Politik

Commerz

Seen in the city of Euro. It looked really good and I am wondering if a letter claiming responsibility will soon be published for this evil deed.

Monokultur

Was wurde in der vergangenen Woche sotiert, getauscht und gepostet. Facebook hin & weg auf der einen bzw. hin und her auf der anderen Seite. Leitfäden zum Schutz der Privatsphäre wurden erstellt und vor der Online-Abhängigkeit gewarnt. Vom tiefen Zwang der Freiwilligkeit war da die Rede, vom hochsozialen Zentrum des digitalen Lebens in echt und in Echtzeit, von Totalüberwachung und – last but always and everywhere – vom gläsernen Mensch. Selbst die Bild hat Facebook auf die Titelseite gehoben. Johannes Kuhn hat sich für die Süddeutsche mit den Folgen beschäftigt, die eine Facebook- oder Google-Welt für das Internet haben würde.

[Zitat enfernt wg LSR – Edit Roland]

Ein guter Grund mehr, auf Distanz zu Facebook zu gehen. Den ganzen Artikel lesen: Warum die Facebook-Monokultur scheitern muss [Link entfernt wg LSR – Edit Roland].

And the winner is…

Horrorszenarien über den Totalzusammenbruch des Kapitalismus sind zur Zeit der letzte Schrei, nicht selten von berufener Stelle. Dass der Crash auch seine guten Seiten haben kann, findet Finanzexperte Stefan Homburg.

Hoffnung haben diejenigen, die nichts besitzen, denn ihnen kann auch nichts genommen werden. Hoffnung haben auch jene ehrenwerten Mitglieder der Finanzindustrie, die jetzt noch ein oder zwei Jahre mit Steuerzahlers Hilfe Kasse machen, um sich dann mit dem eigenen Flugzeug auf die eigene Insel zu verabschieden und aus der Ferne zuzusehen, wie die übrigen hier klarkommen. Hoffnung hat schließlich, wer zu einer buddhistischen Lebensweise findet und materiellen Werten ganz entsagt. Für die anderen sehe ich schwarz.

Chapeau! Ich hab‘ nix. Bin ich jetzt ein Gewinnertyp? Das komplette Interview zwischen Catherine Hoffmann (Süddeutsche) und Stefan Homburg gibt es hier.

Oder gleich Geld abschaffen: »Unser Geldsystem ist mittelalterlich!« – Franz Hörmann im Interview auf WDR5.

Facebook sichermachen

Wieder neue Sicherheitslücke auf Facebook entdeckt! »Seit gestern schleicht sich Facebook nachts in Deine Bude und malt Dir mit Edding ordinäre Dinge ins Gesicht! Um diese Option zu ändern, gehe auf Privatsphäreeinstellungen -> persönliche Einstellungen -> Kopfkino -> Schmuddelkram… und dann nimm das Häkchen bei ‚Eddinggesicht‘ raus. Kopiere das in Deinen Status, um Deine Freunde zu warnen!« Erledigt!

Heiß diskutiert wird derzeit überall. Ganz nüchtern betrachtet tut aber das nicht Not. Die gute alte Tante test.de erklärt ganz sachlich, wo die wichtigen »Knöpfchen« zu finden sind. Für den Überblick im Hinterzimmer.

Und wer lieber Meinungsmacher mag, bekommt zu diesem Thema heute Sascha Lobo: Facebook ist nur ein Symptom.

Chaotenhaufenspaßpartei

Männerpartei? Von wegen. Es gibt nicht viele, aber es gibt sie – Frauen in der Piratenpartei. Julia Schramm über Politik und Wahnsinn im Selbstversuch: Wie ich Piratin wurde (Text: F.A.Z. – Link entfernt wg. LSR – Edit roland).

[Zitat entfernt wg LSR – Edit roland]

Die vorauseilende Volksüberwachung

Die Vorratsdatenspeicherung steht wieder auf der politischen Tagesordnung – und es gilt, sich ihr entschlossen zu widersetzen. Sascha Lobo hat für Spiegel Online ein paar brauchbare Argumente zusammengetragen.

Natürlich ist berechtigt zu fragen, warum die Vorratsdatenspeicherung in jedweder Form überhaupt schlimm ist. Einen Teil der Antwort führt der IT-Experte und Anwalt Thomas Stadler aus, der sie als »Dammbruch« bezeichnet: es handelt sich um eine automatisierte Kommunikationsüberwachung aller Bürger, zu jeder Zeit, ohne Anlass, ohne jede richterliche Verfügung. In der Tat gab es eine solche ständige Großüberwachung in der Bundesrepublik noch nie.

Baut ein neues Internet!

Schnell raus hier, aber wie? Die Zeit über die unkontrollierbaren Risiken im Netz: »Baut ein neues Internet! – Die wichtigste Infrastruktur unserer Zeit wird zur Gefahr für Wohlstand und Sicherheit.«

Die wichtigste Infrastruktur unseres Planeten ist zu schwach für das, was sie leisten soll. Die Computer, das Netz, ja die ganze Informationstechnik versagt […] im großen Stil. Nie war das Internet dafür vorgesehen, solche Massen hochgradig privater, wirtschaftlich unentbehrlicher und überlebenswichtiger Daten zu befördern und zu verwalten. Seine Protokolle und Programme sind nicht dafür ausgelegt. Seine Benutzer haben nicht gelernt, die Risiken zu beherrschen, weder Unternehmen noch Bürger, noch Staaten – und vielleicht werden sie es auch nie tun. Der Mensch ist nicht als Computerexperte geboren.