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40 Must-See Photos From The Past

This page follows their journey and contains a great collection of cultural heritage. »These photographs all tell stories about the historical figures or events that they represent. Once taken simply to document their present, they now help us witness the past. Many photographs only become iconic shots years later, once we understand their importance and historical context. From historical landmarks and famous people to the basic daily routines of the past, these pictures portray the past in a way that we can empathize with and understand more intimately.« 40 must-see photos from the past.

Disneyland Employee Cafeteria in 1961
Disneyland Employee Cafeteria in 1961
Circus hippo pulling a cart, 1924
Circus hippo pulling a cart, 1924
Melted and damaged mannequins after a fire at Madam Tussaud’s Wax Museum in London, 1930
Melted and damaged mannequins after a fire at Madam Tussaud’s Wax Museum in London, 1930
Illegal alcohol being poured out during Prohibition, Detroit, 1929
Illegal alcohol being poured out during Prohibition, Detroit, 1929
The original Ronald McDonald, 1963
The original Ronald McDonald, 1963

Die besten Alben 2012 – Plätze 1 / beste Tracks / beste Konzerte


Rolands No. 1:

Beach House – Bloom
(Cooperative / Universal, VÖ: 11.05.2012)

Das kann nun wirklich nicht überraschen, nach den vorigen Hinweisen auf Genres etc., oder? Ich habe auch erwartet, dass dies hier die Platte ist, die bei uns allen dreien in die Albumtops kommen wird – und so ist es ja nun auch – wenn ich dann aber der einzige bin, der über genügend Geschmack, Auskenne und Einordnungsvermögen verfügt, um ihr den einzig gebührlichen Spitzenplatz zuzuweisen – dann sei es.

Lustig auch, wie Sebastian hier gleich vier unzweifelhafte Übertracks identifiziert, zwei davon auf seine Trackliste ganz nach vorne packt – und mein Track des Jahres (siehe alles weiter unten) dann aber wieder ein ganz anderer vom Album ist. Genügend Hinweise also, um zu erkennen: nochmalig deutliche Steigerung zum Vorgänger, der ja auch bei uns weit vorne platzierte. Alles andere außer Traummusik in jederlei Hinsicht kann mans dann auch nicht nennen. Wir schwelgen.

Aber hier ein kurzer Downer: ist ja jetzt auch die dritte Youtube-Einbindung für Beach House im Poll. Und generell gabs nicht so dolle Beach House-Clips aus diesem Jahr, fand ich. Deshalb das offizielle Video zu „Wild“, das ich aber eigentlich eher bescheuert finde (Overacting, Drogenelendschic etc.). Es ist hier also die Musik, die zählt.

https://youtu.be/aRSDzmAy-X8

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Gregors No. 1:

alt-J (∆) – An Awesome Wave
(Pias UK / Infectious / Rough Trade, VÖ: 20.07.2012)

Das griechische Delta-Zeichen, im Bandnamen als Mac-Tastaturkürzel dargestellt, hat ja erstmal mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Letztlich hieß es im »Machtdose Plattenteller« dann aber: »So sexy wie das Macbook-Kürzel und mit Sicherheit irgendwie erdverbunden und oft unglücklich verliebt. Toller Neuling«. Damals wusste ich noch nicht, dass deren Album in meinem Player rotiert. Die vier aus Cambridge rückten mir weiter auf die Pelle, aus ihrer Musik wurden Bilder und aus den Bildern Erinnerung. Wegbegleiter in jeder Hinsicht – hinreißend emotional, abwechslungsreich und zeitlos schön. Die Jury des renommierten Mercury Prize, die sich aus ranghohen Vertretern der britischen Tonträger-Industrie, Musikern und Journalisten zusammensetzt, hat daraus bereits Anfang November das »Album Of The Year« gemacht, nun folgen wir. Die Dankesrede der Band in Ausschnitten: »We might just thank everyone in team Alt-J who has ever made a difference to us. And our parents… thanks for not making us get jobs!« »An Awesome Wave« ist ein Start-Ziel-Sieger. Basta.

