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My Favourite Postcards

Ich hab’s ja bisher niemandem verraten, aber ich steh‘ auf Flickr bzw. auf deren Benutzer. Weit über drei Milliarden Bilder wurden seit der Gründung 2002 von irgendwelchen Leuten hochgeladen und längst handelt es sich hier nicht mehr nur um Fotos. Tagtäglich werden die irrwitzigsten Bilder veröffentlicht. Daraus werden dann Alben und daraus Pools. Wer bei dieser Flut an Eindrücken das Interressante vom Belanglosen zu unterscheiden vermag, dem wird sich dort eine einzigartige Welt eröffnen: Vintage Classical Album Cover Graphics beispielsweise, oder auch Vintage Restaurant Postcards, Cinema Postcards from the Americas, 1960s & 1970s Scandinavian Design Logos, Japanese Matchbox Labels aus den Jahren 1920-40 oder einfach nur Special-Interest-Kram wie Once Upon A Time I Was Interesting. Es gibt keine Grenzen. Alles geht. Deshalb war es nur eine Frage der Zeit bis zum eigenen Account. Die Vorbereitungen laufen zwar schon seit Monaten, da es sich aber mehr um ein Nebenher-Nebenher-Projekt handelt, war keine Eile geboten. Nun ist es fertig, mein erstes Flickr-Album. Ein kleiner, klitzekleiner Beitrag, 48 Bilder, die zu den drei Milliarden dazu kommen. Als spucke man aus dem 46. Stock eines Hochhauses. Sei es drum. Hier ist es: My favourite Postcards.


Safariland Groß Gerau/Wallerstädten


Mainz, Rathaus


Rüsselsheim am Main, Stadttheater


Frankfurt – Ausgrabungen der historischen Altstadt

(Related Link)

The Archive

Eine Frage, die man sich schon auch mal stellen muss: Wer hat eigentlich die größte Schallplattensammlung der Welt? Es gibt sogar eine Antwort. Paul Mawhinney heißt der Mann. Seine Sammlung umfasst mehr als eine Millionen Platten und eineinhalb Millionen Singles. Der Kurzfilm »The Archive« von Sean Dunne gibt mehr Aufschluss:

Paul Mawhinney was born and raised in Pittsburgh, PA. Over the years he has amassed what has become the world’s largest record collection. Due to health issues and a struggling record industry Paul is being forced to sell his collection.

This is the story of a man and his records.

Gee Vaucher

Heute noch so aktuell wie damals, im Jahr ’86, als Crass ihr Album »Best Before 1984« veröffentlichten: Die Cover-Zeichnung der englischen Künstlerin Gee Vaucher. Vielleicht sehen Rollschuhe mittlerweile anders aus und Polizeigewalt ist heute womöglich -Schikane. Ich bin jedenfalls jedes Mal aufs Neue total begeistert, wenn ich dieses Bild sehe.


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Links: Crass auf MySpace und Wikipedia

Spucke

Die Frankfurter Buchmesse ist eröffnet und mit ihr bricht eine Flut von Veranstaltungen über die Stadt herein. Auf eine soll hier hingewiesen werden. Wolfgang Frömberg liest morgen aus seinem neuen Roman »Spucke«. Aus dem Inhalt:

»Förster hat großen Hunger und eine Menge Durst. Er will wissen, was die Kunst mit seinem Alltag zu tun hat. Verfolgt von Gedanken und Romanfiguren verschiedener Schriftsteller, die er als Journalist interviewt, begibt er sich auf die Spur der eigenen Geschichte. Gemeinsam mit gut informierten Freunden plant er eine widerständige Aktion in der Spucke-Redaktion, um angestautes Wissen in die Tat umzusetzen. Doch die Zombie Nation schläft nicht…«

Wolfgang Frömberg wurde 1973 in Köln geboren. Seit 2000 schreibt er in zunehmender Regelmäßigkeit über Popkultur. Von 2002 bis Ende 2006 arbeitete er als Redakteur bei Spex, seit Anfang 2007 ist er Teil der Redaktion des Magazins Intro. Er hat außerdem Artikel in Jungle World, Kölner Stadtrevue und Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlicht. SPUCKE ist sein Erstlingswerk in Romanform. Ein brisanter und raffiniert konstruierter Bildungsroman über einen Kopfarbeiter, dessen Vater noch mit den Händen ans Werk ging. Spucke erscheint im Hablizel Verlag.

»Last Night they had to carry us home« sind Stella Mirabella und Piwi. Sie legen vor und nach der Lesung Musik auf.

Wolfgang Frömberg liest aus »SPUCKE« · 15.10.2009 · Beginn 20:30 Uhr · Das Feinstaub · Friedberger Landstrasse 131 · Frankfurt

Corridors of Blood

Die auf dieser Seite standardisierte 450px-Bildbreite ist bestenfalls unzureichend, möchte man die komplexen Zeichnungen des New Yorker Künstlers Josh Cochran in seiner Gesamtheit erfassen. Die oft sehr kleinteiligen und detailverliebten Bilder entstehen im Studio einer ehemaligen Bleistift-Fabrik in Brooklyn, so auch »Corridors of Blood« – Portrait of Richard Gordon, Horror film producer.

© Josh Cochran, New York
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Das Ende der Krise der Musikwirtschaft

Logisch aufgebaut mit ausgereifter Schlussfolgerung: »Akzeptiert man das jetzige, mehrheitliche Nutzerverhalten im Netz als Realität und versucht ein Angebot zu machen, dann führt kein Weg an einer Form der Flatrate vorbei«. Das Ende der Krise der Musikwirtschaft von Tim Renner. Sehr guter Artikel.

Laut einer von der Industrie in Auftrag gegebener GfK Studie gibt es in Deutschland 14.3 Millionen Musikkäufer. Das sind 17.4 % der Bevölkerung und diese geben im Schnitt mehr als 9 Euro pro Monat für CDs und Downloads aus. Würde man den 31.8 Millionen Kunden der ISPs eine Musikflatrate anbieten, die in bester Datenqualität für 9.99 Euro im Monat legal alle verfügbare Musik zum Download vorhält, sobald sie ans Radio und zu Journalisten gelangt und prozentual der gleiche Anteil an Musiknutzern diese annehmen, entstünde ein Umsatz der jährlich über 663 Millionen beträgt.

Ob das eine Milchmädchenrechnung ist, wird sich mit Sicherheit noch zeigen.