Der Winterswap
Eine neue Runde des beliebten CD-Swaps ist eingeleitet. Und zwar als Winterswap.
Was das ist? In Kürze: Du stellst eine CD nach einem relativ weit gefassten Thema zusammen (hier: „Winterabend“), machst davon 3 Exemplare und bekommst die Adressen von drei anderen Teilnehmerm des Swaps, an die Du je eine schickst, dafür bekommst du dann von wieder drei anderen Teilnehmern jeweils 1 CD, die diese mit Winterabend-Musik drauf bespielten. Die genauen Regeln und die Anmeldung zum Swap über oberen Link. (Im Moment scheint die Anmeldung nicht zu funktionieren, soll aber im Laufe des Tages)
Also Machtdosler, machet da mit. Ich werde nämlich auch.

Vor zirka zwei Jahren hat mich ein Kerl namens Doktor Kroko aus Dresden auf eine Seven-Inch aufmerksam gemacht, die mit knapp 500 Kopien etwa 500 Leuten knapp sieben Minuten Spaß in’s Wohnzimmer brachte. Dreieinhalb davon wurden schnell zu sieben u.m., da Ohrwurmartiges auf Seite Eins lässig die erste Runde überstand und dir einen Tritt in den Arsch verpasste. Vom Rillenfieber gepackt, war klar, dass hier eine Party-Single Mittelhessen über kurz oder lang in Verzückung versetzen wird. Redondo Beats „Into the Groove“ gilt unter eingefleischten Kennern drei Jahre danach als Swinging Manifesto der metromanen Disco-Community Frankfurts.
Andrew Johnson und Craig Tattersall alias THE REMOTE VIEWER waren bis Mitte der 90er noch in der famosen Indierockband HOOD tätig, die ähnlich wie THE NOTWIST Elemente des Gitarrenrock/Pops mit elektronischer Musik verbinden — mit der Betonung auf Gitarren basierenden Songs. Craig u. Andrew allerdings tendierten mehr in die elektronische Richtung, verließen HOOD, um ihr erstes gemeinsames Soloprojekt FAMOUS BOYFRIEND zu gründen. Das erste 1996 veröffentlichte unbetitelte Album stand noch ganz im Zeichen des 80er-Elektronikpops mit Gesang u. richtigen Songs, also genau der Musik, die momentan ihre Renaissance in den unterschiedlichsten Konstellationen erlebt.
„To me this album provides an opportunity to measure the openness of the critical mass.“ (Gilles Peterson) Welch‘ wunderbare Idee, die Mr. Peterson, überaus bekannter britischer Radiomoderator und weitgereister DJ, im Vorwort zum neuen Album des CINEMATIC ORCHESTRA uns da offeriert? Musik, nicht nur des Hörgenusses wegen, nein, Musik als Wegbereiter neuer Klanghorizonte, eine Lerneinheit in musikalischer Emanzipation. Begründet ist diese Hoffnung im Wirken von Jason Swinscoe, 30jähriger Schotte, Ex-Kunststudent, Ex-Auslandsbooker bei