Sebastian Tracks 2012

  1. Beach House – Troublemaker
  2. Beach House – Wishes
  3. Man Without Country – Puppets
  4. Of Monsters And Man – Little talks
  5. Die Türen – Dieses Lied
  6. Grizzly Bear – Yet again
  7. iLiKETRAINS – Mnemnosyne
  8. Me and my drummer – Your´re a runner
  9. Dirty Projectors – Gun has no trigger
  10. Sizarr – Cat mountaineer

(Bei Tracks, die nicht auf Spotify zu finden waren, haben wir in obiger Liste auf eine Alternativseite zum Anhören verlinkt).

Rolands Tracks 2012

  1. Beach House – Irene
  2. FLACO – Asthma
  3. Totally Enormous Extinct Dinosaurs – Tapes & Money
  4. Die Antwoord – Fatty Boom Boom
  5. ViLLΛGE – Dive
  6. Andrea – Work The Middle
  7. Tanlines – Green Grass
  8. Alabama Shakes – Hold On
  9. XXyyxx – About You
  10. Polica – Amongster

(Bei Tracks, die nicht auf Spotify zu finden waren, haben wir in obiger Liste auf eine Alternativseite zum Anhören verlinkt).

Gregors Tracks 2012

  1. Deep Time – Clouds
  2. Major Lazer – Get Free (feat. Amber of Dirty Projectors)
  3. Matthew Dear – Earthforms
  4. Purity Ring – Lofticries
  5. The Chap – Curtains
  6. Twin Shadow – Run My Heart
  7. Ariel Pink’s Haunted Graffiti – Only In My Dreams
  8. Goat – Let It Bleed
  9. Haim – Forever
  10. Dirty Projectors – Gun Has No Trigger
  11. The Temper Trap – Trembling Hands
  12. Stabil Elite – Gold
  13. Laurel Halo – Years
  14. OFF! – Wiped Out
  15. The Black Keys – Gold On The Ceiling

Gregor konnte sich mal wieder nicht auf nur 10 Tracks reduzieren, also 15 diesmal…
(Bei Tracks, die nicht auf Spotify zu finden waren, haben wir in obiger Liste auf eine Alternativseite zum Anhören verlinkt).

Sebastians Konzerte 2012

  • Jolly Gods (Ulm, Cat-Café)
  • M 83 (München, Theaterfabrik)
  • The War on drugs (Schorndorf, Manufaktur)
  • Squarepusher (Melt-Festival)
  • Man without Country (Melt-Festival)
  • Emanuel and the fear (Dornstadt, Obstwiesenfestival)
  • Bretón (Dornstadt, Obstwiesenfestival)
  • iLiKETRAINS (München, Kradhalle)

Die besten Alben 2012 – Plätze 2


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Sebastians No. 2:

Man without Country – Foe
(Lost Balloon / Cooperative, VÖ 04.06.2012)

Mit ersten Plätzen tut man sich bisweilen schwer: Wartete Gregor 2008 mit drei dritten, aber keinem zweiten oder ersten auf, revidierte ich meine Sieger 2007 und 2011 in einem anschließenden Kommentar, indem ich an deren Stelle ein erst zum Jahresende intensiv rezipiertes Album platzierte. Dieses Jahr küre nun ich keinen Sieger, da mich keine Veröffentlichung zu einem Album-des-Jahres-Gefühl getrieben hat.

2012 geht für mich als das Jahr des Synthie-Pops in die Annalen ein, zumal ich die letzte M-83-Scheibe erst dieses Jahr zu lieben gelernt habe. Ganz oben steht bei mir diesbezüglich aber Foe des britischen Duos „Man without Country“. In der heißesten Periode des Sommers lief das Album bei mir sogar auf Dauerschleife. Zu hören ist ein 40-minütiger zum Träumen einladender Klangteppich. Mit seinem gläsern-kühlen Sound und dem sehnsüchtigen Gesang fühlt man sich wie auf walisischen Feldern im verregneten Frühsommer! Ein grandioser Live-Act auf dem Melt rundete das Gesamtbild für mich ab! Unbedingt hören: Puppets!


