Zum Inhalt springen

MTV Spin

Ist schon erstaunlich, wie sich MTV um sein eigenes Programm bemitleidet. Fragt der Sender doch ganz öffentlich: »Immer nur Küken und Tralala im Musikfernsehen?« und platziert das Gegengift im eigenen Arzneischrank. Seine Lieblingsclips darf man da wählen. Jo. Und das Beste – aufgepasst – der Gewinner-Clip wird in der jeweils letzten Spin-Sendung des Montas auf MTV ausgestrahlt. Montags. Nachts um Elf. Und natürlich ist die Auswahl eingeschränkt (fünf Clips stehen zur Wahl). Die spinnen.

Electric Lounge Orchestra

Neben Nähmaschinen, Kartonagen und Tonbändern bildet vor allem ein gewaltiger Plattenspielerpark den Kern des Electric Lounge Orchestras. 33, um genau zu sein. Die ringförmig aufgestellten Abspielgeräte (brillant: freihängende Deckenmontage) durchmischen den Sound des aufliegenden Vinyls zu einem drallen Mix aus Noise, Groove und Ambient — je nach Tonschleife.

Low 500 Symposium

Samstag habe ich sie wieder gehört, die »High Commisioner« von LOW 500. Und ich bleibe bei meinem Urteil: Schönes Album, das den gewaltigen Spielraum der Popmusik super auszunutzen weiß. Abgeschöpft wird vor allem aus den Jahren 1969 — 1983 (die Plattensammlung der Band lässt keine andere Schlussfolgerung zu). Hauptsache POP. Alternative Pop. Mit Sascha Beck und York Bandow ging’s um eben jene Details. Zwei Stunden lang. Auf Radio X.
Weiterlesen »Low 500 Symposium

Fame of Hall

Computers! – manchmal könnt Ihr einpacken: Zwei 11 Meter hohe Wassertanks, die einst zum Befüllen von Dampflokomotiven dienten und im denkmalgeschützten Oberhausener Hauptbahnhof hochragen, haben wir Tank-FX zu verdanken, ein ’natürlich‘ erzeugter Halleffekt für die weitere maschinelle Verarbeitung (via Yesterday was dramatic – Today is OK).

Female HipHop Droppin‘ Science

Sind wir mal ehrlich: hinter all den Pseudonymen des HipHop-Undergrounds verbergen sich doch fast ausnahmslos Buben, die zum Mikro greifen. Das weibliche Geschlecht sucht man in der HipHop-Kultur meist vergebens, Tendenz fallend. Eingeschlechtliche Einöde, soweit das Auge reicht. Oder liegt’s vielleicht an der falschen Wahrnehmung? In der aktuellen De:Bug findet sich eine 24-Seiten-Beilage mit Interviews von Bahamadia, Jean Grae, Ladybug Mecca, Medusa, Shystie, Yo Yo usw. Informativ ist auch die History-Timeline über Female HipHop. Also, kauft euch die De:Bug oder zieht das PDF aus dem Netz.