses Genremixspektakel aus Dub, HipHop und Soul mit kehligen vocals.
    9. Hard-Fi – Stars Of CCTV
    Blur’eske Clashcity-Rocker. Jeder Song ein Hit.
    8. The Subways – Young For Eternity
    Ich bin klein, mein Herz ist rein. Rockende Hoffnungsträger in der U-20 Liga. Nachtleben-Konzert 10/05 hat überzeugt.
    7. Embee – Tellings From Solitaria
    Erstes Soloalbum des Looptroop-Produzenten. Kaufen, stehlen, saugen!!! HipHopSoulReggae-Influenziert, das ist der Mix.
    6. Art Brut – Bang Bang Rock’n Roll
    Titel gibt die Marschroute vor. Arschgeile Rotzigkeit trifft ins Ziel. RockMelodien für Millionen.
    5. The Funky Lowlives – Somewhere Else Is Here
    Downbeat-Veteranen, die 05 mit ihrem Album geschmeidig um die Ecke kamen und direkt auf die Überholspur wechselten und auf meinem Player für Stau sorgten. Die Gitarre zur Hand genommen und elektronisch-harmonisch verschnürt. Air lassen grüßen, ohne abzukupfern.
    4. Kaiser Chiefs – Employment
    Die Majestäten lassen bitten. Brit-Pop is back. Freundliche Menschen aus Leeds, die hie und da sogar sentimentale Blur-Erinnerungen wecken. Großes Spiel!
    3. Babyshambles – Down In Albion
    Was soll ich sagen, Herr Doherty hat mich dann doch im letzten Drittel des Jahres aus der Hüfte raus umgenietet. Ein paar Songs wären ersparenswert gewesen, aber sie machen keinen Schaden. Großartig. Kate Mossens Schluck-und sonstwie-Specht, hoch soll er leben!
    2. Dubble D – Reachin‘ Out
    Ein britischer Schraubefix, der schon dicke Jungs, wie Stereo MC’s produziert hat. Ein Segen, dass er auch auf das Artist-Ufer gewechselt ist und dort erhobenen Hauptes promenieren kann. Eine Fusion aus HipHop, Soul, Jazz, Elektronik mit großartigen Vokalisten.
    1. Maximo Park – A Certain Trigger
    Ein Album, das im Laufe 05 immer weiter gereift ist und Dank einer fantastischen Live-Band eine Magie entwickelt hat. By the way, die beste Live-Band des Jahres!!! Ein Frontmann,der eine zornig-poppige Glampunk-Performance darbietet, eine unglaubliche Energie versprüht und zu bersten droht.
    Genug.

  55. GreXXX sagt:

    Hab’s mir noch mal überlegt. Album des Jahres, bevor’s rum ist: Maxïmo Park – A certain trigger (Warp / Rough Trade)

  56. vivi sagt:

    du übertreibst

  57. Anonymous sagt:

    Ich glaube es nicht! Würde auch noch gerne:
    – Gravenhurst
    – Architecture from Helsinki
    – … Trail of dead reinnehmen, mache es aber nicht. Irgendwann ist Schluss!

  58. Suzy Wong sagt:

    hi vivi, hi greg,

    wie gestern versprochen, meine top 12 (für jeden monat… konnte mich so schnell nicht entscheiden.. fehlt doch einiges..):

    1. Paul Weller: As is now
    2. Gorillaz: Demon Days
    3. Broken Flowers – Original Soundtrack
    4. Uptight Tonight – The Ultimate 1960s Garage Punk Primer
    5. Bob Dylan: No Direction Home: The Soundtrack
    6. Au revoir Simone: Verses of Comfort, Assurance & Salvation
    7. Studio One: Roots 2
    8. St. Etienne: Tales from the Turnpike House, unbedingt mit Bonus-CD: Up the Wooden
    9. Hard-Fi: Stars of CCTV
    10. New Order: Waiting for the Sirens’Call
    11. Maximo Park: A certain Trigger
    12. Babyshambles: Down in Albion

  59. Volker aus Ulm sagt:

    1. TRAIL OF DEAD
    Worlds apart
    2. BLOC PARTY
    Silent alarm
    3. ART BRUT
    Bang Bang Rock’n Roll
    4. SYSTEM OF A DOWN
    Mesmerize
    5. MUFF POTTER
    Von wegen
    6. TURBONEGRO
    Party animals
    7. WEEZER
    Die neue
    8. STROKES
    1st Impression of death
    9. FAT FREDDYS DROP
    Based on a true story
    10. QUEENS OF THE STONE AGE
    Lullabies to paralyze

  60. Gregor sagt:

    So, meine Herren. Die Schlussfolgerung überlasse ich euch.

Immer auf der Suche nach dem Flow, begeistern Gregor Maria Schubert und Roland Graffé sich für Trends, Widersprüche und Abseitiges in Kunst, Musik und Medien.

Machtdose entdeckt, kultiviert, archiviert, und teilt Glanzlichter der Popkultur und persönliche Vorlieben mit allen anderen Träumern, Liebhabern und Neugierigen.