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Sebastians No. 2:

iLiKETRAINS – The shallows
(ILR / Cargo, VÖ: 11.05.2012)

Ich hätte nicht gedacht, dass bei mir noch einmal eine Platte in einem Jahrespoll weit oben steht, die meinen jugendlichen Hörgewohnheiten derartig entspricht und so düster ist. Gefielen mir schon die beiden ersten längeren Veröffentlichungen der Band, so erweist sich The Shallows mit seinen zum den Gitarren hinzukommenden elektronischen Einsprengseln derartig strukturiert-erhaben, dass ein Vergleich mit dem Jahrzehnts-Werk Antics berechtigt ist. Auch der intensive Live-Act bestätigte mir, dass das, was man im weitesten Sinne als Neo-Wave bezeichnen könnte, weiterhin lebt!


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Rolands No. 2:

School of Seven Bells – Ghostory
(Full Time Hobby / Rough Trade, VÖ: 02.03.2012)

Kein Album habe ich dieses Jahr öfters komplett gehört als dieses hier, im Prinzip dauernd. Es hat sich auch wenig verändert beim Hören, kann ich einfach anmachen und laufenlassen und läuft und läuft und läuft. Das ist sicher auch der hohen Homogenität der präsentierten Stücke geschuldet (andere würden sagen: klingt doch alles gleich) und die dockt offensichtlich optimabel auf meine Geschmackssensoren. Letzte Platte, bei der mir das in der extremen Form passierte und die ich verwandschaftlich ganz nahe sehe (obwohl wahrscheinlich Quatsch), also auch so ein Eisenbähnchen, das ich nur auf die Spur zu setzen brauche und los gehts ohne Zwischenhalt, war Au Revoir Simones 2009er „Still Night, Still Light“.

Ja, ich weiß, das ist irgendwie Musik nach einer Masche, aber sie wärmt mich, und sicher für die meisten wenig aufregender, vielleicht zu süßlicher Dreampop (huhu, 2. Fast-Ausschließlich-Genre des Jahres) oder nur aufgewärmte Cocteau Twins oder, oder – aber was soll ich machen?

https://youtu.be/DDQoRrE0zU4

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Gregors No. 2:

Peaking Lights – Lucifer
(Domino Records / Goodtogo, VÖ: 15.06.2012)

Gehen wir’s mal über Stichworte an: Sonne, unscharf, gute Laune und Momente der Leichtigkeit. Das Duo Indra Dunis und Aaron Coyes aus Wisconsin verbindet auch auf seinem zweiten Album alles, was ein Griffbrett erlaubt: Dub, Pop, Psychedelic, Krautrock und den ganzen Rest. Eigentlich ist das aber auch gar nicht so wichtig, weil alles, was aus ihrer Küche kommt, hervorragend schmeckt und einfach noch ein bisschen Platz im Magen braucht. Geschepper, es leiert und eiert, hier eine Feder im Haar, dort ein Stick zwischen den Zähnen, vor dem Camper ein Tiki-Zelt. Musik mit Homerecording-Charme – beide sind auf diesem Gebiet expressive Könner. In Wirklichkeit ist Freiheit genau hier, in diesem Moment.

https://youtu.be/flEveFxbGOg

Die besten Alben 2012 – Plätze 3


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Sebastians No. 3:

Archive – With us until you’re dead
(Dangervisit / Cooperative / Universal, VÖ: 31.08.2012)

Seltsam: Alle Persönlichkeiten aus meiner unmittelbaren Umgebung, die sich für Musik interessieren, schätzen With us until you’re dead, aber die seriöse Musikkritik beachtet das Album nicht. Keine Ahnung, woran das liegt! Abwechslungsreiche mal prog-elektro-popig, mal trip-hopig aufbereitete Songideen haben mich das Album dutzende Male hören lassen. Und das für Archive Erstaunliche: Kein Song bläht sich über Maßen auf, so dass das Album als Ganzes funktioniert und damit auch die Existenz dieses Polls (Albumformat noch zeitgemäß?) als berechtigt erscheinen lässt!


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Rolands No. 3:

Ed Tullett – Never Joy
(Equal Vision Records, VÖ: 04.12.2012)

Sollten Sie unseren Podcast hören, könnten Sie diesen jungen Mann bereits kennen. Im April spielten wir nämlich zwei Stücke seines Albums „Never Joy“, das er 2011 selbst unter CC-Lizenz als Pay-what-you-want herausbrachte. Die wurde jetzt remastert und Anfang diesen Monats neu beim Label Equal Vision rausgebracht. Heißt also: giltet auch für 2012.

