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Musik

Der Soundtrack des Lebens

Der Soundtrack des Lebens schönt die knacksende und rauschende Geschichte der Musikkassette. Jan Freitag beichtet in der Taz seine Leidenschaft zum Tape und ruft die „Generation Mixtape“ aus. Grund: eine Ausstellung zum Thema im Hamburger Museum für Kommunikation.

Das Thema passt irgendwie auch ganz gut in die De:Bug, trotz digitalen Lebens.

Historische Covergestaltung


In Anlehnung an die 7″ entstand in den mittleren 90ern eine C-Cover-Serie, die prinzipiell Gutes im Sinn hatte, sich aber in Form und Inhalt von meiner derzeitigen Auffassung in Bezug auf konzeptionelle Designstrategien im Underground-Millieu im Allgemeinen und der C90-Kultur im Speziellen geringfügig unterscheidet. Lagerung und Wertschätzung könnten sich noch verbessern. Aus aktuellem Anlass drei Exponate als Abbild.

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Kassettengeschichten

Hamburg ist die Kassettenstadt! Da gibts nicht nur die Kassettentanke, sondern bald auch die richtige Ausstellung called Kassettengeschichten. Vom 22. Mai bis 29. Juni 2003 im Museum für Kommunikation.

Erstmals wurde nun das Phänomen «Mixtapes” von Studierenden des Instituts für Volkskunde der Universität Hamburg unter Leitung von Gerrit Herlyn und Thomas Overdick wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Im Mittelpunkt standen dabei die Geschichten, die mit den einzelnen Kassetten verbunden sind. In den Erzählungen über die selbst aufgenommenen oder geschenkt bekommenen Kassetten wird die Bedeutung des Mixtapes als generationenspezifisches Kommunikationsmedium der Popkultur deutlich. Gleichzeitig unterstreichen die Kassettengeschichten, dass die Audiokassette auch vor dem heutigen Hintergrund von digitalen Musiktauschbörsen im Internet und kostengünstigen Brennen von CDs am heimischen Computer nichts von seinem Reiz verloren hat.

Absolutes Leckerle schon jetzt die Abteilung „Tape Mania“. Ich frage mich nur, warum sie Deutschlands bedeutendsten Kassettenhüllengestalter wie Tapemonteur Gregor Maria S. aus F. (noch) nicht um Exponate gefragt haben?

(via kellerkind bogenallee 11)

Burnt Prefuse

Can't Cool Zwei Herren stehen auf dem Mai-Treppchen der Machtdose: Prefuse 73 alias Scott Herren (Barcelona) und Burnt Friedman alias Bernd Friedmann (Köln). Beiden gemein ist der Wunsch, vertrackte Songs ins Tal der weichen Beats zu führen. Verhackstückeln, ohne dabei den Groove aus den Augen zu verlieren – darin sind die Beiden Meister ihrer Klasse. Das Wasser reichen können ihnen vielleicht noch Frickel-Freaks wie Uwe Schmidt (Atom Heart etc.), Oliver Braun (Beige) oder Rob Brown und Sean Booth von Autechre. Der Rest kann gehen. Burnt Friedman hat mit seinen Nu Dub Players mal eben die Großen der Zunft an die Wand gefahren und altbackene Dub-Riddims auf den Kopf gestellt. Mit Patrice, Don Abi und Theo Altenberg wirkt sein Vocal-Dub, äh, blumig und erfrischend. Album des Monats!
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Kassettenmaedchen

Ein Tape hat 90 Minuten und keine Sekunde Zeit für Zufall. Gerade, wenn es dargebracht werden soll als Zeugnis, Feier und Opfergabe Deiner Liebe, dem Kassettenmaedchen. So heißt ein Kurzfilm, den ich mir wegen Schmalspurverbindung nicht angeschaut habe, daneben gibs da noch einiges drumherum, meist als Soundschnipsel. So z. B. Ronnys Tips zum richtigen Mixen. Sind aber nicht von mir :-)

(via chill)

Barbara Morgenstern – Nichts Muss

‚You see more of the mountain from further away‘, eigentlich ein schöner Titel für Barbara Morgensterns drittes Album, aber ihr ein wenig zu lang. Sie habe ohnehin immer Probleme Alben zu benennen, seien diese doch stets der erste Anknüpfungspunkt einer Interpretation. ‚Nichts muss‘, in Personalunion Namensgeber eines Stückes und des Albums bildet da keine Ausnahme. ‚Nichts Muss‘, aber vieles ist, könnte man ihre Musik umschreiben. Die in Berlin lebende Musikerin verbindet tanzbare elektronische Musik mit klassischem Songwriting. Stets den analogen Klängen zugewandt, werden Gitarre und Sampling ebenbürtig verwoben. Wärme durchstreift ihre Musik, Wärme vermittelt ihre Stimme, ihre Texte. Keine knallige Sonne, keine treibenden Beats, bei denen man unwillkürlich ins Schwitzen gerät. Eher relaxtes Wippen ist angesagt.
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Break the Beat

Dieser Frühling liegt ganz sicher in den Händen der Beat-Monteure, die HipHop in eine bessere Welt führen wollen. Neue Alben von u.a. Prefuse 73, Four Tet und ein gestärktes Selbstbewußtsein der kleinen Labels, die sich mit der aufkommenden Spielart beschäftigen, machen aus Mauerblümchen die Stars der Szene. Mush Records, Warp, Lex Records, Plug Research, Quartermass, Word Sound und Anticon sind die Referenzpfeiler in den Fluten des unübersichtlichen Tonträgermarkts.
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