Film

Kill Kill Bill

Da gibt’s nix: Kill Bill war einfach nur Scheiße. Das Spiel holt die wichtigsten Ereignisse noch einmal in Erinnerung (und hält euch hoffentlich von einem Besuch des zweiten Teils ab).

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films

Das goEast geht in die vierte Runde. Wie jedes Jahr widmet sich das Filmfestival sieben Tage lang dem mittel- und osteuropäischen Film. »Von Mittwoch, den 21. April bis Dienstag, den 27. April 2004 besteht Gelegenheit zu einmaligen Kinoerlebnissen, zum Dialog über die Filme und zur Verständigung über die Themen, die unsere östlichen Nachbarn beschäftigen«, so die Ankündigung. Neben dem offiziellen Wettbewerb gibt es auch dieses Jahr wieder ein Hochschulprogramm, das am Do., 22.04.04 im Rahmen des Hochschulwettbewerbs I Dokumentar- und Experimentalfilme zeigt. Mit im Rennen: »Ball of Fame«. Carsten Fillinger fasst die Geschehnisse des Films wie folgt zusammen: »BALL OF FAME – Jedem seine eigene Upper Class«

Die Reizschwellen im Jahr 2004 sind gestiegen. Kommerzielle Medien schaffen einen täglich neuen Fundus aus Geschmacklosigkeiten, Tabubrüchen und Privatismen, die unsere Wahrnehmung längst vom Alltäglichen auf das Außergewöhnliche gelenkt haben. Der Superlativ zählt, das Perverse, der Freak. Wer in unserer Welt mag sich da für den kollektiv als vorsintflutlich und kurstädtisch abgeurteilten Sport des Minigolf begeistern?

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Filmbar

Die nächste Filmbar steht an. Die Eckdaten: 26. März 2004

OOOOOOOO – OOOOOOOO

Einlaß: 19.30 Uhr
Beginn: 20.30 Uhr
Kino Royal – Schäfergasse 10 – FFM

Eyetrap.net

Hessens wildestes VJ-Kollektiv stellt Ergebnisse seiner diskophilen Mix-Trips für einen ersten Eindruck zur Verfügung. Eyetrap.net bewegen sich irgendwo zwischen schnellen Cuts und geraden Beats.

Le sosie de Barthez tourne au pays de Fabien

An der Destruktion des klassischen Superstars arbeitet sich der sechsminütige Dokumentarfilm »comme un pacha« ab. Auf der Suche nach den Wurzeln des ehemaligen französischen Nationaltorhüters Fabien Barthez (im Moment die Nummer 2 hinter Grægory Coupet) begibt sich sein deutsches Double an den Fuß der Pyrenäen. Mit frisch geschorener Glatze und stillosem Physiker-Bärtchen schlittert er von einer groteseken Situation in die nächste – bis er schließlich im Büro eines lokalen Zeitungsredakteurs landet. Nun haben auch 11 Freunde davon gehört…


Der Antistar in Siegerpose

Flammend‘ Herz

Hellauf begeistert war ich von der 90-minütigen Dokumentation Flammend‘ Herz, die ab Herbst voraussichtlich in den deutschen Kinos anläuft. Klarer Festival-Highlight, wenngleich meine Berlinale-Bilanz gerade mal fünf Filme aufweist. Was hab‘ ich mich gefreut, als der Film am Ende sogar die Sektion »Perspektive Deutsches Kino« gewann. Drei ganz und gar kopfagile Neunziger stellen ihren Tattoo-Park zur Schau — und verlieren sich dabei ganz unverblümt in einem sehr amüsanten Anekdotenreigen. Lobenswert auch die Kameraarbeit: Der sorgfältige Blick entlang der Hautlandschaft schenkt den Altersfalten der Herren zu jeder Zeit Schönheit und Respekt. In Flammend Herz‘ geht’s um Leidenschaft; dass aus dem Farbstich versehentlich eine Modeerscheinung wurde, kümmert den Film zurecht wenig. Überdies erfährt der Betrachter allerlei über die älteste Tätowierstube Hamburgs. Merken!

Die Fotos sind dem Bildband »BilderbuchMenschen – Tätowierte Passionen 1878 – 1952« entnommen (Hrsg. Memoria Pulp, Berlin, 2002), portraitiert und fotografiert von Herbert Hoffmann, Tätowierer und Hauptdarsteller des Films.

(mehr unter Ronsens)

Legendenbildung

Viele lange Winterabende könnte man damit verbringen, über den Artikel von THOMAS ASSHEUER zu diskutieren. Was hier bisher nur rudimentär und ohne große Sachkenntnis angeschnitten wurde, bekommt in den Worten des Autors die Größe eines Bildungskanals. Im aktuellen Dossier der Zeit (03/2004) verteilt der Autor Kopfnüsse en masse. Zu unserer laufenden Diskussion passt insbesondere Teil 3 seiner lesenswerten Legenden-Trilogie:

Legende Nummer drei: ARD und ZDF sind ein Hort von Bildung und Kultur.

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