Ich absolut lie-hie-be diese Platte (und das Cover! Hätte ich gerne n Poster von), hier sind wir jetzt in der Komfortzone derjenigen Alben, die ich dann dieses Jahr auch tatsächlich in ausgiebiger Form gehört habe. Ed Tullett ist gerade mal 19 Jahre jung; er hat gerade irgendeinen von Bon Iver initiierten Musikwettbewerb gewonnen und das kann nun gar nicht erstaunen, denn der ist schon sein sehr, sehr deutliches Vorbild (just take the Fistelgesang). Das ist gut und schlecht, denn die Songs sind hier noch deutlicher Songs, was ja bei Iver immer mehr sich so in Song- und Soundfragmente auflöst (und Ed hat eine EP rausgebracht, die deutlich in diese Richtung geht, find ich aber schade, denn:) ich mag ja vor allem das erste Iver-Album deshalb, weil da die Tracks noch einigermaßen zusammengehalten sind (bzw. zwei der großartigsten Lieder der letzten 10 Jahre enthalten). So kriegt hier bei Ed im Vergleich noch „klassischeres“ Songwritertum, so mit Banjoklimper und allem, aber ich finde eben auch mit viel, viel musikalischem Talent.

Dass nun im Zuge der obigen Veröffentlichung die CC-lizenzierte auf Bandcamp vom Netz genommen und „einfach“ die Lizenz wieder geändert wurde, mögen wir ihm deshalb auch verzeihen. Leider fehlen aber auf der Neuveröffentlichung die Bonustracks, die ganz besondere Knaller waren. Aber auch so lohnt das Album. Sehr!

https://www.youtube.com/watch?v=63qx0LBlPCs

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Gregors No. 3:

Lauer – Philipps
(Running Back / Rough Trade , VÖ: 04.05.2012)

Das erste Mal in einem verlassenen Kino gehört, morgens um fünf und über Boxen, die Breite mal Höhe mal Tiefe Lastergröße hatten. Klang auf jeden Fall sauber und die knapp 700 Besucher, die dort Party, waren bereits Bett (»mit wirkungsvollem Risikomanagement sicher zum Projekterfolg«). Lauer neben mir, der die Tracks bei sich trug und für den Mann am Kehrbesen noch mal in die Anlage schob. Licht war noch aus. Plötzlich begann der Bodenteppich unter meinen Füßen zu schmoren und der Saal brannte vollständig aus. Seitdem die große Album-Konstante, speziell in der Jahresmitte. Wäre das hier die Champions League, Lauer wäre jetzt an Lindstrøm und Prins Thomas vorbeigezogen. Völlig unterschätzt, wenn ihr mich fragt.

Die besten Alben 2012 – Plätze 4


Grzzlbr

Sebastians No. 4:

Grizzly Bear – Shields
(Warp / Rough Trade, VÖ: 14.09.2012)

Auch Grizzly Bear haben sich mit ihrem neuen Album unauslöschlich mit meinem Lebensgefühl in diesem Jahr verwoben, an dessen so genannten Spätsommer ich mich nicht mehr ohne ihre dezent-raffiniert arrangierten, variantenreichen Songs erinnern kann. Keiner schüttelt Kombinationen aus Melancholie und Leichtigkeit so mühelos aus dem Ärmel! Bei akzentuiert eingesetzter Mehrstimmigkeit und viel Akustik-(freilich aber auch E-)Gitarrenklängen schimmern ihre American-Folk-Wurzeln durch und sorgen für eine Art Widererkennungseffekt. Unvergleichlich lässig, wie sie der Seichtigkeit immer wieder durch psychedelische Anwandlungen erfolgreich entflüchten. Was mir bei Veckatimest noch etwas kontingent erschien, ist jetzt einer stillen Größe gewichen!

https://youtu.be/fgohdpgxaXI

phn

Rolands No. 4:

phon.o – Black Boulder
(50 Weapons / Rough Trade, VÖ: 18.05.2012)

Ich glaube, ich schreibe dann auch jedes Jahr zu den Listen: eh nur Momentaufnahmen, wer weiß, was man alles verpasst hat und später noch kommt. Warum hatte ich zB letztes Jahr nicht das großartige „What?“ von Bodi Bill auf dem Schirm und das Jahr davor Mount Kimbies „Crooks & Lovers“ verpasst, beides Platten, die ich seitdem noch und nöcher gehört habe. Beide seien erwähnt, weil sie gut hierher passen, siehe gleich.

