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Wir fahren ohne Deutschland nach Berlin

Drei Stunden vor Anpfiff der Partie NED – ARG steht Frankfurt Kopf. Geschätzte 50.000 Oranje lassen die Engländer in Sachen Fan-Weirdoism extrem alt aussehen. Ob in einem der Hubschrauber, die seit Stunden die Stadt überqueren, Becke sitzt, lässt sich von hier unten schwer sagen. Alemannia soll ja von da oben sehr schön sein. Der holländische Massengeschmack steht dem unsrigen im Übrigen in nichts nach. Ihr WM-Song »Es ist vorbei« ist eine krude Mischung aus Grönemeyer und Rammstein. Der Horror der Horror, aber hört selbst.

Nasenflöten

TRIIIT – der Pfeifton, täglich umgibt er uns. Das Oberkreuzberger Nasenflötenorchester pfeift auch, aber anders, nicht besonders präzise und nicht gerade gefällig. Man muss auch kein Genie sein als Nasenflötist. Eine mittelmäßige Begabung reicht völlig aus. Das sehr einfach gehaltene Blasinstrument wird zwischen Nase und Oberlippe geklemmt, man spielt also nicht, wie üblich, mit dem Mund, sondern mit der Nase auf ihr. Ursprünglich wurde sie benutzt, um jemanden zu umwerben. Wird auch der Grund sein, warum hier nur Männer mitmachen. »Wir würden gerne die deutsche Nationalhymne zur Eröffnung der Fußball-WM blasen« ist auf ihrer Seite nachzulesen. Jetzt müssen sie auf’s Endspiel hoffen.

LISTEN: My way

Und wer spielt die Arschgeige?

Check the cool wax

Die Überschrift liest sich schon klasse:

Top in, look around, have a drink and crank some tunes. I’ll be posting some songs ripped from records, some out of print and hard to find stuff, some songs by artists you should be listening too, and a few mixes here and there.

Und in der Tat: Auf was man bei Check the cool wax so alles trifft, kann sich sehen lassen. Neben interessanten Narrations, über die erste Mondlandung beispielsweise, finden sich dort Gesangsaufnahmen von untalentierten Schauspielern, Plattentitel wie »Music To Read James Bond By«, extended Versions von The Cure, eine 7″ namens »The Noisy Eater« von Jerry Lewis usw. usf., dazu exzellent gestaltete Cover in Hülle und Fülle. Sehr crazy.

Schellack Inferno

Schellack Inferno heißen runterladbare Mix-MP3s von staubgold.podspot.de, hervorgegangen aus einer zweiwöchentlichen Sendung auf Radio Corax, einem nichtkommerziellen Lokalradio in und um Halle an der Saale. Da findet sich auch ein Mix von Kieran Hebden alias Four Tet. Kann man rauf und runter hören, vor allem die Songs von Linda Perhacs (»Parallelograms«), Joe Henderson (»Earth«) und Manfred Manns Chapter 3 (»One Way Glass«), um hier mal drei herausragende Lieder zu nennen. Gelungener Crossover, der HipHop, Jazz, Songwriting, Experimentelle Elektronik und Psychedelic irgendwie zusammenbringt, wie auch immer. Tipp!