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Gregor

Programm Magazin

Die Kunst hat sie, das Kino, der Sport, die Mode und die Musik: gute Magazine, die im Dickicht der Vielfalt und der Kultur das passende Angebot herausfiltern, dem Anspruch und dem eigenen Geschmack verpflichtet. Nur dem Fernsehen blieb diese redaktionelle Rund-um-die-Uhr-Betreuung alle Zeit versagt. Zu schreiben gäb’s da viel. 24 Stunden Programm am Tag von vielleicht 20 Kanälen pro Haushalt macht 3.360 Sendestunden pro Woche. Da wird ja wohl das ein oder andere Filmchen anfallen, über das es zu berichten lohnt. Und jetzt mal im Ernst: Dass es kein Magazin für Fernsehen und Kultur gibt, ist eins der größten Verlagsversäumnisse, seit es Zelluloid gibt. Ein Skandal. Eine Gesellschaft, die sich 11FREUNDE leistet, muss auch das hier wollen: Programm, eine Fernsehzeitschrift, die es bislang nicht am Kiosk gibt, weil sich kein Verlag findet, der sich traut. Da gehört es aber hin. Feiglinge!

Grell, seicht und anspruchslos? Alle reden über die Krise des Fernsehprogramms. Warum spricht niemand über die Krise der Fernsehzeitschriften? Über Dutzende von Programmies mit beliebigen Covergirls, überladenen Seiten und Informationen, die niemand braucht, zu Sendungen, Serien und Filmen, die es besser gar nicht gäbe.

Die Idee ist todsicher. Ein Muss für alle Filmfans. Und hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand traut.

BBC Sound of 2009

Das war! Und was wird kommen? Wie jedes Jahr veröffentlicht die BBC ihre Top Anwärter auf das Musikjahr 2009 und liegt in der Regel gar nicht mal so schlecht damit. Über ein paar Bands spricht man tatsächlich noch am Jahresende und darüber hinaus. Mein aktuelles, australisches Lieblings-Fantasy-Pop-Duo Empire of the Sun ist auch an Bord.

Jahresbilanz 2008

Tja. Nun. Da ist sie nun, unsere Bestenliste für 2008. In diesen schnellebigen Zeiten wollten wir halt mal ein Zeichen setzen. Nee, gelogen. Aber was will man machen, ne.

Wir hoffen trotzdem, dass unsere Listlein Euch noch Freude und Inspiration liefern. Und wie immer: unbedingt selbst mitmachen! – d.h. noch Eure eigenen Anmerkungen / Listen in die Kommentare hauen. Jeder Kommentierende kriegt auch was, nämlich unsere wirklich schöne Wald-Kompilation. Und wir losen unter Euch dann wieder aus, wer uns das Thema dann für die Gewinn-Kompilation für dieses Jahresende vorgibt.

Jetzt aber mittenmang rein:

ROLANDS Best of 2008: Lange

The Raconteurs - Consoloers of the Lonely 10. The Raconteurs – Consoloers Of The Lonely (XL Recordings) MySpace

Wer hätte gedacht, das ledzeppelinesker Testosteron-Bluesrock mich je erreichen könnte? Auch Jack White ist nicht unbedingt einer meiner Superhelden, aber in der hier mit ebensolchem Präfix bedachten Gruppe reichts locker für Platz 10.

Tapes 'n Tapes - Walk it Off 9. Tapes ’n Tapes – Walk it Off (XL Recordings) MySpace

Wie bei den Raconteurs herrscht auch hier der Fluch der zweiten Platte vor, heißt: die meisten, die den Erstling schätzten, mochten den Nachfolger nicht oder weniger. Geht mir nicht so, stattdessen wirkts irgendwie „gereinigter“ und schunkelt schön zackig. Gibt ja genug energetische Bands, die im Gegensatz hierzu allein auf Energie und eben nicht Eingängigkeit setzen.

Foals - Antidotes 8. Foals – Antidotes (Transgressive Records) MySpace

Im diesjährigen Gesamtweltcup die Abfahrts-Sieger. Einfach rein und runter, gitarrenstromabwärts. Das Wasser ist dann gar nicht so wild und trägt einen leicht, weil die Strecke produktionsseitig doch recht clever begradigt wurde.

School of Seven Bells – Alpinism 7. School of Seven Bells – Alpinisms (Ghostly International) MySpace

Man sollte die Kurzempfehlungen in unserer Seitenspalte beherzigen, durfte ich hier mal wieder lernen. Vor grauen Zeiten gabs ja mal die Schuhanstarr-Ersatzbezeichnung »Dreampop« – die mir hier sehr passend scheint, dazu in harmonischem Zwillingsgesang, wie für mich gemacht. Würde ich das Album schon etwas länger kennen, wäre es wohl noch weiter oben in der Liste.

The Notwist - The Devil, You + Me 6. The Notwist – The Devil, You + Me (City Slang) MySpace

Die Brillianz von „Neon Golden“ lag unter anderem darin, so nah es gerade noch geht ans nervige Muckertum heranzurücken, aber eben nicht hinüberzureichen. Demnach konnte es also in Richtung Verkomplizierung nicht weitergehn. Erwartet hatte ich dann mehr so Zurück-zum-Rock, stattdessen pendelt das woandershin, und ragt in seiner Unspektakulärtheit wieder haarscharf, diesmal ans Resignative heran – was dann aber jede Menge Raum für spätere Entfaltung lässt.

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Pan’s People

Niemand wartet gerne, selbst Leute, die viel Zeit haben. Deshalb lautet unsere Devise »Starten statt Warten«. Durchstarten. Unser Countdown läuft. Ladies & Gentleman, liebe Narren und Narrhalesen: »It´s time for Tango«.


Pan’s People – The Hustle

(Follow this Link to find more hot stuff like this or get more information about Pan’s People from Wikipedia)

Talentprobe

Die Redaktion »Das kleine Fernsehspiel« forderte junge Filmemacher und Filmstudenten dazu auf, sich mit ihren Kurzfilmen einem kreativen Wettbewerb zu stellen. 173 Filme wurden eingereicht, 24 davon sind momentan in der ZDF-Mediathek zu sehen, die noch bis Ende Januar bewertet und kommentiert weden können. Drei der 24 Filme werden schließlich von einer Fachjury prämiert und auf der Berlinale 2009 bekannt gegeben. Drei der vorgestellten Kurzfilme stammen übrigens von Studierenden der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach: »Peter« von Boris Dörning, »Vom Fliegen« von Eva Münnich sowie das animierte Musikvideo »Roter Wahnsinn lebt« von Runa Rosina Menges. Der lokale Bezug darf hier natürlich nicht fehlen.

Alle 24 Videos sind in der ZDFmediathek zu sehen.