Und letztes Jahr: hatte ich nicht erwähnt, dass mich dieses „Post-Dubstep“-Zeug nicht so recht zu packen wusste? Jetzt, da diese Welle offenbar auch schon wieder rum ist, hat sich dessen Einfluss bei mir doch noch reingeschlichen, indirekt durch die Hintertür eines Nebengenres. Denn ich habe, so kann mans auch darstellen, vor allem exzessiv genau 2 Genres gehört (von einem spreche ich jetzt, das andere folgt auf den vorderen Plätzen). Geradezu manisch und exzessiv also alles was ich so in der UK Bass / Future Garage-Ecke finden konnte (und die Ecke könnte man eben auch nennen: Post-Dubstep, aber in echt zum Tanzen) – auch hier übrigens wieder die Radio-Funktion des Streamingdienstes, oder eben schlicht entsprechend spezialisierte Internet-Spartensender. Das konnte ich einfach so laufen lassen und war unterhalten, hab auch einen Mix meiner absoluten Highlights daraus gemacht, der bei mir hoch und runter lief, den ich nem Freund schenkte, der ihn verlor und mich späterhin geradezu anflehte, ihm eine nochmalige Kopie zu schicken, weil er ihn wieder unbedingt brauche usw. – aber ich schweife ab.

Jedenfalls: phon.o’s Album ist durchaus in dieser Ecke zu verorten, man könnte auch sagen: es ist eine einzige Wundertüte dessen, was man da in der Ecke so alles anstellen kann, ist also dann auch wieder das Gegenteil einer reinen Genreplatte. Sie macht einfach Spaß. Ich las bei Rezensionen, die Platte sei nicht ausreichend innovativ. Da sag ich nur: Innovation my ass (und stimmt auch gar nicht, ätschi). Im zweiten Track taucht übrigens auch noch Pantasz von Bodi Bill (siehe oben) als Sänger auf und so wird mein ungelenker Text zwar auch nicht rund, aber egal, hauptsache Ihr kapiert: Kopfnickerdance bis der Nacken schmerzt, ey!


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Gregors No. 4:

Perfume Genius – Put Your Back N 2 It
(Matador / Beggars Group / Indigo , VÖ: 17.02.2012)

Missbrauch, Gewalt, Alkohol- und Drogenprobleme und homophobe Anmache – die selbsttherapeutische Wirkung von Musik spürt man auch auf »Put Your Back N 2 It«, dem zweiten Longplayer von Mike Hadreas alias Perfume Genius. Das sagt natürlich einiges über die Grundstimmung aus. Traurig-schöne Balladen, die nicht immer auf Anhieb gefallen (sechs, sieben Mal muss man das Album schon hören), deren hohe Intimität und Intensität aber gerade deshalb beeindruckt. Klavier, Gitarre, Drumcomputer und ein bisschen Elektronik. By the way: Den von YouTube als familienfeindlich (»not family safe«) eingestuften Clip zu »Hood« mit Porno-Darsteller Arpad Miklos in der Hauptrolle bitte jetzt anschauen!

