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Film

Short Cuts Ahoi!

Satellitenfernsehen ist out, TV-Nutzung im Allgemeinen hat ausgedient. Ist was für die Unterschicht, für die Armen und Alten. Die Jugend von heute setzt sich ihren Schuss mit einer Flatrate. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass YouTube als Sofortmaßnahme 29.649 Videos gelöscht hat und in den nächsten Monaten wahrscheinlich einige Hunderttausend folgen werden. Bleiben trotzdem noch genug übrig.

Fünf wollen an dieser Stelle empfohlen sein, zum Teil Dauerbrenner in der Blogosphäre, die 27 Minuten eures Lebens in Anspruch nehmen werden. Gemessen an den 211 Minuten, die man in diesem Land durchschnittlich täglich vor der Glotze verbringt, ein Klacks (und eine halbe Ewigkeit, gemessen an der durchschnittlichen Verweildauer auf der YouTube-Couch). »Spin« kam über NUMB rein. Der Film handelt von einem DJ, der mit Hilfe seiner Turntables den Lauf der Geschichte beeinflusst. Katastrophenschutz made by Popkultur.

Der Animationsfilm »Tyger« des brasilianischen Filmemachers Guilherme Marcondes ist eine Verfilmung des gleichnamigen Gedichts von William Blake. Gelungene Interpretation, exzellente Bilder.

Das zweite Video kommt von Beck Hansen. Seine aktuelle Single »Cell Phone’s Dead« wurde von Michel Gondry (»The Science of Sleep«) visualisiert. Feines Teil.

In »Music for one apartment and six drummers« wird Topfschlagen zum musikalischen Prinzip erhoben. Letztlich wird auf alles geklopft und gehauen, was in Küche, Schlafzimmer, Bad und Wohnzimmer so zu finden ist.

»Gone Daddy Gone« schließlich ist das Video zur aktuellen Single von Gnarls Barkley. Regisseur Chris Milk hat der Coverversion des Violent-Femmes-Klassiker einen wirklich guten Anstrich verpasst. Auf seiner Seite unbedingt die anderen Videos checken.

Und ja, wem das Geruckel von YouTube auf die Nerven fällt, der sollte sich unbedingt den Downloadhelper von Firefox zulegen. Mit diesem PlugIn einfach die Clips auf der Platte ablegen und später dann in aller Ruhe schauen. Mac-User müssen die Flash-Files (flv) anschließend mit iSquint in ein MPEG-4 konvertieren, können dann aber die Filme mit ihrem iPod anschauen. Hilfe gibt’s hier.

BlutSportDisko

Arthur Abraham ist eine Lachnummer im Vergleich zu den harten Kerls der BlutSportDisko. Was machen die da eigentlich?


BlutSportDisko – Schlechtes Wetter

Quintron and Miss Pussycat

Was tun hintenraus, dann, wenn die Sonne untergeht? Vielleicht bei Live-Musik einen der letzten lauen Sommerabende genießen? Und danach ins Naxos? Heute spielen im Hafen 2 Quintron and Miss Pussycat, d.h. Swamp-Tech & Orgel-Wahnsinn treffen auf Frau Pussycat, die wie gewohnt die Puppen tanzen lässt. Zuerst aber bitte noch The Drum Buddy Show anschauen, weil das die Vorfreude steigert.

27.09.06 – Beginn: 21 Uhr – Hafen 2a – im alten Lokschuppen der Hafenbahn – Offenbach

Solla Solla Enna Perumai

Indien zu Gast in Frankfurt. Nächste Woche geht’s los. Hier ein Filmchen zur Einstimmung

https://youtu.be/4R8VV-SBuik

Paradise sucks

»Kochalkas Welt ist klein und übersichtlich« war einst in der TAZ zu lesen. Und in der Tat: Wer sich das Video zu dem Song »Wash Your Ass« etwas genauer anschaut, stellt schnell fest, dass sich James Kochalka in seiner eigenen Welt am wohlsten fühlt. Musik ist allerdings nur ein Nebenprodukt. Der amerikanische Comiczeichner veröffentlicht seit 1998 auf seiner Homepage fast täglich Comicstrips. The Sketchbook Diaries of James Kochalka heißt diese sehr, sehr gute Seite. Es wird Zeit für den Einstieg in seinen kleinen Kosmos.

Music from outer space

Es gibt viele Gründe, warum MTVIVA als Musiksender keine Zukunft haben. Der Hauptgrund liegt sicher darin, dass dort keine Musikvideos mehr zu sehen sind. Also werden die Bosse irgendwann das Wort »Musik« aus ihrer CI streichen, sich auf andere Formate konzentrieren und YouTube das Feld überlassen (so viel zu den letzten zwölf Monaten). Das schafft Platz für Spielereien, Inhalte zusammenbringen beispielsweise, eine meiner größten Vorlieben. Thema Weltraum. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für diesen Gedanken und schauen Sie sich die folgenden Musikclips in Ruhe an. Vielleicht ist die ein oder andere Überraschung für Sie dabei. »Fred vom Jupiter« vielleicht?

Die Doraus & Die Marinas – Fred vom Jupiter
The Spotnicks The Rocket Man
Rah Band – Clouds across the Moon
Beastie Boys – Intergalactic
Michael Jackson – Captain EO
Rezurex – Devil Woman from Outer Space