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The Year High Fidelity Broke

The thrill of it all

[…] It took me longer than it should have done to work out that the internet is one giant independent record shop – thousands and thousands of cute little independent record shops, anyway – and they don’t actually charge you for the music they stock. The MP3 blogs that stretch for miles and miles, as far as the eye can see, down that stretch of the net that isn’t reserved for pornography, are staffed by enthusiastic and likable young men and women who absolutely don’t want to rip the artists off: they are always careful to post links to iTunes and Amazon, and the songs they put on their sites are for sampling purposes only.

Meint zumindest Nick Hornby, Schriftsteller (u.a. High Fidelity) und Gelegenheitsautor der Sonntagszeitung »The Observer«, um mit dem Satz zu enden: »All I know is that if you love music, and you have a curious mind, there has never been a better time to be alive«. Harte Ansage. Hier noch unsere Linkliste für weiterführende Studien.

Portuguese Nuggets & Thaipop

60’s aus Portugal und 70’s aus Thailand. Das klingt erstmal sehr vertraut, da fühlt man sich daheim. Der merkwürdig exotische Unterton, wahrscheinlich menschlichen Ursprungs, lässt allerdings nicht lange auf sich warten. Da wird’s dann auch schön und unterscheidbar von jener Musik, die in unseren Breitengraden selbstverständlich ist. Infos zum Portugal-Sampler gibt’s hier: Portuguese Nuggets Series: The Wild 60’s Sounds From Portugal – A Trip To 60’s Portuguese Beat Surf And Garage Rock.

Und mehr über das Thai-Ding erfahrt ihr hier: »The Impossibles were the biggest of thailand’s western-style pop („string“) groups throughout the „import-substitution“ craze of the 1970’s. This 45 rpm E.P. collects the band’s songs from the 1971 (พ.ศ. 2514) film of the same name. Available via monrakplengthai. A collection of great music by thai people; ลูกทุ่ง (luk thung), ลูกกรุง (luk krung), หมอลำ (molam), various folk styles & others. most of these are taken from tapes that i found either in thailand or at home, in america.«

(beide via PCL LinkDump)

Pixel Spout

Street Art in East Village, New York City. Visit Pixel Spout at Flickr, originally uploaded by JulianBleeckr.

Pixel Spout by JulianBleecker

Noch viel cooler: Michael Jackson’s Moonwalker im Sega-Genesis-Style, 16-Bit-Konsole aus dem Jahr 1990. Vor allem der 6-Kanal 8-Bit Soundchip macht richtig Party. MIDI-sierte Jackson-Hits am laufenden Band. Die Handlung: Jacko befreit Kinder aus den Händen von Mr. Big. Die komplette Story gibt’s hier: »Pixel-Jacko: Videogames mit dem King of Pop«.

Mesu Kasumai – Beep it

(Related Link)

Expialidocious

Es ist vor allem die Musik, die »Expialidocious« zum besten Video Mash-Up macht, das mir bis dato begegnet ist. Ein echter Hit. Der australische Künstler Pogo nennt seinen Sound »FairytaleDisneyHop«. Ein gutes Genre, dass er sich da verpasst hat. Ich gebe noch eine Brise Wunder, März und meinetwegen Kuddelmuddelmeister Wevie Stonder dazu. Pogo hat in seinem Clip Mary-Poppins-Schnippsel verwendet. In der Dramaturgie tadellos, mit Augenmaß geschnitten, ganz fein gesetzt und stets im Rhythmus gehalten. Barock, kunterbunt und voller Magie. Und dieses positive Lebensgefühl! Von Krise keine Spur. Zumindest hier.


Pogo – Expialidocious

Der Song steht zum Download bereit: »The track is composed of a sine wave bass, custom drum sequences, and sounds recorded from the Disney film Mary Poppins. Download the MP3 here«.

Deutschland Uber Disco

Funktionaries – Deutschland Uber Disco. 7-Inch-Klassiker aus dem Jahr 1979, den ich einst bei den Radiomachern von WFMU entdeckt habe und der mich schon eine ganze Weile begleitet. Die Suche nach dem Original kann u.U. zur Lebensaufgabe werden. Ein Re-Release ist quasi überfällig. Nie zuvor von der Band gehört, geschweige den von dem Song. Selbst Discogs spuckt neben drei Sampler-Beiträgen nichts weiter aus über die Funktionaries. Der Typ, dem die Single zufällig in die Hände gefallen ist, weiß auch nicht mehr, spricht aber von einem gewissen Tom Ward, der hinter all dem stecken soll. Wie es zu dieser Single kam, wird wohl noch eine Weile ein Geheimnis bleiben. Völlig seltsam, Text und Melodie, auch heute, am ersten Mai 2009.

It’s a Money World

Ich weiß nicht, warum ich gerade heute an »It’s a Money World« denken muss, dem vermutlich gegenwärtigsten Hit eines Mannes namens Wild Man Fischer aus dem Jahr 1981, ein in Vergessenheit geratenes Wehklagen, das schließlich in blanker Verzweiflung erstickt, dem Wahnsinn nahe. Money is crazy – ein starker, heftiger Sturm, der Berge zerreisst. Am Ende dann Donner und Sirenen. Hören könnt ihr den Song auf WFMU’s Beware of the Blog, die bereits 2006 in leiser Vorahnung eine passende Liste mit Songs about money zusammengestellt haben. Neben diesem finden sich fünf weitere Lieder zum Thema: Art Paul Schlosser – »Needs More Money«, Mike Russo – »Your Dad’s Got Money Cha Cha Cha«, Cathy Berberian – »Can’t Buy Me Love« und Wing – »Money, Money, Money«.