Die besten Alben 2012 – Plätze 7 bis 5


Sebastians No. 7:

Die Türen – Abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
(Staatsakt / Rough Trade, VÖ: 10.02.2012)

Nach dem grandiosen Vorgänger konnte ich mir kaum vorstellen, dass „Die Türen“ noch einmal etwas veröffentlichen, was mich eine dreiviertel Stunde dauerschmunzeln lässt! Aber weit gefehlt, mein Nerv wird erneut genau getroffen! Textlich scheint weiter alles auf der Höhe zu sein, was kombiniert mit der musikalischen Mischung aus Funk, Disco-Beats, Soul-Gitarren und 08/15-Melodien erneut sehr geistreich erscheint! „Kaffeekränzchen mit Drogen als ultimativer Soundtrack zum Ende der Schwarz/Gelb-Ära“ (oder so ähnlich) habe ich einmal in einer Rezension zu „Abc […]“ als Überschrift gelesen. Das erscheint mir zu treffend, um es hier nicht zu zitieren!

https://youtu.be/YHRD8ZRTmtA

Rolands No. 7:

Bat for Lashes – The Haunted Man
(Parlophone / EMI , VÖ: 12.10.2012)

Natasha Khan macht ihr Bat for Lashes Ding und ich mache darauf meins: ihr Album in die Jahres-Top 10 wählen – so wie bei den beiden ersten, 2007 und 2009 (2009 hatten wir zwar keine offizielle Jahresbilanz, trotzdem). Das ist in meiner Geschmacksgeschichte schon eine außergewöhnliche Konstanz, tatsächlich fällt mir grad niemand ein, der diese Trefferquote erzielte. Fast wäre sie aber mit The Haunted Man nicht reingekommen. Denn beim ersten Hören dachte ich noch: naja, macht sie halt ihr Bat for Lashes Ding. Doch beim weiteren Hören schlichs sichs wieder ein. Verdammt, das Ding ist halt das Ding!


Gt

Gregors No. 7:

Goat – World Music
(Stranded Rekords/Rocket Recordings, VÖ: 24.08.2012)

Manchmal muss man einfach nur zur richtigen Zeit aufs richtige Pedal treten. Goat aus Korpilombolo im tiefsten Nordosten Schwedens haben das gemacht, und schwupps: Wah-Wah is back, Schweineorgel, das ganze Rezept eben. Sie tragen Masken, treten vermummt auf und werden von einer mysteriösen Voodoo-Priesterin angeführt. Dass man damit immer noch oder gerade wieder lecker Kuchen backen kann, zeigt dieses phänomenale Debütalbum. Der Sirenengesang ist Magie: singkreischen, hier und da »na, na, naaa’s« und »oooooooohhhhs«, vom Turm herab brüllen – all das beherrscht sie aus dem Effeff. Erhabenheit steckt da drin und das Selbstbewusstsein eines ungelutschten Lollipops. Schmeißt mit Dreck, Leute, das hier ist die Geschichte der Stunde!


Sebastian No. 6:

Beach House – Bloom
(Cooperative / Universal, VÖ: 11.05.2012)

Wir erinnern uns: 2010 hat uns Beach House das Album beschert, was jedem, der seinen Pony lieber vor den Augen als abgeschnitten trägt, die Platte des Jahres bedeuten musste. Auffällig war dabei, dass kaum ein einzelner Track in der Polllandschaft auftauchte, was schlichtweg darauf zurückzuführen war, dass man sich aus zehn ähnlich grandiosen Songs für keinen einzelnen entscheiden konnte. Wofür also ein neues Album? Die Vorstellung, dass sich der Beach-house-Sound ändert, ist nämlich so absurd, wie wenn man dies von einer Reggae-Band fordern würde. Erstaunlicherweise wurde dann ein Album erstellt, das drei große Hits (Myth, Troublemaker, Wishes) aufweist, und zwar so große, dass ich mich am Jahresende kaum noch an die anderen Lieder erinnern kann. Soundmäßig erscheint wiederum das, was bei „Teen Dream“ noch lo-fiig klang, bisweilen etwas dick aufgetragen. Mich juckt´s aber nicht … Ach ja, was das Cover angeht, steht Bloom bei mir ganz vorne.


Rolands No. 6:

Dntel – Aimlessness
(Pampa Records / Rough Trade, VÖ: 05.06.2012)

2001 kam Dntels „Life of Possibilites“ heraus – was auch schon wieder unglaubliche 11 Jahre her ist. Damals ein ziemlich unterschätztes Album, auch von mir selbst. Es dürfte jedenfalls seitdem – rein was die Häufigkeit des Anhörens betrifft – einen einstelligen Popularitätsplatz in meiner Hörhistorie einnehmen (nur nebenbei: hat eines der besten Alben-Opener, die ich überhaupt kenne – und eins der schönsten Plattencover). Jetzt also mit Jahrzehntlücke wieder ein Album, dass daran anzuschließen weiß. Beim Anhören von diesem stellt sich bei mir eine seltsame synästhetische Erfahrung ein, die für mich mittlerweile als Dntel-typisch gilt: die Musik kommt mir „flach“ vor, was natürlich nicht abwertend gemeint ist, sondern soz. als geometrische Anmutung: so wie z. B. Stimmschlaufen und Restmusik ineinanderpassen / sich verweben, da wandelt man wie auf einem Prachtteppich aus Traumresten.


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Gregors No. 6:

Dan Deacon – America (Domino)
(Domino Records / Goodtogo VÖ: 24.08.2012)

Es gibt Bands, die Momente erschaffen, an die man Hängematten befestigen könnte – mit der Chemie der Euphorie. Arcade Fire können das, The Go! Team können das und Dan Deacon kann das. »America« ist das, was man gemeinhin als originell bezeichnen würde. Tausend Klangbausteine, die alles sein können: eine elektrische Fliegenklatsche, Rudertrommeln, eine Fahrradklingel, Sci-Fi Sounds aus dem 60ern usw. Mitunter mischt sich auch mal ein eigenartig geschlechtsloser Comic-Gesang unter die Sounds, alles geradeso abgemischt, dass sich hier niemand benachteiligt fühlt. Dan Deacon schichtet brillant, nicht vom Anfang bis zum Ende, aber egal.


Sebastians No. 5:

Bear in Heaven – I love you, it’s cool
(Dead Oceans / Cargo, VÖ: 30.03.2012)

Und noch so ein 2010-Nachleger, bei dem es sich aber genau umgekehrt zu Beach House verhält. Legten Bear in Heaven damals den passenden Soundtrack für süße Träume in Rauchschwaden hin, der von zwei großen Songs geprägt wurde, erweist sich I love you, it’s cool, dessen Größe sich mir erst nach vielen Durchgängen erschloss, weniger spektakulär und ohne hervorstechenden Hit. Stattdessen bietet I love you, it’s cool 80er-geprägten Elektropop in Moll, der gerade dadurch überzeugt, dass er nicht mehr sein möchte, sondern bloß Tanzmusik für die, die nicht tanzen möchten!

https://youtu.be/MbSovsg6O54

Rolands No. 5:

Lost in the Trees – A Church That Fits Our Needs
(Anti / Indigo, VÖ: 16.03.2012)

Es darf wahrscheinlich einfach nicht unerwähnt bleiben, dass das an Botticelli erinnernde Cover ein Jugendfoto der Mutter des Sängers zeigt, die sich 2009 umbrachte. Dieses tragische Ereignis wie Leben ist es, um das es in diesem Album geht, als unmittelbare Auseinandersetzung und Verarbeitung. Und auch wenn man diese sehr persönlichen Einflüsse in der Berichterstattung wohl nicht ausblenden kann, und vielleicht über die gegenseitige Wirkung von Schmerz und Schönheit spekulieren mag, so soll es für jetzt egal sein: das ist einfach schöne Musik und fertig.


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Gregors No. 5:

Wild Nothing – Nocturne
(Cooperative Music / Universal, VÖ: 24.08.2012)

Der 21jährige Songwriter Jack Tatum veröffentlichte im Sommer 2010 während seines Abschlussjahres am Blacksburg College im Bundesstaat Virginia mit »Gemini« eine der schönsten Pop-Platten des Jahres, die es so auch in den 80ern hätte geben können. Smiths, The Jazz Butcher, Felt, The Chills – da kommt ein ganzer Zirkus zusammen. Damals hätte man auch schon Dreampop dazu sagen können. Hat man aber nicht. Tatum, inzwischen fertig mit seinem Studium, ist von Blacksburg nach New York gezogen und hat mit »Nocturne« nachgelegt, und auch auf seinem zweiten Album bleibt er seinem Sound treu. Und viel wichtiger: Er hat erneut den richtigen Ton getroffen. My Melody!